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Die 101 wichtigsten Fragen - Antike


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Rezension von

Lesefreund

Die 101 wichtigsten Fragen - Antike Das Fragen ist in Deutschland wieder in Mode gekommen. Besonders das Fragen nach Wissen. Ob man sich nun im TV mit Jauch und Co zum monetären Milionär zu adeln versucht oder einfach nur neugierig auf die Welt und ihre Geheimnisse ist. Wer fragt, bleibt nicht dumm - und ist es auch nicht. Im Gegenteil, die Fähigkeit scheinbar Vertrautes kritisch zu betrachten, zeugt von Intelligenz und Beobachtungsschärfe. Der von Stefan Rebenich - seines Zeichens Alt-Historiker in Bern - zusammengestellte Band zur Antike ist entgegen den üblichen Lese-Gewohnheiten jedoch kein rein informierender Text, sondern ebenso ein fragendes Gegenüber. Gleich in der Einleitung wird der Leser unumwunden mit der zentralen Fragestellung konfrontiert: Was ist die Antike? Wie Rebenich schreibt, gebe es keine allgemeingültige Definition des Anike-Begriffs. Diese Antwort scheint ernüchternd, doch dafür inhaltlich umso tragbarer zu sein. Man sollte sich von Rebenich keine Gewissheiten über - endlich zu Ende rekonstruierte - Forschungsgegenstände oder allgemein gültige Begriffe zur Antike erhoffen. Was der Autor leistet, ist keine erschöpfende Gesamt-Aussage zur Antike als vielmehr ein Nachdenken über einzelne Felder dieses epochalen Phänomens. So geht Rebenich denn auch ohne Umwege medias in res. Mit einer Zeittafel, welche die jeweiligen Epochen-Abschnitte benennt und datiert. Dass die so genannte Archaische Zeit auch das Zeitalter Homers genannt wird, ist eine Information, die sich noch unter dem Stichwort Bildungs-Wissen subsumieren lässt. Dass aber dieser Zeit, die bis ins achte Jahrhundert vor Christus zurückreicht noch zwei weitere Epochen vorangehen, von denen die älteste, die Ägäische Bronze-Zeit, mit gut anderthalb Jahrtausenden Entwicklungsgeschichte von circa 2500 bis 1050 vor Christus zu Buche schlägt, ist ein Umstand, dessen sich wohl die wenigsten auf Anhieb bewusst wären. Die von Rebenich bei seiner Kurzbetrachtung der Antike aufgestellten Abschnitte befassen sich nicht nur mit den politischen Institutionen, den sozialen Strukturen, Aspekten der Religion und des Kultus, sondern auch mit der Wirtschaft, der Technik und dem Militär sowie mit der Kultur und Literatur mitsamt Bildung und dem Bereich Wissen. Unter der Überschrift 'Lebenswelten und Lebensräume' geht Rebenich Fragen des praktischen Lebens nach. Wie maß man die Zeit? Wer lebte gut, wer lebte schlecht in der Hauptstadt des römischen Reiches? Und wie sah das tägliche Leben aus? Wie aß man, und welche Gesellschaft versammelte man dabei jeweils um sich? Der Abschnitt über 'Männer und Frauen - und die alte Geschichte' bringt als letztes Groß-Kapitel schließlich Licht in das Dunkel mancher Namen, die sich entweder auf historische oder mythologische Figuren beziehen. Wer war Medea? Wer Penthesilea? Warum nennt man Konstantin vor allem den Großen und Kaiser Julian einen Apostata - also: Abtrünnigen? Aller Kürze zum Trotz ist der kleine Band von Rebenich insgesamt doch eine sehr informative Lektüre für den interessierten Leser. Wer Antworten auf allgemeine Fragen zur Antike sucht oder noch keine genauen Fragen hat, die er an einen Fachmann richten könnte, für den ist der Fragen-Band aus der Reihe Beck mit hoher Wahrscheinlichkeit ein passender Einstieg. Er findet neben kritischen - und zuweilen amüsanten - Beobachtungen auch Anregunden für ein weitergehendes eigenes Fragen. Die hin und wieder eingestreuten Abbildungen und Photographien geben dem Leser dabei einen guten Teil Anschaulichkeit mit auf den Lektüre-Weg. Wer sich anregen und manchmal auch ein wenig verblüffen lassen will, dem sei dieser Band empfohlen.

Das Fragen ist in Deutschland wieder in Mode gekommen. Besonders das Fragen nach Wissen. Ob man sich nun im TV mit Jauch und Co zum monetären Milionär zu adeln versucht oder einfach nur neugierig auf die Welt und ihre Geheimnisse ist. Wer fragt, bleibt nicht dumm - und ist es auch nicht. Im Gegenteil, die Fähigkeit scheinbar Vertrautes kritisch zu betrachten, zeugt von Intelligenz und Beobachtungsschärfe.

Der von Stefan Rebenich - seines Zeichens Alt-Historiker in Bern - zusammengestellte Band zur Antike ist entgegen den üblichen Lese-Gewohnheiten jedoch kein rein informierender Text, sondern ebenso ein fragendes Gegenüber. Gleich in der Einleitung wird der Leser unumwunden mit der zentralen Fragestellung konfrontiert: Was ist die Antike? Wie Rebenich schreibt, gebe es keine allgemeingültige Definition des Anike-Begriffs. Diese Antwort scheint ernüchternd, doch dafür inhaltlich umso tragbarer zu sein.

Man sollte sich von Rebenich keine Gewissheiten über - endlich zu Ende rekonstruierte - Forschungsgegenstände oder allgemein gültige Begriffe zur Antike erhoffen. Was der Autor leistet, ist keine erschöpfende Gesamt-Aussage zur Antike als vielmehr ein Nachdenken über einzelne Felder dieses epochalen Phänomens.

So geht Rebenich denn auch ohne Umwege medias in res. Mit einer Zeittafel, welche die jeweiligen Epochen-Abschnitte benennt und datiert. Dass die so genannte Archaische Zeit auch das Zeitalter Homers genannt wird, ist eine Information, die sich noch unter dem Stichwort Bildungs-Wissen subsumieren lässt. Dass aber dieser Zeit, die bis ins achte Jahrhundert vor Christus zurückreicht noch zwei weitere Epochen vorangehen, von denen die älteste, die Ägäische Bronze-Zeit, mit gut anderthalb Jahrtausenden Entwicklungsgeschichte von circa 2500 bis 1050 vor Christus zu Buche schlägt, ist ein Umstand, dessen sich wohl die wenigsten auf Anhieb bewusst wären.

Die von Rebenich bei seiner Kurzbetrachtung der Antike aufgestellten Abschnitte befassen sich nicht nur mit den politischen Institutionen, den sozialen Strukturen, Aspekten der Religion und des Kultus, sondern auch mit der Wirtschaft, der Technik und dem Militär sowie mit der Kultur und Literatur mitsamt Bildung und dem Bereich Wissen.

Unter der Überschrift 'Lebenswelten und Lebensräume' geht Rebenich Fragen des praktischen Lebens nach. Wie maß man die Zeit? Wer lebte gut, wer lebte schlecht in der Hauptstadt des römischen Reiches? Und wie sah das tägliche Leben aus? Wie aß man, und welche Gesellschaft versammelte man dabei jeweils um sich?

Der Abschnitt über 'Männer und Frauen - und die alte Geschichte' bringt als letztes Groß-Kapitel schließlich Licht in das Dunkel mancher Namen, die sich entweder auf historische oder mythologische Figuren beziehen. Wer war Medea? Wer Penthesilea? Warum nennt man Konstantin vor allem den Großen und Kaiser Julian einen Apostata - also: Abtrünnigen?

Aller Kürze zum Trotz ist der kleine Band von Rebenich insgesamt doch eine sehr informative Lektüre für den interessierten Leser. Wer Antworten auf allgemeine Fragen zur Antike sucht oder noch keine genauen Fragen hat, die er an einen Fachmann richten könnte, für den ist der Fragen-Band aus der Reihe Beck mit hoher Wahrscheinlichkeit ein passender Einstieg. Er findet neben kritischen - und zuweilen amüsanten - Beobachtungen auch Anregunden für ein weitergehendes eigenes Fragen. Die hin und wieder eingestreuten Abbildungen und Photographien geben dem Leser dabei einen guten Teil Anschaulichkeit mit auf den Lektüre-Weg. Wer sich anregen und manchmal auch ein wenig verblüffen lassen will, dem sei dieser Band empfohlen.

geschrieben am 19.08.2007 | 521 Wörter | 3121 Zeichen

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