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Vergil


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Rezension von

Anna Kneisel

Vergil Vergil war einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Autor der römischen Antike. Ganz richtig weist der Altphilologe Professor Michael von Albrecht zu Beginn seiner Einführung in Vergils Werk darauf hin, dass dessen Lebensgeschichte „für uns ein Geheimnis" bleibe. Sozusagen als gelungene Entschädigung dafür gibt Albrecht seinem Leser eine lebendige Einführung in das Werk des römischen Dichters und eine umfassende Erläuterung zum aktuellen Forschungsstand. Dabei versucht er erst gar nicht, Vergils Texte zu versimplifizieren – stattdessen soll man sich selbst um das Verständnis bemühen, was er jedoch durch eine Vielzahl an durchaus gelungenen Übersetzungen sehr erleichtert. Hat man erstmal ein grundlegendes Textverständnis erreicht, wird man wertvolle Informationen und Erklärungen in diesem Band vorfinden, die nun wirklich nicht als ausschweifend, sondern als tatsächlich auf den Punkt gebracht zu betrachten sind. Es handelt sich hier, anders als bei Manfred Errens ebenfalls bei Winter erschienenem Georgica - Kommentar, (der zu jeder noch so kleinen Stelle eine ausführliche Erläuterung bietet und sich manchmal ein wenig zu langatmig gestaltet) nicht um einen Stellenkommentar; dennoch ist er durch die am Aufbau der besprochenen Dichtung orientierte, leicht durchschaubare Gliederung als Nachschlagewerk ebenso zu empfehlen wie als vorbereitende Lektüre für ein entsprechendes Seminar. In gesonderten Kapiteln widmet sich Michael von Albrecht den drei Werken Bucolica, Georgica und Aeneis in chronologischer Reihenfolge und untergliedert seine Kapitel nochmals, sodass jede Ekloge und jedes Buch für sich behandelt werden. Der Autor geht immer nach folgenden Gesichtspunkten zu jedem Werk vor: - Werkübersicht - Gattung und Vorgänger - Literarische Technik - Sprache und Stil - Literaturtheorie - Gedankenwelt - Überlieferung - Fortwirken Natürlich darf unter dem Punkt "Fortwirken" ein Ausblick auf die Wirkung des jeweiligen Werkes nicht fehlen. So nennt der Autor Textstellen, die in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind, sowie Formen der Rezeption wie beispielsweise der Ausspruch "Amor vincit omnia", der sich in der von Papst Benedikt XVI herausgegebenen Enzyklika "Deus caritas est" wiederfindet. Auch die Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit wurde von Vergils Schaffen beeinflusst, z.B. Goethes Singspiellibretto "Die Laune des Verliebten" und Brechts Kantate "Die Erziehung der Hirse". Alles in allem hält man mit dem vorliegenden Band eine fundierte und dabei recht gut lesbare Einführung in das Werk Vergils in den Händen. Für Studierende, Lehrende und alle, die sich für Vergil interessieren, ist dieser daher wärmstens zu empfehlen. Wer mehr Details braucht, kann sich weiterführende Literatur im Bibliographie-Teil heraussuchen.

Vergil war einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Autor der römischen Antike. Ganz richtig weist der Altphilologe Professor Michael von Albrecht zu Beginn seiner Einführung in Vergils Werk darauf hin, dass dessen Lebensgeschichte „für uns ein Geheimnis" bleibe. Sozusagen als gelungene Entschädigung dafür gibt Albrecht seinem Leser eine lebendige Einführung in das Werk des römischen Dichters und eine umfassende Erläuterung zum aktuellen Forschungsstand. Dabei versucht er erst gar nicht, Vergils Texte zu versimplifizieren – stattdessen soll man sich selbst um das Verständnis bemühen, was er jedoch durch eine Vielzahl an durchaus gelungenen Übersetzungen sehr erleichtert. Hat man erstmal ein grundlegendes Textverständnis erreicht, wird man wertvolle Informationen und Erklärungen in diesem Band vorfinden, die nun wirklich nicht als ausschweifend, sondern als tatsächlich auf den Punkt gebracht zu betrachten sind.

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Es handelt sich hier, anders als bei Manfred Errens ebenfalls bei Winter erschienenem Georgica - Kommentar, (der zu jeder noch so kleinen Stelle eine ausführliche Erläuterung bietet und sich manchmal ein wenig zu langatmig gestaltet) nicht um einen Stellenkommentar; dennoch ist er durch die am Aufbau der besprochenen Dichtung orientierte, leicht durchschaubare Gliederung als Nachschlagewerk ebenso zu empfehlen wie als vorbereitende Lektüre für ein entsprechendes Seminar.

In gesonderten Kapiteln widmet sich Michael von Albrecht den drei Werken Bucolica, Georgica und Aeneis in chronologischer Reihenfolge und untergliedert seine Kapitel nochmals, sodass jede Ekloge und jedes Buch fĂĽr sich behandelt werden. Der Autor geht immer nach folgenden Gesichtspunkten zu jedem Werk vor:

- WerkĂĽbersicht

- Gattung und Vorgänger

- Literarische Technik

- Sprache und Stil

- Literaturtheorie

- Gedankenwelt

- Ăśberlieferung

- Fortwirken

NatĂĽrlich darf unter dem Punkt "Fortwirken" ein Ausblick auf die Wirkung des jeweiligen Werkes nicht fehlen. So nennt der Autor Textstellen, die in den allgemeinen Sprachgebrauch ĂĽbergegangen sind, sowie Formen der Rezeption wie beispielsweise der Ausspruch "Amor vincit omnia", der sich in der von Papst Benedikt XVI herausgegebenen Enzyklika "Deus caritas est" wiederfindet. Auch die Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit wurde von Vergils Schaffen beeinflusst, z.B. Goethes Singspiellibretto "Die Laune des Verliebten" und Brechts Kantate "Die Erziehung der Hirse".

Alles in allem hält man mit dem vorliegenden Band eine fundierte und dabei recht gut lesbare Einführung in das Werk Vergils in den Händen. Für Studierende, Lehrende und alle, die sich für Vergil interessieren, ist dieser daher wärmstens zu empfehlen. Wer mehr Details braucht, kann sich weiterführende Literatur im Bibliographie-Teil heraussuchen.

geschrieben am 17.01.2010 | 386 Wörter | 2445 Zeichen

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