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Hexenbuhle – Das Geheimnis um Anton Praetorius


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Rezension von

Martina Meier

Hexenbuhle – Das Geheimnis um Anton Praetorius Von der Zeit der Hexenverfolgung im Mittelalter weiß man in der Regel, dass es sie gab - mehr oft nicht. Namen, Orte, Geschehnisse geraten zunehmend in Vergessenheit. Sich dieser Tendenz entgegenzustellen, hat sich der Autor Hartmut Hegeler zur Aufgabe gemacht. In seinem Buch "Hexenbuhle" erinnert er an das Schicksal Anton Praetorius`, der in Lippstadt geboren wurde, zunächst als Lehrer, dann als Pfarrer arbeitete und schließlich ein für die Zeit mehr als mutiges Buch schrieb "Von Zauberey und Zauberen Gründlicher Bericht", in dem er sich gegen die Verfolgung von Hexen einsetzte. Hartmut Hegeler, Pfarrer aus Unna, spürt in seinem historischen Kurzroman "Hexenbuhl" dem Geheimnis um Anton Praetorius nach. In der Ich-Erzählung ist es Antons Neffe Jodokus, der aus Heidelberg von Studium kommend den Onkel in Laudenbach besuchen möchte, dort aber erfährt, dass dieser unlängst verstorben ist. Sein Nachfolger im Pfarrersamt gibt ihm Jodokus die letzten Habseligkeiten des Onkels mit auf den Weg und möchte ihn, auf Anraten seiner Frau, eher gleich als später los werden. Bruchstückhaft hört der Student noch, dass die Frau etwas von "Hexenbuhle", "Gottes Strafe" und anderen mysteriösen Dingen faselt. Diese Aussagen aber machen Jodokus mehr als neugierig, zumal er in den Hinterlassenschaften des Onkels merkwürdige handschriftliche Aufzeichnungen findet, auf die er sich zunächst keinen Reim machen kann. Dann aber beginnt er eine spannende Spurensuche im anscheinend mehr als aufregenden Leben seines Onkels. Jodokus nimmt den Leser mit in eine für ihn fremde Welt, in der Menschen verfolgt wurden, die man als Magier und Hexen verschrie. Und gleichzeitig wird immer wieder auch sichtbar, dass es Judenverfolgungen nicht erst in der Zeit des Nationalsozialismus gab. Geschichte lebendig werden zu lassen, das gelingt Hartmut Hegeler in seinem Buch "Hexenbuhle - Das Geheimnis um Anton Praetorius" tatsächlich. Zudem gibt er Lebensdaten und eine Karte der Lebensstationen von Anton Praetorius mit auf den Weg, so dass sich der Leser an den tatsächlichen historischen Begebenheiten gut orientieren kann. Die Erzählung hält sich zudem sehr eng, so versichert Hartmut Hegeler, an historische Fakten - an den Hexenprozess in Birstein oder den Fettmilch-Aufstand in Frankfurt. Zudem haben die meisten Personen, die Hegeler in seinem Buch zum Leben erweckt, tatsächlich gelebt - selbst der Neffe Jodokus, so ist urkundlich gewiesen, wurde um 1597 in Unna/Westfalen geboren und immatrikulierte sich tatsächlich an der Universität in Heidelberg. Das macht das Buch noch eine Spur interessanter als es sowieso schon ist. Eine hervorragende Unterrichtslektüre, aber nicht ausschließlich, denn das Buch richtet sich an alle Interessierten, die mehr über das Thema "Hexenverfolgung" erfahren möchten. Zusätzliche Informationen gibt es auf der Internetseite www.anton-praetorius.de.

Von der Zeit der Hexenverfolgung im Mittelalter weiß man in der Regel, dass es sie gab - mehr oft nicht. Namen, Orte, Geschehnisse geraten zunehmend in Vergessenheit. Sich dieser Tendenz entgegenzustellen, hat sich der Autor Hartmut Hegeler zur Aufgabe gemacht. In seinem Buch "Hexenbuhle" erinnert er an das Schicksal Anton Praetorius`, der in Lippstadt geboren wurde, zunächst als Lehrer, dann als Pfarrer arbeitete und schließlich ein für die Zeit mehr als mutiges Buch schrieb "Von Zauberey und Zauberen Gründlicher Bericht", in dem er sich gegen die Verfolgung von Hexen einsetzte.

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Hartmut Hegeler, Pfarrer aus Unna, spürt in seinem historischen Kurzroman "Hexenbuhl" dem Geheimnis um Anton Praetorius nach. In der Ich-Erzählung ist es Antons Neffe Jodokus, der aus Heidelberg von Studium kommend den Onkel in Laudenbach besuchen möchte, dort aber erfährt, dass dieser unlängst verstorben ist. Sein Nachfolger im Pfarrersamt gibt ihm Jodokus die letzten Habseligkeiten des Onkels mit auf den Weg und möchte ihn, auf Anraten seiner Frau, eher gleich als später los werden. Bruchstückhaft hört der Student noch, dass die Frau etwas von "Hexenbuhle", "Gottes Strafe" und anderen mysteriösen Dingen faselt.

Diese Aussagen aber machen Jodokus mehr als neugierig, zumal er in den Hinterlassenschaften des Onkels merkwürdige handschriftliche Aufzeichnungen findet, auf die er sich zunächst keinen Reim machen kann. Dann aber beginnt er eine spannende Spurensuche im anscheinend mehr als aufregenden Leben seines Onkels. Jodokus nimmt den Leser mit in eine für ihn fremde Welt, in der Menschen verfolgt wurden, die man als Magier und Hexen verschrie. Und gleichzeitig wird immer wieder auch sichtbar, dass es Judenverfolgungen nicht erst in der Zeit des Nationalsozialismus gab.

Geschichte lebendig werden zu lassen, das gelingt Hartmut Hegeler in seinem Buch "Hexenbuhle - Das Geheimnis um Anton Praetorius" tatsächlich. Zudem gibt er Lebensdaten und eine Karte der Lebensstationen von Anton Praetorius mit auf den Weg, so dass sich der Leser an den tatsächlichen historischen Begebenheiten gut orientieren kann.

Die Erzählung hält sich zudem sehr eng, so versichert Hartmut Hegeler, an historische Fakten - an den Hexenprozess in Birstein oder den Fettmilch-Aufstand in Frankfurt. Zudem haben die meisten Personen, die Hegeler in seinem Buch zum Leben erweckt, tatsächlich gelebt - selbst der Neffe Jodokus, so ist urkundlich gewiesen, wurde um 1597 in Unna/Westfalen geboren und immatrikulierte sich tatsächlich an der Universität in Heidelberg. Das macht das Buch noch eine Spur interessanter als es sowieso schon ist. Eine hervorragende Unterrichtslektüre, aber nicht ausschließlich, denn das Buch richtet sich an alle Interessierten, die mehr über das Thema "Hexenverfolgung" erfahren möchten. Zusätzliche Informationen gibt es auf der Internetseite www.anton-praetorius.de.

geschrieben am 23.09.2006 | 418 Wörter | 2486 Zeichen

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