
| ISBN | 3476123170 | |
| Autor | Elisabeth Katharina Paefgen | |
| Verlag | Metzler | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 223 | |
| Erscheinungsjahr | 2006 | |
| Extras | - |

Elisabeth Paefgens „Einführung in die Literaturdidaktik“ richtet sich, trotz des allgemein gehaltenen Titels, vornehmlich an Studenten der Germanistik. Die 2. Auflage wurde erweitert um Aspekte der neueren kanondidaktischen Diskussion, sowie aktuellere, lesedidaktische Reflexionen im Zusammenhang mit der PISA-Studie. Hinzugefügt wurde ebenfalls ein Kapitel über die Didaktik der literarischen Gattungen, während hingegen Detektiv- und Kriminalliteratur aus Paefgens Ausführungen gestrichen wurde. Besonders weist sie außerdem auf ihren abschließenden Entwurf einer Literatur-Film-Didaktik hin, da in den letzten Jahren Filme einen größeren Stellenwert in der Didaktik der Literatur einnehmen und als eigenständige Kunstform anerkannt sind.

Sehr umfangreich gestaltet sich auch der Bibliographie-Teil, der einige Ergänzungen durch neuere Publikationen erfahren hat.
Diese Veränderungen sind per se sicherlich günstig für den Inhalt. Allerdings sind Didaktikbücher immer ein Glücksspiel, denn man gerät leicht in Gefahr, ein rein theoretisches Buch zu erwischen, das lediglich mit der Didaktikgeschichte, nicht aber mit praktischen Beispielen aufwartet. - Dieses Buch gehört zu genannter Kategorie, was sehr schade ist, da Didaktik schließlich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch von Nutzen sein soll. Eine Stellungnahme der Autorin zu den verschiedenen Lehrmeinungen und Ideen - so zahlreich sie diese auch ins Feld führt- ist meist eher versteckt anzutreffen bspw. durch Zitieren aus eigenen Veröffentlichungen oder bewusstes Gegenüberstellen verschiedener Modelle.
Für eine fundierte Einführung in die theoretischen Hintergründe, beispielsweise zu Recherchezwecken für eine Seminararbeit oder ein Referat, ist dieser Band durchaus zu empfehlen. Hierfür ist die zusammengetragene Bibliographie tasächlich hilfreich. Wer aber Praxiskenntnisse nach der doch recht anstrengenden Lektüre erwartet, der wird sehr enttäuscht werden.
geschrieben am 04.01.2010 | 247 Wörter | 1724 Zeichen
Kommentare zur Rezension (0)
Platz für Anregungen und Ergänzungen