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Hummeldumm


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Rezension von

Heike M.

Hummeldumm Matze und seine Freundin Sina machen Arbeitsteilung. Er soll den Kauf der Eigentumswonung in sichere Tücher packen, und Sina sich um einen Urlaub kümmern. Sie bucht eine Gruppenreise durch die namibianische Wüste, mit dabei sind acht ungeliebte Mitreisende. Matze wiederum muss neben dem Erdulden der grausamen Teilnehmer auch noch irgendwie dafür sorgen, dass die Anzahlung angewiesen wird. Was am untechnisierten A*** der Welt extrem schwierig ist. Ich finde, dass die Charaktere sehr gut getroffen sind. Wer schon selber einmal diesen "Reisegruppenzwang" miterlebt hat, der wird sich in diesem Buch sicher wiederfinden. Ich konnte über die einzelnen Mitreisenden jedenfalls lachen. Was mich allerdings mit der Zeit ziemlich genervt hat, war die verzweifelte Suche des Hauptdarstellers nach diesem dämlichen Adapter fürs Mobiltelefon. Schade, da wäre einfach weniger mehr gewesen. Daher gibts auch nur 3 Sterne.

Matze und seine Freundin Sina machen Arbeitsteilung. Er soll den Kauf der Eigentumswonung in sichere Tücher packen, und Sina sich um einen Urlaub kümmern. Sie bucht eine Gruppenreise durch die namibianische Wüste, mit dabei sind acht ungeliebte Mitreisende. Matze wiederum muss neben dem Erdulden der grausamen Teilnehmer auch noch irgendwie dafür sorgen, dass die Anzahlung angewiesen wird. Was am untechnisierten A*** der Welt extrem schwierig ist.

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Ich finde, dass die Charaktere sehr gut getroffen sind. Wer schon selber einmal diesen "Reisegruppenzwang" miterlebt hat, der wird sich in diesem Buch sicher wiederfinden.

Ich konnte über die einzelnen Mitreisenden jedenfalls lachen.

Was mich allerdings mit der Zeit ziemlich genervt hat, war die verzweifelte Suche des Hauptdarstellers nach diesem dämlichen Adapter fürs Mobiltelefon. Schade, da wäre einfach weniger mehr gewesen. Daher gibts auch nur 3 Sterne.

geschrieben am 24.10.2010 | 133 Wörter | 781 Zeichen

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Rezension von

Antje Jürgens

Hummeldumm Die anstehende Zugfahrt von Köln nach Hamburg brachte mich dazu, quasi in letzter Minute noch etwas zum Lesen zu erstehen. Das vorsichtshalber dafür mitgeführte Buch war einfach zu langweilig und die Fahrt zu lang, als dass ich sie ohne Alternative überstanden hätte. Nachdem meine Bücherregale in den letzten Jahren unzählige Vampire, ähnlich übernatürliche Wesen und Serientäter in sich aufgenommen haben, war wieder einmal Zeit für etwas unverfänglich Lustiges. Und nachdem mich das schreiend orangene Cover mit dem putzig-dämlich starrenden Erdmännchen förmlich anbettelte, es mitzunehmen, landete Jauds Hummeldumm in meinem Reisegepäck. Niedlich fand ich auch die Idee, auf den Seiten unten rechts ein Daumenkino einzubauen. Es zeigt das Erdmännchen mit einem Adapter jonglierend oder die Nase rümpfend. Der 1970 in Schweinfurt geborene, studierte Germanistiker und vorwiegend in Köln lebende Jaud bringt mit Hummeldumm seinen vierten Roman auf den Markt. Kritiker monieren, dass er damit nicht an vorherige Veröffentlichungen heranreiche. Andere, dass die Geschichte platt und seine Komik nicht wirklich komisch sei. Ein paar kurze Blicke vorab haben mir dann auch schon gezeigt, dass es keine hochgeistige Literatur ist, die der Mitgestalter von Wochenshow und Ladykracher damit offeriert. … Also genau richtig für eine längere Fahrt, bei der man eventuell beim Lesen immer mal wieder gestört wird. Die Buchrückseite verrät, dass es um 9 Trottel mit albernen Sonnenhüten, 271 gar nicht mal so wilde Tiere, 3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus, und weit und breit kein Handynetz geht. In Namibia erlebt Matthias Klein (genannt Matze), der die Geschichte erzählt, an der Seite seiner Freundin Sina nicht die erhoffte Entspannung. Die vergessene Anzahlung für das traute Eigenheim, in dem er und Sina bald nach ihrer Rückkehr ziehen wollen, in einem Land, in dem Online-Überweisungen einen schon mal vor Probleme stellen können, sollte man kein Ladekabel dabei haben, ist nur eins der Probleme, die sich dort für ihn ergeben. Schließlich will er nicht, dass Sina etwas von seinem dummen Fehler erfährt. Schon allein, weil er ihr dann nicht mehr vorwerfen kann, dass er grundsätzlich und schon gar nicht mit der von ihr gebuchten Reisegruppe durch Namibia reisen will. Und so wird nicht nur seine Geduld, sondern vor allem die seiner Freundin (samt ihrer Be-ziehung zueinander), seiner Mitreisenden und seines Reiseführers auf die Probe gestellt. Und stellenweise auch die seiner Leserschaft, denn wie bereits im Inhaltsverzeichnis verraten wird, dreht sich tatsächlich im Großteil des Buches alles um die verzweifelte Suche nach der Möglichkeit zu telefonieren oder wenigstens per Internet Kontakt aufzunehmen. Der Handlungsort wechselt dabei (es handelt sich ja um eine Rundreise), aber es bleibt eben größtenteils die (vergebliche) Suche. Dass das Buch dennoch für verwunderte Blicke (meiner Mitreisenden auf mich) gesorgt hat, lag an der Art und Weise, wie Jaud seinen Protagonisten und dessen Reisegefährten beschreibt. Nach dem dritten Lacher meinerseits las mein Nebenmann fleißig mit und irgendwann ernteten wir gemeinsam seltsame Blicke. Teils klischeehaft, teils bitterböse offenbart Jaud auf erfrischende und liebevolle Art seine Figuren und lässt sie von einer klamaukartigen Szene in die nächste taumeln bzw. fahren und situationskomische Höhepunkte erleben. Ihre Eigenheiten, wie etwa Dialekt, Vorlieben, oder Wesenszüge fordern der Geduld des Reiseführers Bahee einiges ab. Etwas überzeichnet hat Jaud sie, dennoch kann man sich jeden einzelnen von ihnen gut vorstellen und mit ihnen fühlen. Ihre kleinen und größeren Schwächen, ihre Eitelkeiten und die Fähigkeit zum Selbstbetrug machen sie lebendig. Jeder, der schon einmal eine Rundreise mit lauter unbekannten Mitreisenden gemacht hat, wird teilweise sehr gut nachfühlen können, was die Truppe so durchmacht, kann man sich doch seine Mitreisenden dabei selten aussuchen. Und obwohl Matze sich stellenweise als teils cholerischer, teils eifersüchtiger Unsympath herauskristallisiert, kann man ihm das meiste lächelnd nachsehen und möchte ihn tröstend in die Arme nehmen. Für den Markierungs-Aktion hätte ich persönlich ihm allerdings neben einer kräftigen Abreibung auch für den Rest der Fahrt einen Knebel und einen Platz im Kofferraum verpasst. Fazit: Wie bereits erwähnt, ist Hummeldumm keine hochgeistige Literatur – aber die habe ich bei Jaud weder erwartet noch brauche ich sie, um mich gut unterhalten zu fühlen. Man taucht nicht nur durch den Schreibstil sondern auch wegen der Erzählweise schnell in die Geschichte ein. Das Buch lässt sich auch mit kleineren Störungen leicht und flüssig weiter-lesen. Sein Roman ist ein amüsanter Lesequickie, den ich jedem ans Herz legen kann, der mal wieder lachen will. Copyright © 2012 Antje Jürgens (AJ)

Die anstehende Zugfahrt von Köln nach Hamburg brachte mich dazu, quasi in letzter Minute noch etwas zum Lesen zu erstehen. Das vorsichtshalber dafür mitgeführte Buch war einfach zu langweilig und die Fahrt zu lang, als dass ich sie ohne Alternative überstanden hätte. Nachdem meine Bücherregale in den letzten Jahren unzählige Vampire, ähnlich übernatürliche Wesen und Serientäter in sich aufgenommen haben, war wieder einmal Zeit für etwas unverfänglich Lustiges. Und nachdem mich das schreiend orangene Cover mit dem putzig-dämlich starrenden Erdmännchen förmlich anbettelte, es mitzunehmen, landete Jauds Hummeldumm in meinem Reisegepäck. Niedlich fand ich auch die Idee, auf den Seiten unten rechts ein Daumenkino einzubauen. Es zeigt das Erdmännchen mit einem Adapter jonglierend oder die Nase rümpfend.

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Die Buchrückseite verrät, dass es um 9 Trottel mit albernen Sonnenhüten, 271 gar nicht mal so wilde Tiere, 3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus, und weit und breit kein Handynetz geht. In Namibia erlebt Matthias Klein (genannt Matze), der die Geschichte erzählt, an der Seite seiner Freundin Sina nicht die erhoffte Entspannung. Die vergessene Anzahlung für das traute Eigenheim, in dem er und Sina bald nach ihrer Rückkehr ziehen wollen, in einem Land, in dem Online-Überweisungen einen schon mal vor Probleme stellen können, sollte man kein Ladekabel dabei haben, ist nur eins der Probleme, die sich dort für ihn ergeben. Schließlich will er nicht, dass Sina etwas von seinem dummen Fehler erfährt. Schon allein, weil er ihr dann nicht mehr vorwerfen kann, dass er grundsätzlich und schon gar nicht mit der von ihr gebuchten Reisegruppe durch Namibia reisen will.

Und so wird nicht nur seine Geduld, sondern vor allem die seiner Freundin (samt ihrer Be-ziehung zueinander), seiner Mitreisenden und seines Reiseführers auf die Probe gestellt. Und stellenweise auch die seiner Leserschaft, denn wie bereits im Inhaltsverzeichnis verraten wird, dreht sich tatsächlich im Großteil des Buches alles um die verzweifelte Suche nach der Möglichkeit zu telefonieren oder wenigstens per Internet Kontakt aufzunehmen. Der Handlungsort wechselt dabei (es handelt sich ja um eine Rundreise), aber es bleibt eben größtenteils die (vergebliche) Suche.

Dass das Buch dennoch für verwunderte Blicke (meiner Mitreisenden auf mich) gesorgt hat, lag an der Art und Weise, wie Jaud seinen Protagonisten und dessen Reisegefährten beschreibt. Nach dem dritten Lacher meinerseits las mein Nebenmann fleißig mit und irgendwann ernteten wir gemeinsam seltsame Blicke. Teils klischeehaft, teils bitterböse offenbart Jaud auf erfrischende und liebevolle Art seine Figuren und lässt sie von einer klamaukartigen Szene in die nächste taumeln bzw. fahren und situationskomische Höhepunkte erleben. Ihre Eigenheiten, wie etwa Dialekt, Vorlieben, oder Wesenszüge fordern der Geduld des Reiseführers Bahee einiges ab. Etwas überzeichnet hat Jaud sie, dennoch kann man sich jeden einzelnen von ihnen gut vorstellen und mit ihnen fühlen. Ihre kleinen und größeren Schwächen, ihre Eitelkeiten und die Fähigkeit zum Selbstbetrug machen sie lebendig. Jeder, der schon einmal eine Rundreise mit lauter unbekannten Mitreisenden gemacht hat, wird teilweise sehr gut nachfühlen können, was die Truppe so durchmacht, kann man sich doch seine Mitreisenden dabei selten aussuchen. Und obwohl Matze sich stellenweise als teils cholerischer, teils eifersüchtiger Unsympath herauskristallisiert, kann man ihm das meiste lächelnd nachsehen und möchte ihn tröstend in die Arme nehmen. Für den Markierungs-Aktion hätte ich persönlich ihm allerdings neben einer kräftigen Abreibung auch für den Rest der Fahrt einen Knebel und einen Platz im Kofferraum verpasst.

Fazit:

Wie bereits erwähnt, ist Hummeldumm keine hochgeistige Literatur – aber die habe ich bei Jaud weder erwartet noch brauche ich sie, um mich gut unterhalten zu fühlen. Man taucht nicht nur durch den Schreibstil sondern auch wegen der Erzählweise schnell in die Geschichte ein. Das Buch lässt sich auch mit kleineren Störungen leicht und flüssig weiter-lesen. Sein Roman ist ein amüsanter Lesequickie, den ich jedem ans Herz legen kann, der mal wieder lachen will.

Copyright © 2012 Antje Jürgens (AJ)

geschrieben am 16.10.2012 | 714 Wörter | 4112 Zeichen

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