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Ich wünschte, ich könnte dich hassen


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Rezension von

Nadia N.

Ich wünschte, ich könnte dich hassen Ist es möglich, Gefühle der Zuneigung für seinen Entführer zu entwickeln? Das ist die Frage, die sich dem Leser und der Protagonistin Gemma des Buches „Ich wünschte, ich könnte dich hassen“ von Lucy Christopher, stellt. Auf dem Flughafen von Bangkok wird Gemma entführt und fernab von jeglicher Zivilisation in die Wüste Australiens verschleppt. Immer wieder wagt sie einen Fluchtversuch, doch ohne Erfolg. Während der vielen Tage allein mit ihrem Entführer Ty, der verschlossen und geheimnisvoll wirkt, zugleich aber unerwartet sanft und vorsichtig im Umgang mit Gemma ist, lernt sie die Natur des australischen Outbacks, aber auch ihren Entführer kennen. Das hat zur Folge, dass sie allmählich nicht mehr nur Gefühle des Hasses und der Abneigung, sondern auch Sympathie, Mitleid und Zuneigung empfinden kann. An ihrem Drang nach Freiheit und ihren Fluchtplänen ändert das jedoch nichts. Ich habe das Buch im englischen Original gelesen, welches den Titel „Stolen – a letter to my captor“ trägt. An dem englischen Titel lässt sich schon die erste Besonderheit des Buches erkennen. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und stellt einen Brief dar, den Gemma an ihren Entführer, der stets mit „du“ angesprochen wird, geschrieben hat. Das gewährt tiefe Einblicke in Gemmas Gefühlswelt. Faszinierend ist zudem die Tatsache, dass Ty kein typischer Entführer ist, wie man ihn sich vielleicht vorstellt, sondern ein teilweise zwar seltsamer, doch auch sehr verletzlicher, freundlicher und vor allem einsamer Charakter. Erstaunt hat mich die Zuneigung, die man, ebenso wie Gemma, für den Entführer entwickelt, trotz seiner Fehler, Eigenheiten und der offensichtlichen Straftat der Entführung. Auch die Natur und die Verbundenheit zu dieser spielen eine wichtige Rolle. Lucy Christopher beschreibt die vermeintlich karge Wüstenlandschaft anschaulich und die Protagonisten zeichnet sie vielschichtig und nachvollziehbar. Und trotz dessen, dass fast das gesamte Buch nur von diesen zwei Personen handelt, verliert es nicht an Spannung oder interessanten Entwicklungen, denn neben dem schönen und fremden Schauplatz der Wüste Australiens, haben beide Charaktere viel zu bieten und es macht Spaß all das kennenzulernen. Das Ende, kein Happy-End, führt den Leser wieder zurück in die ‚Realität‘ des zivilisierten Australiens, bleibt aber recht offen und lässt viel Interpretationsspielraum. Fazit: Meiner Meinung nach ist das Buch absolut lesenswert, da die Protagonisten authentisch wirken und handeln und es eine mal etwas andere Liebesgeschichte ist.

Ist es möglich, Gefühle der Zuneigung für seinen Entführer zu entwickeln? Das ist die Frage, die sich dem Leser und der Protagonistin Gemma des Buches „Ich wünschte, ich könnte dich hassen“ von Lucy Christopher, stellt.

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Buchtitel

Auf dem Flughafen von Bangkok wird Gemma entführt und fernab von jeglicher Zivilisation in die Wüste Australiens verschleppt. Immer wieder wagt sie einen Fluchtversuch, doch ohne Erfolg. Während der vielen Tage allein mit ihrem Entführer Ty, der verschlossen und geheimnisvoll wirkt, zugleich aber unerwartet sanft und vorsichtig im Umgang mit Gemma ist, lernt sie die Natur des australischen Outbacks, aber auch ihren Entführer kennen. Das hat zur Folge, dass sie allmählich nicht mehr nur Gefühle des Hasses und der Abneigung, sondern auch Sympathie, Mitleid und Zuneigung empfinden kann. An ihrem Drang nach Freiheit und ihren Fluchtplänen ändert das jedoch nichts.

Ich habe das Buch im englischen Original gelesen, welches den Titel „Stolen – a letter to my captor“ trägt. An dem englischen Titel lässt sich schon die erste Besonderheit des Buches erkennen. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und stellt einen Brief dar, den Gemma an ihren Entführer, der stets mit „du“ angesprochen wird, geschrieben hat. Das gewährt tiefe Einblicke in Gemmas Gefühlswelt. Faszinierend ist zudem die Tatsache, dass Ty kein typischer Entführer ist, wie man ihn sich vielleicht vorstellt, sondern ein teilweise zwar seltsamer, doch auch sehr verletzlicher, freundlicher und vor allem einsamer Charakter. Erstaunt hat mich die Zuneigung, die man, ebenso wie Gemma, für den Entführer entwickelt, trotz seiner Fehler, Eigenheiten und der offensichtlichen Straftat der Entführung. Auch die Natur und die Verbundenheit zu dieser spielen eine wichtige Rolle. Lucy Christopher beschreibt die vermeintlich karge Wüstenlandschaft anschaulich und die Protagonisten zeichnet sie vielschichtig und nachvollziehbar. Und trotz dessen, dass fast das gesamte Buch nur von diesen zwei Personen handelt, verliert es nicht an Spannung oder interessanten Entwicklungen, denn neben dem schönen und fremden Schauplatz der Wüste Australiens, haben beide Charaktere viel zu bieten und es macht Spaß all das kennenzulernen. Das Ende, kein Happy-End, führt den Leser wieder zurück in die ‚Realität‘ des zivilisierten Australiens, bleibt aber recht offen und lässt viel Interpretationsspielraum.

Fazit: Meiner Meinung nach ist das Buch absolut lesenswert, da die Protagonisten authentisch wirken und handeln und es eine mal etwas andere Liebesgeschichte ist.

geschrieben am 28.07.2011 | 375 Wörter | 2225 Zeichen

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