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Keine Zeit und trotzdem fit


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Rezension von

Lesefreund

Keine Zeit und trotzdem fit „Minutentraining für Vielbeschäftigte“ wollen die beiden Autoren Gert und Marlén von Kunhardt dem Leser mit ihrem Buch vermitteln. Auf gut 150 Seiten finden sich daher neben den obligatorischen Textelementen auch Abbildungen und illustrierte Anleitungen, die den Leser im Berufsalltag fitter machen sollen – oder besser gesagt: die den Berufsalltag für den Leser fitter machen sollen. Neben ihren Hinweisen auf die Probleme und Folgen der heutzutage vermehrt auftretenden sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie beispielsweise Bewegungsmangel oder zu reichhaltige Ernährung gehen Kunhardts jedoch auch auf das Extrem am anderen Ende der Leistungsskala ein: auf das Zuviel an Sport und an falsch verstandenem Leistungswillen beim Training. Zuviel Bewegung, zuviel Anstrengung und schließlich zu viel Verausgabung sind auf Dauer, sofern sie ohne gesundes Maß betrieben werden, nämlich auch nicht viel mehr als der beschleunigte Nagel zum Sarg oder doch jedenfalls ein Weg in Richtung vorzeitige Erschöpfung der eigenen Kraftreserven. Und dass diese beschränkt sind, betonen die beiden Autoren unter Verweis auf medizinische Forschungsergebnisse mit Nachdruck. Der Mensch ist nicht unendlich leistungsfähig, sondern verfügt jeweils nur über ein individuelles Reservoir an Energie. Ist dieses erschöpft, ist es auch der Mensch. Eine überaus interessante Beobachtung ist dabei die Feststellung der Kunhardts, dass Sport den Energievorrat des Menschen nicht strapaziert, sondern diesen vielmehr sogar zu schonen helfen vermag. Wie das? Der Schlüssel zum Verständnis dieses Phänomens liegt in den Grundlagen des menschlichen Stoffwechsels begründet. Das menschliche Herz als Kernstück der Vitalität versorgt den gesamten Körper über das System der Blutgefäße mit Sauerstoff, indem es diesen von einem Ort zum anderen transportiert und gleichzeitig auch für den Abtransport des sauerstoffarmen Blutes sorgt. Ist das Herz nun durch einen bewegungsarmen Alltag geschwächt, der trotz des Zurücklegens größerer Entfernungen – etwa mit dem Auto oder mit der Bahn – zumeist kaum körperliche Betätigung verschafft, so muss es ein Mehr an Energie und Kraft aufwenden, um die Sauerstoffversorgung im Körper aufrechterhalten zu können. Gelingt dies nicht, kann es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Doch dies sind extreme Fälle. Normalerweise braucht das Herz einfach nur eine gewisse Menge Energie, um den ganzen Körper versorgen zu können. Ist es jedoch aufgrund einer erhöhten körperlichen Aktivität gestärkt, so wird auch der Herzmuskel kräftiger und braucht entsprechend weniger Energie, um die Versorgung des Körpers aufrecht zu erhalten. Nach dieser Rechnung der Kunhardts und vieler Forscher entwickelt sich die Bilanz also zugunsten des bewegungsbetonteren Lebens, sodass am Ende mehr Energieerhalt für den Aktiven herausspringt. Es lohnt sich also, die eigenen Kräfte zu mobilisieren, da ein Zuwenig an Bewegung auf Dauer die Energiereserven nicht schont, sondern eher verplempert. Wie erreicht man nun aber einen optimalen Ausgleich zwischen dem – berechtigten – Bedürfnis des Körpers nach Ruhe und Entspannung und der dringend anzuratenden körperlichen Minimalbetätigung? Die Antwort der Kunhardts lautet: Ein gezieltes Training, bei dem der Einzelne jeweils innerhalb seiner Wohlfühlzone bleibt, bringt aufs Ganze gesehen mehr als ein kurzzeitiges Scheuchen gegen den eigenen Willen. Das „Mit sich selbst befreundet sein“, wie es der Lebenskunst-Philosoph Wilhelm Schmid einmal formuliert hat, gilt demnach auch für den Bereich des Sports, wie ihn Kunhardts schildern. Im Gegensatz zu manchem Verausgabungs-Ratgeber in Sachen Sport formulieren die beiden Autoren mit diesem Buch ein gut annehmbares Konzept, welches dem Leser durch ein gezieltes Weniger an Belastung ein klares Mehr an Lebensqualität verschaffen soll. Diese Sichtweise könnte der Beginn eines Weltbilds sein, das den Erfolg des Wellness-Sports nicht mehr so sehr nach den Schweißperlen und Verzerrungsfalten auf den Stirnen von Kursteilnehmern oder Fitnessstudio-Gästen bemisst, sondern das dem Einzelnen aufgrund einer langfristig ausgerichteten Perspektive zu einem sportlichen Anforderungsprofil verhilft, das ihm – und sonst niemandem – gerecht wird, und mit dem er sich deshalb wohlfühlen und dadurch gesund bleiben kann. Der Sport ist schließlich für die Menschen da und nicht die Menschen für den Sport.

„Minutentraining für Vielbeschäftigte“ wollen die beiden Autoren Gert und Marlén von Kunhardt dem Leser mit ihrem Buch vermitteln. Auf gut 150 Seiten finden sich daher neben den obligatorischen Textelementen auch Abbildungen und illustrierte Anleitungen, die den Leser im Berufsalltag fitter machen sollen – oder besser gesagt: die den Berufsalltag für den Leser fitter machen sollen. Neben ihren Hinweisen auf die Probleme und Folgen der heutzutage vermehrt auftretenden sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie beispielsweise Bewegungsmangel oder zu reichhaltige Ernährung gehen Kunhardts jedoch auch auf das Extrem am anderen Ende der Leistungsskala ein: auf das Zuviel an Sport und an falsch verstandenem Leistungswillen beim Training.

Zuviel Bewegung, zuviel Anstrengung und schließlich zu viel Verausgabung sind auf Dauer, sofern sie ohne gesundes Maß betrieben werden, nämlich auch nicht viel mehr als der beschleunigte Nagel zum Sarg oder doch jedenfalls ein Weg in Richtung vorzeitige Erschöpfung der eigenen Kraftreserven. Und dass diese beschränkt sind, betonen die beiden Autoren unter Verweis auf medizinische Forschungsergebnisse mit Nachdruck. Der Mensch ist nicht unendlich leistungsfähig, sondern verfügt jeweils nur über ein individuelles Reservoir an Energie. Ist dieses erschöpft, ist es auch der Mensch.

Eine überaus interessante Beobachtung ist dabei die Feststellung der Kunhardts, dass Sport den Energievorrat des Menschen nicht strapaziert, sondern diesen vielmehr sogar zu schonen helfen vermag. Wie das? Der Schlüssel zum Verständnis dieses Phänomens liegt in den Grundlagen des menschlichen Stoffwechsels begründet. Das menschliche Herz als Kernstück der Vitalität versorgt den gesamten Körper über das System der Blutgefäße mit Sauerstoff, indem es diesen von einem Ort zum anderen transportiert und gleichzeitig auch für den Abtransport des sauerstoffarmen Blutes sorgt. Ist das Herz nun durch einen bewegungsarmen Alltag geschwächt, der trotz des Zurücklegens größerer Entfernungen – etwa mit dem Auto oder mit der Bahn – zumeist kaum körperliche Betätigung verschafft, so muss es ein Mehr an Energie und Kraft aufwenden, um die Sauerstoffversorgung im Körper aufrechterhalten zu können.

Gelingt dies nicht, kann es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Doch dies sind extreme Fälle. Normalerweise braucht das Herz einfach nur eine gewisse Menge Energie, um den ganzen Körper versorgen zu können. Ist es jedoch aufgrund einer erhöhten körperlichen Aktivität gestärkt, so wird auch der Herzmuskel kräftiger und braucht entsprechend weniger Energie, um die Versorgung des Körpers aufrecht zu erhalten. Nach dieser Rechnung der Kunhardts und vieler Forscher entwickelt sich die Bilanz also zugunsten des bewegungsbetonteren Lebens, sodass am Ende mehr Energieerhalt für den Aktiven herausspringt. Es lohnt sich also, die eigenen Kräfte zu mobilisieren, da ein Zuwenig an Bewegung auf Dauer die Energiereserven nicht schont, sondern eher verplempert.

Wie erreicht man nun aber einen optimalen Ausgleich zwischen dem – berechtigten – Bedürfnis des Körpers nach Ruhe und Entspannung und der dringend anzuratenden körperlichen Minimalbetätigung? Die Antwort der Kunhardts lautet: Ein gezieltes Training, bei dem der Einzelne jeweils innerhalb seiner Wohlfühlzone bleibt, bringt aufs Ganze gesehen mehr als ein kurzzeitiges Scheuchen gegen den eigenen Willen. Das „Mit sich selbst befreundet sein“, wie es der Lebenskunst-Philosoph Wilhelm Schmid einmal formuliert hat, gilt demnach auch für den Bereich des Sports, wie ihn Kunhardts schildern. Im Gegensatz zu manchem Verausgabungs-Ratgeber in Sachen Sport formulieren die beiden Autoren mit diesem Buch ein gut annehmbares Konzept, welches dem Leser durch ein gezieltes Weniger an Belastung ein klares Mehr an Lebensqualität verschaffen soll.

Diese Sichtweise könnte der Beginn eines Weltbilds sein, das den Erfolg des Wellness-Sports nicht mehr so sehr nach den Schweißperlen und Verzerrungsfalten auf den Stirnen von Kursteilnehmern oder Fitnessstudio-Gästen bemisst, sondern das dem Einzelnen aufgrund einer langfristig ausgerichteten Perspektive zu einem sportlichen Anforderungsprofil verhilft, das ihm – und sonst niemandem – gerecht wird, und mit dem er sich deshalb wohlfühlen und dadurch gesund bleiben kann. Der Sport ist schließlich für die Menschen da und nicht die Menschen für den Sport.

geschrieben am 29.01.2008 | 618 Wörter | 3850 Zeichen

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