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Quellen geistlichen Lebens Band 2. Das Mittelalter


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Rezension von

Hiram Kümper

Quellen geistlichen Lebens Band 2. Das Mittelalter Seit kurzem liegt nun der Mittelalter-Band der Reihe „Quellen geistlichen Lebens“ in einer neuen Auflage vor. Diese sehr behutsam überarbeitete Neuausgabe zwar unterscheidet sich nur geringfügig von der bereits vor gut zwanzig Jahren erschienenen Erstauflage, dennoch ist es zu begrüßen, dass diese besonnen erstellte und mittlerweile vielfach bewährte Quellensammlung auch weiterhin problemlos auf dem Buchmarkt greifbar bleibt. Begründet vom jüngst verstorbenen Wilhelm Geerlings hat die gesamte Reihe bereits einige Generationen von Studierenden, Forschenden und Interessierten in und durch die Geschichte der christlichen Frömmigkeit geführt. Sämtliche Texte sind in sehr akkuraten, zugleich aber ohne Widerstände lesbaren Übersetzungen wiedergegeben. Auf die Originaltexte ist verzichtet worden, entsprechende Nachweise aber finden sich seitengenau in einem Anhang (S. 292-295), sodass der Rückgriff auf die Originale problemlos möglich bleibt. An dieser Stelle muss auf den besonderen Wert gerade dieses zweiten, des Mittelalter-Bandes in der Gesamtreihe der „Quellen geistlichen Lebens“ hingewiesen werden: Denn besonders in diesem Band wird man Quellen finden, die zuvor noch nicht anderweitig ins Deutsche übersetzt worden sind. Das war bereits bei der Erstausgabe so und hat sich bisher kaum geändert. Auf der anderen Seite dagegen sind allerdings auch neuere Ausgaben der Originaltexte – beispielsweise die vorbildliche lateinisch-französische Neuedition des „Opus tripartitum“ Jean Gersons durch Gilbert Ouy (Gerson bilingue. Les deux rédactions, latine et française, de quelques œuvres du chancelier parisien, 1998) – bei der Neubearbeitung nicht berücksichtigt worden. Setzt man freilich den Aufwand einer Neuübersetzung „nur“ aufgrund neuer Editionslage ins Verhältnis mit dem zu erwartenden Erkenntnisgewinn für die Übersetzung, ist diese Entscheidung der Herausgeber sicher nachvollziehbar. Den einzelnen Texten vorweg geht eine kurze Einleitung, die ggf. auf Verfasser, Entstehungsumstände und zum Teil auch auf den Charakter der Ganzschrift eingeht, aus dem der jeweilige Quellenauszug entnommen wurde. Mancher Leser wird sich hier wenigstens ein Minimum an Literaturnachweisen wünschen – auf diese allerdings ist vollkommen verzichtet worden. In einem knappen Vorwort skizzieren die beiden Herausgeber den Geisteshorizont mittelalterlichen Frömmigkeit und dabei ganz explizit auch die einzelnen Quellen des Bandes in einen größeren Kontext ein. Insgesamt bleibt auch die Neuausgabe des Mittelalter-Bandes der „Quellen geistlichen Lebens“ – im Grunde wenig überraschend – was sein Vorgänger gewesen ist: ein absolut hilfreiches, ein lehrreiches und nicht zuletzt ein spannendes Lesebuch mittelalterlicher Frömmigkeitsgeschichte.

Seit kurzem liegt nun der Mittelalter-Band der Reihe „Quellen geistlichen Lebens“ in einer neuen Auflage vor. Diese sehr behutsam überarbeitete Neuausgabe zwar unterscheidet sich nur geringfügig von der bereits vor gut zwanzig Jahren erschienenen Erstauflage, dennoch ist es zu begrüßen, dass diese besonnen erstellte und mittlerweile vielfach bewährte Quellensammlung auch weiterhin problemlos auf dem Buchmarkt greifbar bleibt. Begründet vom jüngst verstorbenen Wilhelm Geerlings hat die gesamte Reihe bereits einige Generationen von Studierenden, Forschenden und Interessierten in und durch die Geschichte der christlichen Frömmigkeit geführt.

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Sämtliche Texte sind in sehr akkuraten, zugleich aber ohne Widerstände lesbaren Übersetzungen wiedergegeben. Auf die Originaltexte ist verzichtet worden, entsprechende Nachweise aber finden sich seitengenau in einem Anhang (S. 292-295), sodass der Rückgriff auf die Originale problemlos möglich bleibt.

An dieser Stelle muss auf den besonderen Wert gerade dieses zweiten, des Mittelalter-Bandes in der Gesamtreihe der „Quellen geistlichen Lebens“ hingewiesen werden: Denn besonders in diesem Band wird man Quellen finden, die zuvor noch nicht anderweitig ins Deutsche übersetzt worden sind. Das war bereits bei der Erstausgabe so und hat sich bisher kaum geändert. Auf der anderen Seite dagegen sind allerdings auch neuere Ausgaben der Originaltexte – beispielsweise die vorbildliche lateinisch-französische Neuedition des „Opus tripartitum“ Jean Gersons durch Gilbert Ouy (Gerson bilingue. Les deux rédactions, latine et française, de quelques œuvres du chancelier parisien, 1998) – bei der Neubearbeitung nicht berücksichtigt worden. Setzt man freilich den Aufwand einer Neuübersetzung „nur“ aufgrund neuer Editionslage ins Verhältnis mit dem zu erwartenden Erkenntnisgewinn für die Übersetzung, ist diese Entscheidung der Herausgeber sicher nachvollziehbar.

Den einzelnen Texten vorweg geht eine kurze Einleitung, die ggf. auf Verfasser, Entstehungsumstände und zum Teil auch auf den Charakter der Ganzschrift eingeht, aus dem der jeweilige Quellenauszug entnommen wurde. Mancher Leser wird sich hier wenigstens ein Minimum an Literaturnachweisen wünschen – auf diese allerdings ist vollkommen verzichtet worden. In einem knappen Vorwort skizzieren die beiden Herausgeber den Geisteshorizont mittelalterlichen Frömmigkeit und dabei ganz explizit auch die einzelnen Quellen des Bandes in einen größeren Kontext ein.

Insgesamt bleibt auch die Neuausgabe des Mittelalter-Bandes der „Quellen geistlichen Lebens“ – im Grunde wenig überraschend – was sein Vorgänger gewesen ist: ein absolut hilfreiches, ein lehrreiches und nicht zuletzt ein spannendes Lesebuch mittelalterlicher Frömmigkeitsgeschichte.

geschrieben am 26.11.2008 | 364 Wörter | 2447 Zeichen

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