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Die Römische Liebeselegie


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Rezension von

Anna Kneisel

Die Römische Liebeselegie Der Altphilologe Prof. Dr. Niklas Holzberg berücksichtigt in seiner Einführung zur römischen Liebeelegie sowohl die aktuelle Forschungslage als auch "Klassiker" der Forschung. Inhaltlich unterscheidet sich die 4. Auflage nicht wesentlich von den vorhergehenden. Wie im Vorwort erläutert wird, hatte lediglich die 2. Auflage weiterreichende Änderungen erfahren, in der 4. wurden nun nur maßgebliche Neuerscheinungen zu der Literaturdiskussion neu aufgenommen, da es keine grundlegenden Änderungen oder bahnbrechende Erkenntnisse gegeben habe, so der Verfasser. Holzberg hat wie gewohnt einen flüssigen Schreibstil, durch den es leicht fällt, seinen Ausführungen zu folgen. Auf die Tatsache, dass es mehr als die heute im Normalfall bekannten Poeten Catull, Properz, Ovid und Tibull gab, welche man schon in der Antike als die wichtigsten Verfasser von römischer Liebeselegie betrachtete, weist er zu Beginn ebenso hin wie auf den Unterschied zwischen lyrischem Ich und der Person des Dichters. Denjenigen, die dennoch autobiographische Züge in der Elegiendichtung der vier Poeten erkennen wollen, bescheinigt er einen methodischen Fehler. Holzberg setzt sich kritisch mit vorhandener Forschungsliteratur auseinander und verweist auf Vor- und Nachteile der verschiedenen Publikationen. So gibt er hilfreiche Bewertungen und Anmerkungen, welche es erleichtern, brauchbare Literatur zu finden, wenn man sich eingehender mit bestimmten Aspekten befassen möchte. Angenehm ist auch, dass zitierte Textpassagen sowohl im Original, als auch anschließend in deutscher Übersetzung erscheinen. Zu den vier genannten Autoren verfasste er gesonderte Kapitel, in denen er Details ihrer Werke eingehender beleuchtet. Alles in allem hält man mit diesem Band also eine wertvolle Einführung in diesen Bereich der römischen Literatur in den Händen, die glücklicherweise einerseits kompakt ist, andererseits aber dabei nicht völlig an der Oberfläche bleibt. Dabei sollte man aber nie vergessen, dass es sich hier tatsächlich um eine Einführung handelt, deren Ziel es auch nicht ist, jedes noch so kleine Detail der Forschung zu erfassen - dafür gibt es schließlich die Angaben zu weiterführender Literatur. Fazit: Wirklich zu empfehlen für Studierende der Latinistik.

Der Altphilologe Prof. Dr. Niklas Holzberg berücksichtigt in seiner Einführung zur römischen Liebeelegie sowohl die aktuelle Forschungslage als auch "Klassiker" der Forschung.

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Inhaltlich unterscheidet sich die 4. Auflage nicht wesentlich von den vorhergehenden. Wie im Vorwort erläutert wird, hatte lediglich die 2. Auflage weiterreichende Änderungen erfahren, in der 4. wurden nun nur maßgebliche Neuerscheinungen zu der Literaturdiskussion neu aufgenommen, da es keine grundlegenden Änderungen oder bahnbrechende Erkenntnisse gegeben habe, so der Verfasser.

Holzberg hat wie gewohnt einen flüssigen Schreibstil, durch den es leicht fällt, seinen Ausführungen zu folgen. Auf die Tatsache, dass es mehr als die heute im Normalfall bekannten Poeten Catull, Properz, Ovid und Tibull gab, welche man schon in der Antike als die wichtigsten Verfasser von römischer Liebeselegie betrachtete, weist er zu Beginn ebenso hin wie auf den Unterschied zwischen lyrischem Ich und der Person des Dichters. Denjenigen, die dennoch autobiographische Züge in der Elegiendichtung der vier Poeten erkennen wollen, bescheinigt er einen methodischen Fehler.

Holzberg setzt sich kritisch mit vorhandener Forschungsliteratur auseinander und verweist auf Vor- und Nachteile der verschiedenen Publikationen. So gibt er hilfreiche Bewertungen und Anmerkungen, welche es erleichtern, brauchbare Literatur zu finden, wenn man sich eingehender mit bestimmten Aspekten befassen möchte.

Angenehm ist auch, dass zitierte Textpassagen sowohl im Original, als auch anschließend in deutscher Übersetzung erscheinen.

Zu den vier genannten Autoren verfasste er gesonderte Kapitel, in denen er Details ihrer Werke eingehender beleuchtet.

Alles in allem hält man mit diesem Band also eine wertvolle Einführung in diesen Bereich der römischen Literatur in den Händen, die glücklicherweise einerseits kompakt ist, andererseits aber dabei nicht völlig an der Oberfläche bleibt. Dabei sollte man aber nie vergessen, dass es sich hier tatsächlich um eine Einführung handelt, deren Ziel es auch nicht ist, jedes noch so kleine Detail der Forschung zu erfassen - dafür gibt es schließlich die Angaben zu weiterführender Literatur.

Fazit: Wirklich zu empfehlen für Studierende der Latinistik.

geschrieben am 09.12.2009 | 312 Wörter | 1962 Zeichen

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