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Der Teufel in der Tasche


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Informationen zum Buch
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  Extras

Rezension von

Oliver Lippert

Der Teufel in der Tasche Dominik Irtenkaufs diabolischer Reisebegleiter ist eine Auseinandersetzung mit der Figur, dem Bild und Mythos des Teufels in Geschichte, Tradition und Literatur, und fungiert zugleich als Spiegel für die Abgründe und verdrängten Schatten in der Seele des Menschen. Diese Schrift möchte den Teufel aus dem Dunkel holen und ist gewissermaßen Plädoyer für die Rehabilitation eines zutiefst mißverstandenen Archetypus, der die Menschen seit jeher in der ein oder anderen Form beschäftigt oder auch heimsucht. Aus dem Inhalt: -Ein Handbuch des Teufels. Kleine Anleitung -Aus Satans Retorte -Was halte ich vom Teufel? -Der Teufel steckt im Punkt! -Der Widergänger oder: Gegen den Strich! Brief an seine Mutter -Des Teufels Adreßbuch Eine Frage in einem Buch die ein jeder von uns sich einmal – mindestens – gestellt hat: Wer oder was ist der Teufel? Und haben wir eine Antwort erhalten von uns selbst? Nur in den wenigsten Fällen wenn überhaupt. Das Buch von Dominik Irtenkauf beschäftigt mit dieser Frage und der Thematik des Teufels, der Verlag veröffentlichte mit diesem Buch wieder eines mit gewohnt hohem Niveau und Unterhaltungsfaktor. Hört sich nach Geschleime an, ist aber keines sondern eine für so empfunde Tatsache, und ich stehe da bestimmt nicht alleine da. Nichtsdestotrotz kommen hier einige neue und alt bekannte Facetten der Figur des Teufels zur Geltung, neue Betrachtungsmöglichkeiten werden durch die geschickte Vermischung von Prosa und Sachtext ermöglicht und Fragen werden beantwortet, ebenso entstehen, vorübergehend, neue Fragen die im weiteren Verlauf des Buches geklärt werden. Das Essay der eigenen Sichtweise hat mir besonders gut gefallen und stach aus dem Buch hervor, die Brief an seine Mutter die schon einen kleinen neurotischen Touch haben sind wunderbar gelungen. Das Adreßbuch des Teufels, das ebenjener (absichtlich) verloren hatte wurde geschickt vom Autor Dominik Irtenkauf kopiert und anschließend seine eigenen Spuren verwischt. Natürlich tauchen hier die kopierten Daten auf, es werden altbekannte Personen erläutert aus der Sicht des Teufels, manche auch eher weniger bekannte Personen kommen ebenfalls zur Geltung. Die Sichtweise des teufels in Relation zu den einzelnen Personen ist bemerkenswert. Ein Buch das gleichzeitig die eigenen Sinne anregt und eben auch mal hier und da, möglicherweise, anstrengend erscheinen mag, wurde kombiniert mit einem mindestens ebenso hohen Unterhaltungsfaktor und sei es nur die Neugierde die den Leser dazu treibt gen Ende des Buches die letzten Seiten umzublättern und Geschriebenes zu verschlingen.

Dominik Irtenkaufs diabolischer Reisebegleiter ist eine Auseinandersetzung mit der Figur, dem Bild und Mythos des Teufels in Geschichte, Tradition und Literatur, und fungiert zugleich als Spiegel für die Abgründe und verdrängten Schatten in der Seele des Menschen. Diese Schrift möchte den Teufel aus dem Dunkel holen und ist gewissermaßen Plädoyer für die Rehabilitation eines zutiefst mißverstandenen Archetypus, der die Menschen seit jeher in der ein oder anderen Form beschäftigt oder auch heimsucht.

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Aus dem Inhalt:

-Ein Handbuch des Teufels. Kleine Anleitung

-Aus Satans Retorte

-Was halte ich vom Teufel?

-Der Teufel steckt im Punkt!

-Der Widergänger oder: Gegen den Strich!

Brief an seine Mutter

-Des Teufels Adreßbuch

Eine Frage in einem Buch die ein jeder von uns sich einmal – mindestens – gestellt hat: Wer oder was ist der Teufel? Und haben wir eine Antwort erhalten von uns selbst? Nur in den wenigsten Fällen wenn überhaupt. Das Buch von Dominik Irtenkauf beschäftigt mit dieser Frage und der Thematik des Teufels, der Verlag veröffentlichte mit diesem Buch wieder eines mit gewohnt hohem Niveau und Unterhaltungsfaktor. Hört sich nach Geschleime an, ist aber keines sondern eine für so empfunde Tatsache, und ich stehe da bestimmt nicht alleine da.

Nichtsdestotrotz kommen hier einige neue und alt bekannte Facetten der Figur des Teufels zur Geltung, neue Betrachtungsmöglichkeiten werden durch die geschickte Vermischung von Prosa und Sachtext ermöglicht und Fragen werden beantwortet, ebenso entstehen, vorübergehend, neue Fragen die im weiteren Verlauf des Buches geklärt werden.

Das Essay der eigenen Sichtweise hat mir besonders gut gefallen und stach aus dem Buch hervor, die Brief an seine Mutter die schon einen kleinen neurotischen Touch haben sind wunderbar gelungen. Das Adreßbuch des Teufels, das ebenjener (absichtlich) verloren hatte wurde geschickt vom Autor Dominik Irtenkauf kopiert und anschließend seine eigenen Spuren verwischt. Natürlich tauchen hier die kopierten Daten auf, es werden altbekannte Personen erläutert aus der Sicht des Teufels, manche auch eher weniger bekannte Personen kommen ebenfalls zur Geltung. Die Sichtweise des teufels in Relation zu den einzelnen Personen ist bemerkenswert.

Ein Buch das gleichzeitig die eigenen Sinne anregt und eben auch mal hier und da, möglicherweise, anstrengend erscheinen mag, wurde kombiniert mit einem mindestens ebenso hohen Unterhaltungsfaktor und sei es nur die Neugierde die den Leser dazu treibt gen Ende des Buches die letzten Seiten umzublättern und Geschriebenes zu verschlingen.

Übernahme von tonguesofdestruction.com * Copyright by Oliver Lippert
geschrieben am 04.12.2007 | 382 Wörter | 2226 Zeichen

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