Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Das Theologen-Quartett


Statistiken
  • 6567 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Hiram Kümper

Das Theologen-Quartett Mit dem „Theologen-Quartett“ hat der Münsteraner Ordinarius für Praktische Theologie Wilfried Engemann ein klassisches „Bildungsquartett“ vorgelegt, wie es in Deutschland vor allem seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunächst für einschlägigen Sujets bürgerlicher Bildung wie Komponisten, Opern oder Architektur zunehmend beliebter wurden. In diesem Fall ist die Zielgruppe sicherlich eine kleinere, die sich hauptsächlich aus Fachvertretern selbst, aus Pfarrern, Theologen und Studierenden der Theologie, zusammensetzen dürfte: Auf 48 Karten werden berühmte Theologen von der Antike bis in die Nachkriegszeit mit kurzen Biographien und qualitativ hochwertigen Portraits vorgestellt. Dass ab der Frühneuzeit („5. Pietismus und Aufklärung“) fast nur noch protestantische Theologen Aufnahmen gefunden haben – eine Ausnahme bilden neben den in „12. Ökumene“ aufgeführten nur noch Adolf Kolping (†1865), Maximilian Kolbe († 1941) und Karl Rahner († 1984) – ist mit Blick auf den Verlag verständlich, mit Blick auf den Titel aber bedauerlich, denn auch der Rezensent als „guter Protestant“ muss doch jenseits aller Konfessionstümelei eingestehen, dass auch die Leistungen der katholischen Theologie eine etwas eingehendere Würdigung, als das Verhältnis 6 zu 26 sie spiegelt, durchaus verdient hätten. Dennoch bleibt das „Theologen-Quartett“ ein Spiel, das man mit Spaß – dafür sind Spiele zunächst ja einmal da! – und auch mit Gewinn spielen kann. Die im Beiblatt vorgeschlagene Zusatzregel, der zufolge ein Gegenspieler die Karte nur dann erhält, wenn er ein spezielles Detail aus der Biografie des erfragten Theologen nennen kann, hat beinahe schon Repetitoriencharakter und kann sicher füglich zur Faktenkenntnis der (evangelischen) Theologiegeschichte beitragen. Schade eigentlich, dass die beliebte Adaption des alten Quartettspiels, das „Stechen“, wie es so Viele gewiss noch aus ihren Kindheitstagen für Auto- oder Sportquartetts kennen, mit diesem Spiel nicht ohne weiteres möglich ist. Gedankengut lässt sich nun einmal nicht so leicht quantifizieren wie Pferdestärken oder Rennerfolge.

Mit dem „Theologen-Quartett“ hat der Münsteraner Ordinarius für Praktische Theologie Wilfried Engemann ein klassisches „Bildungsquartett“ vorgelegt, wie es in Deutschland vor allem seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunächst für einschlägigen Sujets bürgerlicher Bildung wie Komponisten, Opern oder Architektur zunehmend beliebter wurden. In diesem Fall ist die Zielgruppe sicherlich eine kleinere, die sich hauptsächlich aus Fachvertretern selbst, aus Pfarrern, Theologen und Studierenden der Theologie, zusammensetzen dürfte: Auf 48 Karten werden berühmte Theologen von der Antike bis in die Nachkriegszeit mit kurzen Biographien und qualitativ hochwertigen Portraits vorgestellt.

Dass ab der Frühneuzeit („5. Pietismus und Aufklärung“) fast nur noch protestantische Theologen Aufnahmen gefunden haben – eine Ausnahme bilden neben den in „12. Ökumene“ aufgeführten nur noch Adolf Kolping (†1865), Maximilian Kolbe († 1941) und Karl Rahner († 1984) – ist mit Blick auf den Verlag verständlich, mit Blick auf den Titel aber bedauerlich, denn auch der Rezensent als „guter Protestant“ muss doch jenseits aller Konfessionstümelei eingestehen, dass auch die Leistungen der katholischen Theologie eine etwas eingehendere Würdigung, als das Verhältnis 6 zu 26 sie spiegelt, durchaus verdient hätten. Dennoch bleibt das „Theologen-Quartett“ ein Spiel, das man mit Spaß – dafür sind Spiele zunächst ja einmal da! – und auch mit Gewinn spielen kann. Die im Beiblatt vorgeschlagene Zusatzregel, der zufolge ein Gegenspieler die Karte nur dann erhält, wenn er ein spezielles Detail aus der Biografie des erfragten Theologen nennen kann, hat beinahe schon Repetitoriencharakter und kann sicher füglich zur Faktenkenntnis der (evangelischen) Theologiegeschichte beitragen. Schade eigentlich, dass die beliebte Adaption des alten Quartettspiels, das „Stechen“, wie es so Viele gewiss noch aus ihren Kindheitstagen für Auto- oder Sportquartetts kennen, mit diesem Spiel nicht ohne weiteres möglich ist. Gedankengut lässt sich nun einmal nicht so leicht quantifizieren wie Pferdestärken oder Rennerfolge.

geschrieben am 05.07.2006 | 290 Wörter | 1879 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen