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Weltenwanderer, Bd. 4: Einhornblut


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Rezension von

Marc-Florian Wendland

Einhornblut Die alten Verträge zwischen den Menschen und Einhörnern wurden gebrochen. Conrad von Wackenfelsen, ein recht junger, wackerer Adliger, hat zur Jagd auf ein Einhorn geladen. So fügte es sich, dass das Einhornmädchen Nienna während der Hatz schwer verwundet wird. Einzig der Fürsorge des jungen Werwolfs Ferris ist ihr Überleben geschuldet – doch sie muss erfahren, dass ihr heiß geliebter Bruder den Häschern in die Netze gegangen ist. Gemeinsam mit Ferris begibt sich das Mädchen auf den Weg in die Stadt der Menschen, um die Freigabe ihres Bruders zu erhoffen. Dort muss sie feststellen, dass die Menschen in Furcht vor den Einhörnern leben; Furcht, die von blutigen Bildnissen und verlogenen Gerüchten genährt wird. Wird es Nienna gelingen, ihren Bruder zu befreien…? „Einhornblut“ hat gute Ansätze. Der erste Teil des ersten Kapitels ließ auf eine spannende Geschichte hoffen. Allerdings wurde diese Hoffnung nicht erfüllt, im Gegenteil, sie wurde sogar regelrecht vernichtet. Zunächst jedoch ein paar Worte über die Geschichte. Die Idee, dass Einhörner gleichsam den Werwölfen Wechselwesen sind, gefiel gut, bot sie doch zumindest neue Ansätze. Damit ist allerdings und leider das Innovative, Erwähnenswerte und Lobenswerte an diesem Kurzroman gesagt. Weder die Geschichte, noch die Erzählweise haben mich angesprochen. Der Plott strotzt geradezu vor logischen Fehlern, willkürlichen zusammengestrickten Dialogen, uninteressanten Nebengeschichten und einer signifikant schwachen Ausdrucksstärke. Die (meiner Vermutung nach sehr junge) Autorin versucht zumindest eine abwechselnde Wortwahl zu verwenden, leider beherrscht sie dies (noch) nicht. So setzt sie eine Unmenge moderner Füllworte ein, die sowohl den Leserfluss unterbrechen und als zutiefst störend empfunden wurden. Vielfach bleibt das Verhalten der Charaktere sinnfrei – vermutlich hatte die Autorin ein Ziel und musste die Personen auf ihrem Weg dorthin in das entsprechend logische Korsett zwängen. So stellt sich mir beispielsweise die Frage, warum die derart zahlenmäßig überlegenen Menschen mit den Werwölfen und Einhörnern dereinst einen Friedensvertrag eingegangen sind. Es existieren zum Zeitpunkt der Erzählung dreißig Einhorn- und similär viele Werwolffamilien. Friedensverträge ergeben sich gemeinhin zwischen Parteien, die mit annähernd gleicher Ausgangslage, respektive Stärke, versuchen einen zähen, verlustreichen und kollateralen Krieg zu vermeiden. Was die Menschen in Einhornblut zu diesem Schritt bewogen hat, bleibt allerdings unklar – bis zum Schluss. Nur um eine, die Geschichte weniger affektierende Ungereimtheiten zu nennen. Leider kann ich Einhornblut kein gutes Zeugnis ausstellen. Es ist von allen Bänden (der ersten Riege) der mit Abstand schwächste aus der Weltenwanderer-Reihe. Der Plott ist unnötig in die Länge gezogen, der Spannungsbogen bleibt flach. Kurzromane zehren jedoch von der hohen Kunst mit wenig Worten eine Welt und seine Gegebenheiten mit Leben zu füllen – Einhornblut beinhaltet dagegen jede Menge Worte, aber weder Tiefe noch Plastizität oder gar Leben.

Die alten Verträge zwischen den Menschen und Einhörnern wurden gebrochen. Conrad von Wackenfelsen, ein recht junger, wackerer Adliger, hat zur Jagd auf ein Einhorn geladen. So fügte es sich, dass das Einhornmädchen Nienna während der Hatz schwer verwundet wird. Einzig der Fürsorge des jungen Werwolfs Ferris ist ihr Überleben geschuldet – doch sie muss erfahren, dass ihr heiß geliebter Bruder den Häschern in die Netze gegangen ist. Gemeinsam mit Ferris begibt sich das Mädchen auf den Weg in die Stadt der Menschen, um die Freigabe ihres Bruders zu erhoffen. Dort muss sie feststellen, dass die Menschen in Furcht vor den Einhörnern leben; Furcht, die von blutigen Bildnissen und verlogenen Gerüchten genährt wird. Wird es Nienna gelingen, ihren Bruder zu befreien…?

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2
12.10.2010
3
12.10.2010
4
12.10.2010
5
01.10.2010

„Einhornblut“ hat gute Ansätze. Der erste Teil des ersten Kapitels ließ auf eine spannende Geschichte hoffen. Allerdings wurde diese Hoffnung nicht erfüllt, im Gegenteil, sie wurde sogar regelrecht vernichtet. Zunächst jedoch ein paar Worte über die Geschichte.

Die Idee, dass Einhörner gleichsam den Werwölfen Wechselwesen sind, gefiel gut, bot sie doch zumindest neue Ansätze. Damit ist allerdings und leider das Innovative, Erwähnenswerte und Lobenswerte an diesem Kurzroman gesagt. Weder die Geschichte, noch die Erzählweise haben mich angesprochen. Der Plott strotzt geradezu vor logischen Fehlern, willkürlichen zusammengestrickten Dialogen, uninteressanten Nebengeschichten und einer signifikant schwachen Ausdrucksstärke. Die (meiner Vermutung nach sehr junge) Autorin versucht zumindest eine abwechselnde Wortwahl zu verwenden, leider beherrscht sie dies (noch) nicht. So setzt sie eine Unmenge moderner Füllworte ein, die sowohl den Leserfluss unterbrechen und als zutiefst störend empfunden wurden.

Vielfach bleibt das Verhalten der Charaktere sinnfrei – vermutlich hatte die Autorin ein Ziel und musste die Personen auf ihrem Weg dorthin in das entsprechend logische Korsett zwängen. So stellt sich mir beispielsweise die Frage, warum die derart zahlenmäßig überlegenen Menschen mit den Werwölfen und Einhörnern dereinst einen Friedensvertrag eingegangen sind. Es existieren zum Zeitpunkt der Erzählung dreißig Einhorn- und similär viele Werwolffamilien. Friedensverträge ergeben sich gemeinhin zwischen Parteien, die mit annähernd gleicher Ausgangslage, respektive Stärke, versuchen einen zähen, verlustreichen und kollateralen Krieg zu vermeiden. Was die Menschen in Einhornblut zu diesem Schritt bewogen hat, bleibt allerdings unklar – bis zum Schluss. Nur um eine, die Geschichte weniger affektierende Ungereimtheiten zu nennen.

Leider kann ich Einhornblut kein gutes Zeugnis ausstellen. Es ist von allen Bänden (der ersten Riege) der mit Abstand schwächste aus der Weltenwanderer-Reihe. Der Plott ist unnötig in die Länge gezogen, der Spannungsbogen bleibt flach. Kurzromane zehren jedoch von der hohen Kunst mit wenig Worten eine Welt und seine Gegebenheiten mit Leben zu füllen – Einhornblut beinhaltet dagegen jede Menge Worte, aber weder Tiefe noch Plastizität oder gar Leben.

geschrieben am 01.10.2010 | 434 Wörter | 2634 Zeichen

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