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Das britische Empire - Geschichte eines Weltreichs


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Rezension von

Anna Kneisel

Das britische Empire - Geschichte eines Weltreichs Je mehr sich das Interesse auf Globalisierungsprozesse in unserer Zeit richtet, umso mehr orientieren sich Forscher an Globalisierungsvorgängen der Geschichte. Großbritannien hat eine lange und bewegte Geschichte voller Höhen und Tiefen und es gab eine Zeit, als von London aus die Geschicke eines Weltreiches geleitet wurden. Von dieser Zeit zehren die Briten in ihrem Nationalstolz noch heute. Mit seinem 2008 bei C.H. Beck erschienenem Buch „Das britische Empire – Geschichte eines Weltreichs“ entwirft Peter Wende, der international als Kenner der britischen Geschichte anerkannt ist, ein lebendiges, kenntnisreiches Bild des Britischen Empires. Seine faktenreiche und äußerst detaillierte Darstellung umfasst den Zeitraum von den mittelalterlichen Anfängen über die imperiale Außen- und Reichspolitik in der Frühen Neuzeit bis hin zur britischen Kolonialherrschaft und der Auflösung des Weltreichs im 20. Jahrhundert. Wie kam es, dass ein verhältnismäßig kleines Königtum so ein riesiges, den Globus umspannendes Reich aufbauen und über zwei Jahrhunderte halten konnte? Um dies zu klären, richtet Wende das Augenmerk auf Faktoren wie den Überseehandel und den Ausbau der Kriegsflotte, die Entstehung der amerikanischen Siedlungskolonien und den Weg zu ihrer Unabhängigkeit, europäische Mächtepolitik und den Ausbau einer globalen Machtposition Großbritanniens, das Zusammenspiel von Politik und wirtschaftlichen Interessen, nicht zuletzt in Bezug auf Indien und Afrika, sowie die Auswirkungen imperialer Herrschaft auf die Insel und schließlich die Befreiungskämpfe im Commonwealth. In einer kurzen Darstellung der Vorgeschichte geht Wende auf den Beginn englischer Handels- und Siedlungsaktivitäten außerhalb Europas während der europäischen Expansion des 15 und 16. Jahrhunderts ein und erklärt, weshalb man sich nach anfänglicher Ablehnung der Entdeckervorhaben des Kolumbus dann doch dazu entschloss, Expeditionen zu unterstützen. Es folgt die Geschichte des „Älteren Empire“ mit Kolonisierung in Nordamerika bis zur Krise bei der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Der Autor bewegt sich in der Geschichte fort, bis er schließlich mit seiner Bilanz in der heutigen Zeit angelangt und Großbritannien einen Platz in der Geschichte zuweist. Der geschichtlich interessierte Leser wird allerdings Vorkenntnisse brauchen, um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen und z.B. mit der bloßen Erwähnung des Jahres 1066 etwas anfangen zu können, auch wenn der Autor sichtlich darum bemüht war, ein möglichst verständliches Bild zu vermitteln. 15 Karten helfen dabei, den Überblick bezüglich der Expansion des Empires zu behalten, im Anhang findet sich eine Zeittafel, die 1492 mit der ersten Reise Columbus' beginnt und 1997 mit der Rückgabe Hongkongs an China endet. Ein weiterer Bonus ist das "Verzeichnis der Kolonien, Dominions, Protektorate und Mandatsgebiete des Empire". Nicht nur für Studierende der Geschichte und Anglistik ist dieser Band empfehlenswert.

Je mehr sich das Interesse auf Globalisierungsprozesse in unserer Zeit richtet, umso mehr orientieren sich Forscher an Globalisierungsvorgängen der Geschichte. Großbritannien hat eine lange und bewegte Geschichte voller Höhen und Tiefen und es gab eine Zeit, als von London aus die Geschicke eines Weltreiches geleitet wurden. Von dieser Zeit zehren die Briten in ihrem Nationalstolz noch heute.

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Mit seinem 2008 bei C.H. Beck erschienenem Buch „Das britische Empire – Geschichte eines Weltreichs“ entwirft Peter Wende, der international als Kenner der britischen Geschichte anerkannt ist, ein lebendiges, kenntnisreiches Bild des Britischen Empires. Seine faktenreiche und äußerst detaillierte Darstellung umfasst den Zeitraum von den mittelalterlichen Anfängen über die imperiale Außen- und Reichspolitik in der Frühen Neuzeit bis hin zur britischen Kolonialherrschaft und der Auflösung des Weltreichs im 20. Jahrhundert.

Wie kam es, dass ein verhältnismäßig kleines Königtum so ein riesiges, den Globus umspannendes Reich aufbauen und über zwei Jahrhunderte halten konnte? Um dies zu klären, richtet Wende das Augenmerk auf Faktoren wie den Überseehandel und den Ausbau der Kriegsflotte, die Entstehung der amerikanischen Siedlungskolonien und den Weg zu ihrer Unabhängigkeit, europäische Mächtepolitik und den Ausbau einer globalen Machtposition Großbritanniens, das Zusammenspiel von Politik und wirtschaftlichen Interessen, nicht zuletzt in Bezug auf Indien und Afrika, sowie die Auswirkungen imperialer Herrschaft auf die Insel und schließlich die Befreiungskämpfe im Commonwealth.

In einer kurzen Darstellung der Vorgeschichte geht Wende auf den Beginn englischer Handels- und Siedlungsaktivitäten außerhalb Europas während der europäischen Expansion des 15 und 16. Jahrhunderts ein und erklärt, weshalb man sich nach anfänglicher Ablehnung der Entdeckervorhaben des Kolumbus dann doch dazu entschloss, Expeditionen zu unterstützen.

Es folgt die Geschichte des „Älteren Empire“ mit Kolonisierung in Nordamerika bis zur Krise bei der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Der Autor bewegt sich in der Geschichte fort, bis er schließlich mit seiner Bilanz in der heutigen Zeit angelangt und Großbritannien einen Platz in der Geschichte zuweist.

Der geschichtlich interessierte Leser wird allerdings Vorkenntnisse brauchen, um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen und z.B. mit der bloßen Erwähnung des Jahres 1066 etwas anfangen zu können, auch wenn der Autor sichtlich darum bemüht war, ein möglichst verständliches Bild zu vermitteln. 15 Karten helfen dabei, den Überblick bezüglich der Expansion des Empires zu behalten, im Anhang findet sich eine Zeittafel, die 1492 mit der ersten Reise Columbus' beginnt und 1997 mit der Rückgabe Hongkongs an China endet. Ein weiterer Bonus ist das "Verzeichnis der Kolonien, Dominions, Protektorate und Mandatsgebiete des Empire".

Nicht nur für Studierende der Geschichte und Anglistik ist dieser Band empfehlenswert.

geschrieben am 06.04.2009 | 410 Wörter | 2616 Zeichen

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