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Duden Lexikon der Vornamen


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Rezension von

Lesefreund

Duden Lexikon der Vornamen Kaum ein Bereich ist derart persönlich gehalten wie derjenige des eigenen (Vor-)Namens; begleitet er seinen Träger in der Regel doch ein Leben lang. Der Name eines Kindes wird üblicherweise von den Eltern des neu geborenen Kindes ausgesucht und nach einer kurzen Frist auf dem Standesamt durch einen Beamten eingetragen, das heißt, in einer bestimmen Schreibweise schriftlich fixiert. Daran ist dann ohne weiteres nicht mehr zu rütteln. Heißt das Kind nun Maike oder Meike? Matthias oder Mattias? In letzterem Fall ist der Unterschied nicht allzu gravierend, da beide Schreibweisen auf den Namen des Jüngers Matthias, einen der Anhänger Jesu, zurückgehen und ihrem (hebräischen) Wortlaut nach 'Gabe Jahwes' bedeuten. Im Fall Maike bzw. Meike sieht es dagegen anders aus: Beide Namensformen stammen zwar aus dem niederdeutsch-friesischen Sprachraum, jedoch stellt 'Maike' eine Koseform zu Maria – einem hebräisch-stämmmigen Namen also – dar, wohingegen 'Meike' eine Koseform zu der Namengruppe mit 'Mein' – also etwa Meinhild – darstellt, die auf Althochdeutsch 'magan' bzw. 'megin' als Wort für Stärke, Macht oder Kraft und 'hiltja' für Kampf zurückgeht. Demnach liegen mit Maike und Meike laut Vornamen-Lexikon zwei vollkommen unterschiedliche Namensformen vor, die nur auf den ersten Blick ähnlich erscheinen. Gut also, wenn man sich solche Unterschiede vor der Vergabe eines Namens vor Augen führen kann. Mit seinen gut 360 Seiten ist der Nachschlageteil zu den einzelnen Vornamen in Rosa und Volker Kohlheims Lexikon denn auch erwartungsgemäß umfangreich und bildet gleichsam die namentliche Substanz des Buches. Darüber hinaus kann sich der Leser in einer Gesamtübersicht zu den männlichen und weiblichen Vornamen am Ende des Bandes einen Überblick dazu verschaffen, welche Namen erfasst und im Nachschlageteil verzeichnet wurden. Im Namenverzeichnis findet der weitergehend interessierte Leser noch eine Zusammenstellung der wichtigsten biblischen Namen sowie eine Übersicht zu den bedeutendsten Namen aus der griechisch-römischen sowie der germanischen Mythologie, wie etwa Penelope oder Siegfried, die sich natürlich im Nachschlageteil samt Erklärung wiederfinden. Für den akademisch geschulten Leser bietet das Literaturverzeichnis am Ende des Lexikons eine Übersicht zu den verwendeten Handbüchern, Untersuchungen, Namensammlungen und anderen Quellen. Die Vorbemerkungen sind mit knapp 20 Seiten erfreulich ausführlich gehalten und aufgrund ihrer kapitelgeordneten Struktur inhaltlich sehr gewinnbringend. So werden neben der gegenwärtigen Namengebung und den heutigen Namenmoden auch die Herkunft und Rechtschreibung der Vornamen erläutert, die sich zum Großteil auf eine germanisch-altdeutsche, hebräische oder griechisch-lateinische Herkunft zurückführen lassen. Erwähnenswert ist außerdem, dass den Angaben der Autoren zufolge nur jeweils circa drei Prozent eines Jahrgangs mit den so genannten Modenamen gerufen werden. Den Abschluss der Vorbemerkungen bilden Informationen zu den rechtlichen Bestimmungen der Namengebung, die vor allem darauf abheben, das jeweilige Kind mit seinem Namen nicht zu hänseln oder zu brandmarken, so dass etwa Vornamen wie Nichtsnutz oder Satan vom Standesbeamten – der sich bei der Eintragung ins Register an seine 'Dienstanweisung für Standesbeamte und ihre Aufsichtsbehörden' hält – gemeinhin abgelehnt werden. Allgemein verbindliche Vorschriften zur Vergabe und Zulassung von Vornamen gibt es jedoch Kohlheims zufolge nicht. Im Ganzen bleibt zu sagen, dass mit der Neu-Auflage und Überarbeitung des Vornamen-Lexikons ein zuverlässiges Nachschlagewerk vorliegt, das die Materie der Namensforschung und -erklärung in seinem Textteil immer wieder mit einzelnen Bildern und Infographiken ergänzt, sodass eine durchgehende Lektüre zwar nach wie vor eher unwahrscheinlich bleibt, jedoch das gezielte Nachschlagen umso informativer wird.

Kaum ein Bereich ist derart persönlich gehalten wie derjenige des eigenen (Vor-)Namens; begleitet er seinen Träger in der Regel doch ein Leben lang. Der Name eines Kindes wird üblicherweise von den Eltern des neu geborenen Kindes ausgesucht und nach einer kurzen Frist auf dem Standesamt durch einen Beamten eingetragen, das heißt, in einer bestimmen Schreibweise schriftlich fixiert. Daran ist dann ohne weiteres nicht mehr zu rütteln.

Heißt das Kind nun Maike oder Meike? Matthias oder Mattias? In letzterem Fall ist der Unterschied nicht allzu gravierend, da beide Schreibweisen auf den Namen des Jüngers Matthias, einen der Anhänger Jesu, zurückgehen und ihrem (hebräischen) Wortlaut nach 'Gabe Jahwes' bedeuten. Im Fall Maike bzw. Meike sieht es dagegen anders aus: Beide Namensformen stammen zwar aus dem niederdeutsch-friesischen Sprachraum, jedoch stellt 'Maike' eine Koseform zu Maria – einem hebräisch-stämmmigen Namen also – dar, wohingegen 'Meike' eine Koseform zu der Namengruppe mit 'Mein' – also etwa Meinhild – darstellt, die auf Althochdeutsch 'magan' bzw. 'megin' als Wort für Stärke, Macht oder Kraft und 'hiltja' für Kampf zurückgeht. Demnach liegen mit Maike und Meike laut Vornamen-Lexikon zwei vollkommen unterschiedliche Namensformen vor, die nur auf den ersten Blick ähnlich erscheinen.

Gut also, wenn man sich solche Unterschiede vor der Vergabe eines Namens vor Augen führen kann. Mit seinen gut 360 Seiten ist der Nachschlageteil zu den einzelnen Vornamen in Rosa und Volker Kohlheims Lexikon denn auch erwartungsgemäß umfangreich und bildet gleichsam die namentliche Substanz des Buches. Darüber hinaus kann sich der Leser in einer Gesamtübersicht zu den männlichen und weiblichen Vornamen am Ende des Bandes einen Überblick dazu verschaffen, welche Namen erfasst und im Nachschlageteil verzeichnet wurden. Im Namenverzeichnis findet der weitergehend interessierte Leser noch eine Zusammenstellung der wichtigsten biblischen Namen sowie eine Übersicht zu den bedeutendsten Namen aus der griechisch-römischen sowie der germanischen Mythologie, wie etwa Penelope oder Siegfried, die sich natürlich im Nachschlageteil samt Erklärung wiederfinden.

Für den akademisch geschulten Leser bietet das Literaturverzeichnis am Ende des Lexikons eine Übersicht zu den verwendeten Handbüchern, Untersuchungen, Namensammlungen und anderen Quellen. Die Vorbemerkungen sind mit knapp 20 Seiten erfreulich ausführlich gehalten und aufgrund ihrer kapitelgeordneten Struktur inhaltlich sehr gewinnbringend. So werden neben der gegenwärtigen Namengebung und den heutigen Namenmoden auch die Herkunft und Rechtschreibung der Vornamen erläutert, die sich zum Großteil auf eine germanisch-altdeutsche, hebräische oder griechisch-lateinische Herkunft zurückführen lassen. Erwähnenswert ist außerdem, dass den Angaben der Autoren zufolge nur jeweils circa drei Prozent eines Jahrgangs mit den so genannten Modenamen gerufen werden. Den Abschluss der Vorbemerkungen bilden Informationen zu den rechtlichen Bestimmungen der Namengebung, die vor allem darauf abheben, das jeweilige Kind mit seinem Namen nicht zu hänseln oder zu brandmarken, so dass etwa Vornamen wie Nichtsnutz oder Satan vom Standesbeamten – der sich bei der Eintragung ins Register an seine 'Dienstanweisung für Standesbeamte und ihre Aufsichtsbehörden' hält – gemeinhin abgelehnt werden. Allgemein verbindliche Vorschriften zur Vergabe und Zulassung von Vornamen gibt es jedoch Kohlheims zufolge nicht.

Im Ganzen bleibt zu sagen, dass mit der Neu-Auflage und Überarbeitung des Vornamen-Lexikons ein zuverlässiges Nachschlagewerk vorliegt, das die Materie der Namensforschung und -erklärung in seinem Textteil immer wieder mit einzelnen Bildern und Infographiken ergänzt, sodass eine durchgehende Lektüre zwar nach wie vor eher unwahrscheinlich bleibt, jedoch das gezielte Nachschlagen umso informativer wird.

geschrieben am 05.11.2007 | 534 Wörter | 3407 Zeichen

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