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Passende Worte im Trauerfall


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Rezension von

Lesefreund

Passende Worte im Trauerfall Der Tod und das mit ihm verbundene Gefühl des Verlusts ist ein Thema, das die Menschen zu allen Zeiten beschäftigt hat. Vor allem die Dichtung legt beredtes Zeugnis über die verschiedenen Emotionen und Stimmungslagen der Menschen über die Jahrhunderte hinweg ab. So begegnet man etwa um Christi Geburt der römischen Elegie mit ihren Hauptvertretern Ovid, Tibull und Properz, die sich neben der Liebe und dem Schmerz eben auch mit dem letzten Abschied in poetischer Weise auseinandergesetzt haben. Der Tod erscheint bei ihnen vor allem als Düsternis und Anlass zur Klage. Auch die italienische Dichtung der Renaissance im 14. Jahrhundert kennt die starke Betonung des (vorausgeahnten) Gefühls schmerzlicher Trennung, wie es etwa Petrarca in seinen Laura-Gedichten und vor ihm Dante bei seiner Suche nach der früh verstorbenen und innig geliebten Beatrice in der 'Göttlichen Komödie' zum Ausdruck gebracht haben. Neben diesen hohen Formen der sprachlichen Kunst steht der Alltag mit seinen Verpflichtungen und Terminen, die ein Nachsinnen über die – unterschwellig allgegenwärtige – Nähe des Todes zum Leben gar nicht erst aufkommen lassen. Gerade diese stetige Nichtbeachtung des Todes macht es im Trauerfall vielen Menschen so schwer, sich einerseits überhaupt mit dem Verlust eines Menschen abfinden zu können und andererseits die in unserer Kultur notwendigen – und häufig nahezu mechanisch ablaufenden – institutionellen Schritte nach dem Ende eines Lebens zu veranlassen. Je nach Todesart und Alter des Verstorbenen ergeben sich für die Beteiligten die unterschiedlichsten Situationen. Ist jemand jung – etwa infolge eines tragischen Unfalls – verstorben? Haben das Alter oder bspw. eine schwere Krankheit den Verstorbenen aus dem Leben gedrängt? Oder hat jemand aus eigenem Entschluss heraus seinem Leben ein Ende gesetzt? Fragen dieser Art klären wichtige Sachverhalte, die für die Situation der Trauernden von großer Bedeutung sein können und darüber hinaus einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Art und Weise ihrer Trauerbewältigung nehmen. Die Dudenredaktion hat mit dem vorliegenden Titel einen Band vorgelegt, der mit seinen 128 Seiten sowohl Ratgeber in Sachen angemessene Formulierungen zur Trauer sein möchte als auch ein Begleiter bei der rednerischen Bewältigung der jeweiligen Trauersituation. In zwei großen Abschnitten, die von einer beigefügten Zitate- und Gedankensammlung ergänzt werden, liefert das Buch dem Leser einerseits Muster für das Verfassen von Todesanzeigen, Kondolenzschreiben, Danksagungen und Ähnlichem, andererseits führt es Beispiele einzelner (möglicher) Trauerreden vor, die sich jeweils auf die individuelle Situation des (im Beispiel) Verstorbenen beziehen und gleichzeitig die Beziehung des Redners zu diesem deutlich werden lassen. So sehr der Band auch mit Sorgfalt und der gebührenden Zurückhaltung gestaltet worden ist, kann er jeweils natürlich nur eine Stütze oder Anregung bieten, wenn es gilt, möglichst angemessen mit der besonderen Situation des Todes eines Menschen und den damit verbundenen Gefühlen umzugehen. Trotz der zuverlässigen Muster und gewissenhaft zusammengestellten Texte wird der Tod für den Leser selbstverständlich doch nie ein ganz willkommner Gast sein. Wenn es aber gilt, sich den besonderen emotionalen und gesellschaftlichen Anforderungen dieses Ereignisses zu stellen, kann der neu erschienene Duden-Band für die passenden Worte im Trauerfall sicherlich ein wertvoller Ratgeber und eine umsichtige Hilfe sein.

Der Tod und das mit ihm verbundene Gefühl des Verlusts ist ein Thema, das die Menschen zu allen Zeiten beschäftigt hat. Vor allem die Dichtung legt beredtes Zeugnis über die verschiedenen Emotionen und Stimmungslagen der Menschen über die Jahrhunderte hinweg ab. So begegnet man etwa um Christi Geburt der römischen Elegie mit ihren Hauptvertretern Ovid, Tibull und Properz, die sich neben der Liebe und dem Schmerz eben auch mit dem letzten Abschied in poetischer Weise auseinandergesetzt haben. Der Tod erscheint bei ihnen vor allem als Düsternis und Anlass zur Klage.

Auch die italienische Dichtung der Renaissance im 14. Jahrhundert kennt die starke Betonung des (vorausgeahnten) Gefühls schmerzlicher Trennung, wie es etwa Petrarca in seinen Laura-Gedichten und vor ihm Dante bei seiner Suche nach der früh verstorbenen und innig geliebten Beatrice in der 'Göttlichen Komödie' zum Ausdruck gebracht haben. Neben diesen hohen Formen der sprachlichen Kunst steht der Alltag mit seinen Verpflichtungen und Terminen, die ein Nachsinnen über die – unterschwellig allgegenwärtige – Nähe des Todes zum Leben gar nicht erst aufkommen lassen.

Gerade diese stetige Nichtbeachtung des Todes macht es im Trauerfall vielen Menschen so schwer, sich einerseits überhaupt mit dem Verlust eines Menschen abfinden zu können und andererseits die in unserer Kultur notwendigen – und häufig nahezu mechanisch ablaufenden – institutionellen Schritte nach dem Ende eines Lebens zu veranlassen. Je nach Todesart und Alter des Verstorbenen ergeben sich für die Beteiligten die unterschiedlichsten Situationen. Ist jemand jung – etwa infolge eines tragischen Unfalls – verstorben? Haben das Alter oder bspw. eine schwere Krankheit den Verstorbenen aus dem Leben gedrängt? Oder hat jemand aus eigenem Entschluss heraus seinem Leben ein Ende gesetzt? Fragen dieser Art klären wichtige Sachverhalte, die für die Situation der Trauernden von großer Bedeutung sein können und darüber hinaus einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Art und Weise ihrer Trauerbewältigung nehmen.

Die Dudenredaktion hat mit dem vorliegenden Titel einen Band vorgelegt, der mit seinen 128 Seiten sowohl Ratgeber in Sachen angemessene Formulierungen zur Trauer sein möchte als auch ein Begleiter bei der rednerischen Bewältigung der jeweiligen Trauersituation. In zwei großen Abschnitten, die von einer beigefügten Zitate- und Gedankensammlung ergänzt werden, liefert das Buch dem Leser einerseits Muster für das Verfassen von Todesanzeigen, Kondolenzschreiben, Danksagungen und Ähnlichem, andererseits führt es Beispiele einzelner (möglicher) Trauerreden vor, die sich jeweils auf die individuelle Situation des (im Beispiel) Verstorbenen beziehen und gleichzeitig die Beziehung des Redners zu diesem deutlich werden lassen.

So sehr der Band auch mit Sorgfalt und der gebührenden Zurückhaltung gestaltet worden ist, kann er jeweils natürlich nur eine Stütze oder Anregung bieten, wenn es gilt, möglichst angemessen mit der besonderen Situation des Todes eines Menschen und den damit verbundenen Gefühlen umzugehen. Trotz der zuverlässigen Muster und gewissenhaft zusammengestellten Texte wird der Tod für den Leser selbstverständlich doch nie ein ganz willkommner Gast sein. Wenn es aber gilt, sich den besonderen emotionalen und gesellschaftlichen Anforderungen dieses Ereignisses zu stellen, kann der neu erschienene Duden-Band für die passenden Worte im Trauerfall sicherlich ein wertvoller Ratgeber und eine umsichtige Hilfe sein.

geschrieben am 25.10.2007 | 501 Wörter | 3052 Zeichen

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