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Natur und Kultur in J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings


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Rezension von

Luitgard Gebhardt

Natur und Kultur in J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings Circa 50 Jahre nach der Erstpublikation ist die „Herrn der Ringe“-Trilogie noch immer aktuell und der wissenschaftliche Diskurs über verschiedene Aspekte des Werkes noch immer interessant. Die vorliegende sprachwissenschaftliche Dissertation „Natur und Kultur in J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings“ behandelt auf hohem Niveau viel mehr Aspekte von Tolkiens Werk als der Titel vermuten lässt: Neben den beiden sehr weit gefassten Leitbegriffen und den dazu gehörigen Inhalten, stellt die Autorin fest, dass Tolkiens Werk als Ausdruck gesellschaftlicher und politischer Ideale zu sehen ist und wichtige Aussagen zu religiösen, theologischen, politischen und selbst ökologischen Bereichen macht. Inhalt: Nach einer detaillierten Analyse der Beziehung von Natur und Mensch bzw. der Figuren in Tolkiens Werk, wird das Verhältnis von Tolkiens fiktionaler Welt Mittelerde zur realen Welt behandelt. Im dritten Kapitel geht es um das Verhältnis der einzelnen Figuren zur Natur und zu ökologischen Konflikten, die bei den Gegensatzpaaren Natur und Technik sowie Wildnis und Kultivierung entstehen können. Das vierte und fünfte Kapitel untersucht das Buch im Hinblick auf sein religiöses, politisches und soziokulturelles Deutungspotential. Das nächste Kapitel zeigt auf, wie Tolkiens Roman die ideologischen Leitvorstellungen der heutigen Zeit in Frage stellt und ein neues Konzept vorstellt. Im siebten Kapitel wird nachgewiesen, dass sich das Werk bei der Darstellung von Natur und Kultur an unterschiedlichen Gattungen und literarischen Strömungen orientiert. Besonders interessant ist die Analyse, warum Tolkiens Hauptwerk sowohl für politisch links orientierte Leser, auch als für die rechte Szene zu einem Klassiker mit Kultstatus avancieren konnte und weltanschaulich sehr verschiedene Gruppen „The Lord of the Rings“ als Ausdruck ihrer eigenen Werte sehen. Eigene Meinung: Die Dissertation von Elke Kehr beschreibt das Spannungsfeld von Natur und Kultur im "Herrn der Ringe" und beinhaltet eine Reihe fundamentaler Fragen zu Natur und Mensch, Religion und Theologie sowie Politik und Gesellschaft. Sie zeigt viele Bezüge zur Jetztzeit und zu aktuellen Problemen auf. Sehr interessant sind die Aussagen über Theologie, denn Religion kommt im „Herr der Ringe“ nicht explizit vor. Auch der politische Kontext, in den „The Lord oft the Rings“ gestellt wird, ist aufschlussreich. Das Buch ist zwar flüssig zu lesen, man sollte aber Englisch können, denn alle Zitate aus Tolkiens Werken sind natürlich in seiner Muttersprache übernommen. Fazit: Für den Tolkien Fan, der in die fantastische Welt Mittelerde und ihrem Hintergrund tiefer eintauchen möchte, ist dieses sprachwissenschaftliche Buch zu empfehlen.

Circa 50 Jahre nach der Erstpublikation ist die „Herrn der Ringe“-Trilogie noch immer aktuell und der wissenschaftliche Diskurs über verschiedene Aspekte des Werkes noch immer interessant.

Die vorliegende sprachwissenschaftliche Dissertation „Natur und Kultur in J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings“ behandelt auf hohem Niveau viel mehr Aspekte von Tolkiens Werk als der Titel vermuten lässt: Neben den beiden sehr weit gefassten Leitbegriffen und den dazu gehörigen Inhalten, stellt die Autorin fest, dass Tolkiens Werk als Ausdruck gesellschaftlicher und politischer Ideale zu sehen ist und wichtige Aussagen zu religiösen, theologischen, politischen und selbst ökologischen Bereichen macht.

Inhalt:

Nach einer detaillierten Analyse der Beziehung von Natur und Mensch bzw. der Figuren in Tolkiens Werk, wird das Verhältnis von Tolkiens fiktionaler Welt Mittelerde zur realen Welt behandelt. Im dritten Kapitel geht es um das Verhältnis der einzelnen Figuren zur Natur und zu ökologischen Konflikten, die bei den Gegensatzpaaren Natur und Technik sowie Wildnis und Kultivierung entstehen können. Das vierte und fünfte Kapitel untersucht das Buch im Hinblick auf sein religiöses, politisches und soziokulturelles Deutungspotential. Das nächste Kapitel zeigt auf, wie Tolkiens Roman die ideologischen Leitvorstellungen der heutigen Zeit in Frage stellt und ein neues Konzept vorstellt.

Im siebten Kapitel wird nachgewiesen, dass sich das Werk bei der Darstellung von Natur und Kultur an unterschiedlichen Gattungen und literarischen Strömungen orientiert. Besonders interessant ist die Analyse, warum Tolkiens Hauptwerk sowohl für politisch links orientierte Leser, auch als für die rechte Szene zu einem Klassiker mit Kultstatus avancieren konnte und weltanschaulich sehr verschiedene Gruppen „The Lord of the Rings“ als Ausdruck ihrer eigenen Werte sehen.

Eigene Meinung:

Die Dissertation von Elke Kehr beschreibt das Spannungsfeld von Natur und Kultur im "Herrn der Ringe" und beinhaltet eine Reihe fundamentaler Fragen zu Natur und Mensch, Religion und Theologie sowie Politik und Gesellschaft. Sie zeigt viele Bezüge zur Jetztzeit und zu aktuellen Problemen auf.

Sehr interessant sind die Aussagen über Theologie, denn Religion kommt im „Herr der Ringe“ nicht explizit vor. Auch der politische Kontext, in den „The Lord oft the Rings“ gestellt wird, ist aufschlussreich.

Das Buch ist zwar flüssig zu lesen, man sollte aber Englisch können, denn alle Zitate aus Tolkiens Werken sind natürlich in seiner Muttersprache übernommen.

Fazit: Für den Tolkien Fan, der in die fantastische Welt Mittelerde und ihrem Hintergrund tiefer eintauchen möchte, ist dieses sprachwissenschaftliche Buch zu empfehlen.

geschrieben am 28.07.2012 | 385 Wörter | 2362 Zeichen

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