Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

beck´sche Reihe: Der Koran


Statistiken
  • 7533 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Buchreihe
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Anna Kneisel

Der Koran Bereits in der 7. Auflage erschienen ist das Bändchen Hartmut Bobzins über den Koran, das heilige Buch des Islam, welches nach wie vor Stoff für Diskussionen liefert – wie es die Bibel ja auch tut. Bobzin liefert gleich zu Beginn eine Aussprachehilfe für arabische Begriffe, da dem durchschnittlichen Abendländer diese Sprache so einige Schwierigkeiten bereiten dürfte. – Eine gute und hilfreiche Idee. Interessant ist es, die historischen Hintergründe und Diskussionen um dieses Buch nachzuvollziehen, von der a-chronologischen Anordnung der Suren (sie sind nach ihrer Länge absteigend geordnet) über die Rezeption im Abendland bis hin zu inhaltlichen Fragen und Problemen. Er weist auf Widersprüche hin, welche die Deutung erschweren, wie beispielsweise den Umgang mit und die Behandlung von Ungläubigen. Aber auch Grundlegendes wird geklärt, wie die Bedeutung und Etymologie des Wortes Koran und Sure. Ein wenig zu bedauern ist jedoch, dass die besprochenen Textstellen lediglich in deutscher Übersetzung und nicht auch im Original aufgeführt werden- was aber auf die Seitenbeschränkung zurückzuführen sein dürfte und daher nicht weiter ins Gewicht fällt. – Nicht zuletzt, weil Schlüsselbegriffe der jeweiligen Textstelle oftmals dennoch auf Arabisch genannt werden. Ebenso wie mit Mohammed, „dem Warner“ und seiner Position als der letzte große von vielen Propheten, zu denen auch Jesus gehört, befasst sich Bobzin mit der Existenz von anderen Mächten neben Allah und somit auch mit der Frage, wie sehr es sich beim Islam tatsächlich um eine monotheistisch geprägte Religion handelt. Der heiklen Frage nach dem „heiligen Krieg“ und seiner Grundlage im Koran widmet er sich im Kapitel über den Koran als Gesetzbuch. Rein christliche Sichtweisen werden dabei in diesem Bereich vorsichtig zurückgehalten, es reicht auch schon, dass man als Leser sein Kulturgut unbewusst kontinuierlich zum Vergleich heranzieht. Bobzin schreibt neutral und gleichzeitig fachkundig, wodurch er ein möglichst ungefärbtes Bild des Korans zu geben sucht. Der Interessentenkreis für die eigentlichen Inhalte des Korans dürfte auch durch die politischen Entwicklungen der letzten Jahre seit dem 11. September 2001 gewachsen sein und so ist die Lektüre des einführenden Bändchens nur zu empfehlen. – Die wiederholte Auflage desselben spricht für sich.

Bereits in der 7. Auflage erschienen ist das Bändchen Hartmut Bobzins über den Koran, das heilige Buch des Islam, welches nach wie vor Stoff für Diskussionen liefert – wie es die Bibel ja auch tut.

weitere Rezensionen von Anna Kneisel

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
25.11.2024
3
20.11.2024
4
26.09.2024
5
02.09.2024

Bobzin liefert gleich zu Beginn eine Aussprachehilfe für arabische Begriffe, da dem durchschnittlichen Abendländer diese Sprache so einige Schwierigkeiten bereiten dürfte. – Eine gute und hilfreiche Idee.

Interessant ist es, die historischen Hintergründe und Diskussionen um dieses Buch nachzuvollziehen, von der a-chronologischen Anordnung der Suren (sie sind nach ihrer Länge absteigend geordnet) über die Rezeption im Abendland bis hin zu inhaltlichen Fragen und Problemen. Er weist auf Widersprüche hin, welche die Deutung erschweren, wie beispielsweise den Umgang mit und die Behandlung von Ungläubigen. Aber auch Grundlegendes wird geklärt, wie die Bedeutung und Etymologie des Wortes Koran und Sure. Ein wenig zu bedauern ist jedoch, dass die besprochenen Textstellen lediglich in deutscher Übersetzung und nicht auch im Original aufgeführt werden- was aber auf die Seitenbeschränkung zurückzuführen sein dürfte und daher nicht weiter ins Gewicht fällt. – Nicht zuletzt, weil Schlüsselbegriffe der jeweiligen Textstelle oftmals dennoch auf Arabisch genannt werden.

Ebenso wie mit Mohammed, „dem Warner“ und seiner Position als der letzte große von vielen Propheten, zu denen auch Jesus gehört, befasst sich Bobzin mit der Existenz von anderen Mächten neben Allah und somit auch mit der Frage, wie sehr es sich beim Islam tatsächlich um eine monotheistisch geprägte Religion handelt. Der heiklen Frage nach dem „heiligen Krieg“ und seiner Grundlage im Koran widmet er sich im Kapitel über den Koran als Gesetzbuch. Rein christliche Sichtweisen werden dabei in diesem Bereich vorsichtig zurückgehalten, es reicht auch schon, dass man als Leser sein Kulturgut unbewusst kontinuierlich zum Vergleich heranzieht. Bobzin schreibt neutral und gleichzeitig fachkundig, wodurch er ein möglichst ungefärbtes Bild des Korans zu geben sucht.

Der Interessentenkreis für die eigentlichen Inhalte des Korans dürfte auch durch die politischen Entwicklungen der letzten Jahre seit dem 11. September 2001 gewachsen sein und so ist die Lektüre des einführenden Bändchens nur zu empfehlen. – Die wiederholte Auflage desselben spricht für sich.

geschrieben am 17.09.2009 | 341 Wörter | 2039 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen