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Log Out


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Rezension von

webcritics Administrator

Log Out Aktuell wird die Frage erörtert, wie schnell es möglich ist, Schulen mit Computern und Inter-net Zugängen zu versorgen. Viele gehen dabei so weit, dass sie fordern, jeder Schüler sollte einen mobilen Computer zu seiner Verfügung haben. Die Regierung und die Industrie, allen voran natürlich die Telekommunikations- und die Computerindustrie starten Aktionen wie "Schulen ans Netz", um die Zugänge in den Schulen zu installieren. Clifford Stoll gehört zu den wenigen, die dieser Entwicklung nicht ganz unkritisch gegenüber-stehen und stellt in seinem neusten Buch "Log out - Warum Computer nichts im Klassen-zimmer zu suchen haben und andere High Tech Ketzereien" viele Fragen, die sonst nicht erörtert werden: Müssen Schulen wirklich so viel Geld für die Computer ausgeben? Können die als so wichtig erachteten Computerfertigkeiten nicht auch in viel kürzerer Zeit erlangt wer-den? Warum sollen die Büchereien auf Dauer gegen vernetzte Computersysteme ausge-tauscht werden? Lernen Kinder mehr über Biologie, wenn sie nette und bunte Computerbilder anschauen, oder wenn sie einen Tag im Wald verbringen? All diese Fragen werden gleich beantwortet, wobei der Computer und seine Befürworter in keinem besonders guten Licht stehen. Dabei wird der Computer an sich nicht verteufelt, son-dern eher in einem Kosten Nutzen Verhältnis gesehen. Stoll zeigt anhand vieler Beispiele, die er sehr oft aus seinem eigenen Erfahrungsschatz wählt, wie er zu diesem Ergebnis gekom-men ist. Durch geschickt eingestreute Fragen regt Clifford Stoll den Leser zum weiterdenken und weiterlesen an. Im Literaturverzeichnis finden sich dafür sehr viele, oftmals leider nur englische, Titel, die sich mit diesem Themenbereich befassen. "Log Out - Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben" liest sich fast wie Werbung für das richtige Leben, das sich ja bekanntlich nicht am Bildschirm abspielt. Endlich ein Autor, der in einem scheinbar unaufhaltsamen Trend eine eher unbequeme Position be-zieht und vor zu großer Blauäugigkeit warnt. Lesen lohnt sich eigentlich für alle, die irgendwie mit Computern in Kontakt kommen und auch mal eine andere Meinung als "Computer sind doch was wunderbares" hören wollen. Somit eine absolute Empfehlung!

Aktuell wird die Frage erörtert, wie schnell es möglich ist, Schulen mit Computern und Inter-net Zugängen zu versorgen. Viele gehen dabei so weit, dass sie fordern, jeder Schüler sollte einen mobilen Computer zu seiner Verfügung haben. Die Regierung und die Industrie, allen voran natürlich die Telekommunikations- und die Computerindustrie starten Aktionen wie "Schulen ans Netz", um die Zugänge in den Schulen zu installieren.

Clifford Stoll gehört zu den wenigen, die dieser Entwicklung nicht ganz unkritisch gegenüber-stehen und stellt in seinem neusten Buch "Log out - Warum Computer nichts im Klassen-zimmer zu suchen haben und andere High Tech Ketzereien" viele Fragen, die sonst nicht erörtert werden: Müssen Schulen wirklich so viel Geld für die Computer ausgeben? Können die als so wichtig erachteten Computerfertigkeiten nicht auch in viel kürzerer Zeit erlangt wer-den? Warum sollen die Büchereien auf Dauer gegen vernetzte Computersysteme ausge-tauscht werden? Lernen Kinder mehr über Biologie, wenn sie nette und bunte Computerbilder anschauen, oder wenn sie einen Tag im Wald verbringen? All diese Fragen werden gleich beantwortet, wobei der Computer und seine Befürworter in keinem besonders guten Licht stehen. Dabei wird der Computer an sich nicht verteufelt, son-dern eher in einem Kosten Nutzen Verhältnis gesehen. Stoll zeigt anhand vieler Beispiele, die er sehr oft aus seinem eigenen Erfahrungsschatz wählt, wie er zu diesem Ergebnis gekom-men ist. Durch geschickt eingestreute Fragen regt Clifford Stoll den Leser zum weiterdenken und weiterlesen an. Im Literaturverzeichnis finden sich dafür sehr viele, oftmals leider nur englische, Titel, die sich mit diesem Themenbereich befassen. "Log Out - Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben" liest sich fast wie Werbung für das richtige Leben, das sich ja bekanntlich nicht am Bildschirm abspielt. Endlich ein Autor, der in einem scheinbar unaufhaltsamen Trend eine eher unbequeme Position be-zieht und vor zu großer Blauäugigkeit warnt. Lesen lohnt sich eigentlich für alle, die irgendwie mit Computern in Kontakt kommen und auch mal eine andere Meinung als "Computer sind doch was wunderbares" hören wollen. Somit eine absolute Empfehlung!

geschrieben am 26.02.2002 | 325 Wörter | 1900 Zeichen

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