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Das große Buch der Zitate und Redewendungen


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Rezension von

Lesefreund

Das große Buch der Zitate und Redewendungen Mit der zweiten Auflage ihres großen Buches hat die Dudenredaktion im Jahr 2007 einen Titel herausgebracht, der dem Leser mit seinen über 15.000 Zitaten und Wendungen sowohl als Nachschlagewerk als auch als Quelle für neue sprachliche Inspirationen dienen kann. Auf knapp 900 Seiten finden sich neben vertrauten und bekannten Aussprüchen aus Volksmund, Kulturgeschichte und Literatur auch neuere, zum Teil recht ungewöhnliche bzw. eigenwillige Wendungen, wie sie bspw. die Medien – in Form von Funk und Fernsehen – seit dem frühen 20. Jahrhundert in Umlauf gebracht haben. Das Buch hat bis auf sein Vorwort und die kurzen Anmerkungen zur Benutzung fast ausschließlich die Form eines reinen Nachschlagewerkes, das seine Einträge in alphabetischer Reihenfolge auslistet. Da bei den einzelnen Wendungen und Zitaten aufgrund ihrer mehrteilgien Struktur jedoch häufig nicht ganz eindeutig auszumachen ist, unter welchem Buchstaben sie zu finden sein müssten, erklärt die Redaktion zu Beginn kurz ihre Vorgehensweise bei der Systematisierung der einzelnen Einträge. Um das Auffinden zu erleichtern, sind viele Einträge zusätzlich mit einem oder mehreren Platzhaltern gelistet, die dem Leser während des Nachschlagens das Auffinden des Gesuchten erleichtern sollen. So findet man etwa die Wendung „Eins auf Dach bekommen" mit ihrem Haupteintrag unter „e", doch auch unter „d" gibt es einen kleinen Eintrag, der deutlich macht, dass diese Wendung nicht nach dem Wort „Dach", sondern nach „Eins" gelistet worden ist. Die Einträge zu den jeweiligen Zitaten und Wendungen sind im Ganzen eher kurz gehalten, reichen jedoch von einfachen Paraphrasierungen mit angefügten Beispielen, über das Aufzeigen von Belegstellen in der Literatur, bis hin zu historischen oder gar sprachgeschichtlichen Erläuterungen, die einem Ausspruch zugrunde liegen (sollen). Ganz sicher ist man sich bei einigen Wendungen über deren Ursprung nicht, was jedoch im Nachschlagewerk selbst nicht verschwiegen, sondern gezielt thematisiert wird, indem etwa auf eine nicht ganz geklärte oder sogar mehrdeutige Überlieferung bzw. Bedeutung verwiesen wird. So kann zum Beispiel der Ausspruch „Das ist ja wohl der Hammer" einerseits als Ausdruck der Entrüstung, andererseits auch als Ausdruck der anerkennenden Verblüffung verwendet werden. Als muttersprachlicher Leser kennt man die einzelnen Varianten in der Regel oder kann sie anhand der jeweiligen Beispiele nachvollziehen. Die große Bandbreite der Einträge macht es möglich, Aussprüche und Wendungen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Zusammenhängen wiederzufinden – dies jedoch zu dem Preis, dass man eine ausführlichere Erklärung manches Mal vergeblich sucht. Zwar gehen die sprachhistorischen bzw. literaturgeschichtlichen Erläuterungen weit in der Zeit zurück – bis Homer, Hesiod oder bpsw. Horaz –, doch die Wurzeln in der eigenen Sprachgeschichte werden nur sehr selten freigelegt, so dass sich Verweise auf das Mittel- oder Althochdeutsche kaum finden. Für die eingehendere Beschäftigung mit Zitaten und Wendungen – etwa unter sprachgeschichtlichen bzw. etymologischen Aspekten – erscheint es sinnvoll, weiterführende Literatur zu konsultieren. Leider verweist das große Buch selbst nicht auf diese Literatur, obwohl aus dem Hause Duden doch eine ganze Reihe Titel zu diesem Thema zur Verfügung stehen. Insgesamt betrachtet ist „Das große Buch der Zitate und Redewendungen" ein Nachschlagewerk, das aufgrund der großen Zahl seiner Einträge und deren guter Systematisierung ein stabiles Fundament in Sachen Aussprüche und (feststehende) Wendungen des Deutschen bietet. Die dem Band beigefügte CD-ROM enthält darüber hinaus dessen Einträge noch einmal als Elemente einer Volltextsuche, die das Nachschlagen via Computer ermöglicht. Da sich im großen Buch neben sehr Ernstem auch viel Heiteres findet und neben Derbem und Plakativem auch manches Hintergründige und eher Subtile, ist die Lektüre immer wieder abwechslungsreich und kann sowohl unterhalten als auch bilden.

Mit der zweiten Auflage ihres großen Buches hat die Dudenredaktion im Jahr 2007 einen Titel herausgebracht, der dem Leser mit seinen über 15.000 Zitaten und Wendungen sowohl als Nachschlagewerk als auch als Quelle für neue sprachliche Inspirationen dienen kann. Auf knapp 900 Seiten finden sich neben vertrauten und bekannten Aussprüchen aus Volksmund, Kulturgeschichte und Literatur auch neuere, zum Teil recht ungewöhnliche bzw. eigenwillige Wendungen, wie sie bspw. die Medien – in Form von Funk und Fernsehen – seit dem frühen 20. Jahrhundert in Umlauf gebracht haben.

Das Buch hat bis auf sein Vorwort und die kurzen Anmerkungen zur Benutzung fast ausschließlich die Form eines reinen Nachschlagewerkes, das seine Einträge in alphabetischer Reihenfolge auslistet. Da bei den einzelnen Wendungen und Zitaten aufgrund ihrer mehrteilgien Struktur jedoch häufig nicht ganz eindeutig auszumachen ist, unter welchem Buchstaben sie zu finden sein müssten, erklärt die Redaktion zu Beginn kurz ihre Vorgehensweise bei der Systematisierung der einzelnen Einträge. Um das Auffinden zu erleichtern, sind viele Einträge zusätzlich mit einem oder mehreren Platzhaltern gelistet, die dem Leser während des Nachschlagens das Auffinden des Gesuchten erleichtern sollen. So findet man etwa die Wendung „Eins auf Dach bekommen" mit ihrem Haupteintrag unter „e", doch auch unter „d" gibt es einen kleinen Eintrag, der deutlich macht, dass diese Wendung nicht nach dem Wort „Dach", sondern nach „Eins" gelistet worden ist.

Die Einträge zu den jeweiligen Zitaten und Wendungen sind im Ganzen eher kurz gehalten, reichen jedoch von einfachen Paraphrasierungen mit angefügten Beispielen, über das Aufzeigen von Belegstellen in der Literatur, bis hin zu historischen oder gar sprachgeschichtlichen Erläuterungen, die einem Ausspruch zugrunde liegen (sollen). Ganz sicher ist man sich bei einigen Wendungen über deren Ursprung nicht, was jedoch im Nachschlagewerk selbst nicht verschwiegen, sondern gezielt thematisiert wird, indem etwa auf eine nicht ganz geklärte oder sogar mehrdeutige Überlieferung bzw. Bedeutung verwiesen wird. So kann zum Beispiel der Ausspruch „Das ist ja wohl der Hammer" einerseits als Ausdruck der Entrüstung, andererseits auch als Ausdruck der anerkennenden Verblüffung verwendet werden. Als muttersprachlicher Leser kennt man die einzelnen Varianten in der Regel oder kann sie anhand der jeweiligen Beispiele nachvollziehen.

Die große Bandbreite der Einträge macht es möglich, Aussprüche und Wendungen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Zusammenhängen wiederzufinden – dies jedoch zu dem Preis, dass man eine ausführlichere Erklärung manches Mal vergeblich sucht. Zwar gehen die sprachhistorischen bzw. literaturgeschichtlichen Erläuterungen weit in der Zeit zurück – bis Homer, Hesiod oder bpsw. Horaz –, doch die Wurzeln in der eigenen Sprachgeschichte werden nur sehr selten freigelegt, so dass sich Verweise auf das Mittel- oder Althochdeutsche kaum finden. Für die eingehendere Beschäftigung mit Zitaten und Wendungen – etwa unter sprachgeschichtlichen bzw. etymologischen Aspekten – erscheint es sinnvoll, weiterführende Literatur zu konsultieren. Leider verweist das große Buch selbst nicht auf diese Literatur, obwohl aus dem Hause Duden doch eine ganze Reihe Titel zu diesem Thema zur Verfügung stehen.

Insgesamt betrachtet ist „Das große Buch der Zitate und Redewendungen" ein Nachschlagewerk, das aufgrund der großen Zahl seiner Einträge und deren guter Systematisierung ein stabiles Fundament in Sachen Aussprüche und (feststehende) Wendungen des Deutschen bietet. Die dem Band beigefügte CD-ROM enthält darüber hinaus dessen Einträge noch einmal als Elemente einer Volltextsuche, die das Nachschlagen via Computer ermöglicht. Da sich im großen Buch neben sehr Ernstem auch viel Heiteres findet und neben Derbem und Plakativem auch manches Hintergründige und eher Subtile, ist die Lektüre immer wieder abwechslungsreich und kann sowohl unterhalten als auch bilden.

geschrieben am 01.05.2008 | 566 Wörter | 3428 Zeichen

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