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Leben im Blindflug


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Rezension von

Anna Kneisel

Leben im Blindflug Wie fĂŒhlt es sich an, wenn man mit der Gewissheit leben muss, eines Tages völlig zu erblinden, wie geht man damit um? Die Protagonistin dieses Romans mit autobiographischen ZĂŒgen hat eine erbliche und unheilbare Augenkrankheit, die ein stĂ€ndiger Begleiter ist; die schwarzen Löcher in ihrem Gesichtsfeld werden immer grĂ¶ĂŸer und dennoch bleibt ihr Optimismus ungebrochen; sie gibt sich nicht auf und fĂŒhrt ein ereignisreiches Leben voller Abenteuerlust, denn sie will so viel wie möglich von der Welt, die sie umgibt, sehen, bevor es zu spĂ€t ist. In vierzehn Episoden nimmt sie den Leser mit auf die Reise, erzĂ€hlt von Höhen und Tiefen, vom Unausweichlichen, von Verlusten, aber auch von glĂŒcklichen Zeiten: der ersten Liebe, prĂ€genden Freundschaften, ihren Jahren in Peru, Reisen zu Wasser, zu Land und durch die Luft mit ihrem Mann als Pilot. Sie durchstreift die WĂŒste, sucht den Gletscher ihrer TrĂ€ume und erzĂ€hlt,wie sie mit dem immer kleiner werdenden Gesichtsfeld umgeht, teils radikale Entscheidungen trifft und unbeirrbar ihren Weg geht. Es sind autobiographische Episoden mit einer Prise Fantasie, voller Farben und Bilder, die gespannt machen auf jede weitere Seite. Resignation und Selbstmitleid sind nicht zu finden, denn sie ist eine KĂ€mpferin, das ist von Anfang an klar, als sie erzĂ€hlt, wie sie Mathematik studierte, zu einer Zeit, als Frauen in diesem Fach noch unerwĂŒnschte Exoten waren - und diese WillensstĂ€rke sollte ihr auch spĂ€ter noch in den unterschiedlichsten Lebenslagen helfen, seien es die vielen Tricks, um ohne grĂ¶ĂŸere Pannen durch den Schulalltag zu kommen, oder auch der Entschluss, gemeinsam mit ihrem Mann ohne große Erfahrung in ein Entwicklungsland zu gehen, um eine Schule aufbauen zu helfen. „Leben im Blindflug“ ist Brigitte Fischers Erstlingswerk und ich war mehr als begeistert von der lebhaften und unterhaltsamen ErzĂ€hlweise, der immer spĂŒrbaren Selbstironie aber auch -reflexion und ihrer unglaublichen FĂ€higkeit zur detaillierten Beobachtung. Ihr Werk macht Mut und zeigt, dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen kann und muss - ganz gleich, auf was fĂŒr Schwierigkeiten man trifft. Ihr großer Optimismus ist bewundernswert und ich kann nur jedem empfehlen, sich mit auf die Reise nehmen zu lassen!

Wie fĂŒhlt es sich an, wenn man mit der Gewissheit leben muss, eines Tages völlig zu erblinden, wie geht man damit um?

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Die Protagonistin dieses Romans mit autobiographischen ZĂŒgen hat eine erbliche und unheilbare Augenkrankheit, die ein stĂ€ndiger Begleiter ist; die schwarzen Löcher in ihrem Gesichtsfeld werden immer grĂ¶ĂŸer und dennoch bleibt ihr Optimismus ungebrochen; sie gibt sich nicht auf und fĂŒhrt ein ereignisreiches Leben voller Abenteuerlust, denn sie will so viel wie möglich von der Welt, die sie umgibt, sehen, bevor es zu spĂ€t ist.

In vierzehn Episoden nimmt sie den Leser mit auf die Reise, erzĂ€hlt von Höhen und Tiefen, vom Unausweichlichen, von Verlusten, aber auch von glĂŒcklichen Zeiten: der ersten Liebe, prĂ€genden Freundschaften, ihren Jahren in Peru, Reisen zu Wasser, zu Land und durch die Luft mit ihrem Mann als Pilot. Sie durchstreift die WĂŒste, sucht den Gletscher ihrer TrĂ€ume und erzĂ€hlt,wie sie mit dem immer kleiner werdenden Gesichtsfeld umgeht, teils radikale Entscheidungen trifft und unbeirrbar ihren Weg geht.

Es sind autobiographische Episoden mit einer Prise Fantasie, voller Farben und Bilder, die gespannt machen auf jede weitere Seite. Resignation und Selbstmitleid sind nicht zu finden, denn sie ist eine KĂ€mpferin, das ist von Anfang an klar, als sie erzĂ€hlt, wie sie Mathematik studierte, zu einer Zeit, als Frauen in diesem Fach noch unerwĂŒnschte Exoten waren - und diese WillensstĂ€rke sollte ihr auch spĂ€ter noch in den unterschiedlichsten Lebenslagen helfen, seien es die vielen Tricks, um ohne grĂ¶ĂŸere Pannen durch den Schulalltag zu kommen, oder auch der Entschluss, gemeinsam mit ihrem Mann ohne große Erfahrung in ein Entwicklungsland zu gehen, um eine Schule aufbauen zu helfen.

„Leben im Blindflug“ ist Brigitte Fischers Erstlingswerk und ich war mehr als begeistert von der lebhaften und unterhaltsamen ErzĂ€hlweise, der immer spĂŒrbaren Selbstironie aber auch -reflexion und ihrer unglaublichen FĂ€higkeit zur detaillierten Beobachtung. Ihr Werk macht Mut und zeigt, dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen kann und muss - ganz gleich, auf was fĂŒr Schwierigkeiten man trifft. Ihr großer Optimismus ist bewundernswert und ich kann nur jedem empfehlen, sich mit auf die Reise nehmen zu lassen!

geschrieben am 16.06.2010 | 345 Wörter | 1937 Zeichen

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