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Dracula - die Wiederkehr


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Informationen zum Buch
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  Extras

Rezension von

E. Kneisel

Dracula - die Wiederkehr England 1912: Quincey Harker strebt eine Karriere als Schauspieler an und lehnt sich damit immer wieder gegen die Wünsche seines Vaters auf, der in ihm einen guten Anwalt und seinen Nachfolger sieht. Als er einen der größten Schauspieler seiner Zeit, den Rumänen Basarab kennen lernt, wird sein Leben immer turbulenter. Zunächst stirbt ein alter Freund seiner Eltern, Jack Seward, vor dem Theater in dem er sich mit seinem Idol trifft, dann gerät ein Theaterdrehbuch in seine Hände, in dem seine Eltern und deren Freunde auftreten. Sie alle sind laut der Geschichte in einen Kampf gegen ein Monster, einen Vampir namens Dracula, verwickelt. Kurz darauf erfährt er, dass sein Vater mitten in London auf einen großen Holzpfahl aufgespießt wurde, seine Eltern tatsächlich viele dunkle Geheimnisse vor ihm haben und die Gefahr nicht nur von einem, sondern von gleich zwei Vampiren ausgeht. Er steht vor der Wahl zwischen Licht und Dunkelheit und der beständigen Frage, wem er überhaupt noch vertrauen kann, wenn er sich entschließt einen Kampf zu beenden, den seine Eltern Jahre zuvor begonnen haben. Der Mythos um den sagenhaften Vampir Dracula ist mittlerweile schon über 200 Jahre alt. Anstoß für die Geschichte um das Monster aus Transsylvanien war das Buch von Bram Stoker, das 1897 in London veröffentlicht wurde. Zwar gab es schon immer Vampir- und Gruselgeschichten aber mit „Dracula“ wurde der Grundstein für all die modernen Horrorromane und Filme gelegt, die es inzwischen gibt. Und obwohl immer wieder von Fortsetzungen der Geschichte, um die Harkers, Lucy, van Hellsing und die anderen Streiter für das Licht, wurde doch nie eine offizielle Fortsetzung geschrieben. Mit „Dracula – die Wiederkehr“ ist dies nun der Fall. Geschrieben wurde das Buch von Dacre Stoker, einem Nachfahren des ursprünglichen Autors und Ian Holt, einem echten Dracula-Fan. Da das Buch so einen bekannten Vorgänger hat, wird es natürlich immer auch auf dieses Buch bezogen, aber zunächst soll es als eigenständiges Buch betrachtet werden. Es lässt sich nicht mit den aktuell beliebten Vampirromanen, wie zum Beispiel die Twilight Saga, vergleichen. Die erzählte Geschichte ist sehr viel düsterer, die Charaktere tiefgründiger und aufgrund des Settings im Roman sind auch die historischen Begebenheiten sehr viel genauer recherchiert und die Lokalitäten differenzierter dargestellt. Bei dem Buch handelt es sich eben nicht um einen Teenieroman, der in der heutigen Zeit spielt. Der Prolog des Buches, in Form eines Briefes von Mina an ihren Sohn Quincey, beschwört Unheil herauf und zieht den Leser in seinen Bann. Danach fällt der Einstieg in das Buch nicht mehr ganz so leicht, wie erwartet. Da sich am Anfang alles nur um den jungen Harker dreht und die Rolle der Vampire und die von Prinz Dracula nur sehr langsam an Bedeutung gewinnt, obwohl es immer wieder Vampirszenen gibt. In seinem Verlauf legt der Roman beständig an Spannung zu und wird immer flüssiger lesbar. Ziel der Autoren war es ein Buch zuschreiben, das möglichst vielen Dracula-Anhängern gefällt und gleichzeitig auch eine Verbindung zu Bram Stoker und dem Originalwerk herstellt. Diese Verbindung ist den beiden auf jeden Fall gelungen. Die neue Geschichte ist geschickt mit der alten verwoben. Bekannte Personen und Schauplätze tauchen wieder auf. Quincey Harker erfährt Schritt für Schritt von den Abenteuern und Erlebnissen seiner Eltern und der Streiter für das Licht und somit wird auch für den Leser die ursprüngliche immer wieder aufgegriffen und erzählt. Gleichzeitig werden neue Charaktere eingeführt und die Persönlichkeit weiterentwickelt. Dabei orientieren sie sich an dem Bild, das heute von Vampiren herrscht. Dracula wird stärker als zuvor mit seinem historischen Vorbild verknüpft und somit menschlicher gemacht. Dadurch wirkt er nicht mehr wie ein kaltes seelenloses Monster, sondern wie eine denkende und auch mitfühlende Kreatur, die zwar Schreckliches tut, aber nachvollziehbare Gründe hat. Am Ende des Buches kommen noch einmal die beiden Autoren zu Wort und erklären nicht nur ihre Vorgehensweise, sondern auch ihre Gedanken und die Ideen, die zu dem Buch führten und welche Veränderungen sie aus welchen Gründen vorgenommen haben. Das Buch wirkt auf der einen Seite sehr gut recherchiert und man merkt – auch anhand der Aussage der Autoren – wie viel Mühe und Arbeit dahinter steckt. Es ist spannend und ein endlich mal wieder ein Vampirroman, in dem die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht und die Tatsache, dass die Charaktere gute und schlechte Charakterzüge haben, sehr deutlich wird. Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Veränderungen im Vergleich mit dem Original und die Einführung eines Zusammenhangs zwischen Vampiren und „Jack the Ripper“ wirkt etwas einfach. Der Hauptkritikpunkt ist – aus meiner Sicht – jedoch ein Übersetzungsproblem, das bei jeder Erwähnung irritierend wirkt: es wäre klüger gewesen „Jack the Ripper“ seinen englischen Namen zu lassen. Trotz allem ist das Buch für alle Fans von Horrorromanen und Vampiren und auch für alle Dracula-Fans empfehlenswert.

England 1912: Quincey Harker strebt eine Karriere als Schauspieler an und lehnt sich damit immer wieder gegen die Wünsche seines Vaters auf, der in ihm einen guten Anwalt und seinen Nachfolger sieht. Als er einen der größten Schauspieler seiner Zeit, den Rumänen Basarab kennen lernt, wird sein Leben immer turbulenter. Zunächst stirbt ein alter Freund seiner Eltern, Jack Seward, vor dem Theater in dem er sich mit seinem Idol trifft, dann gerät ein Theaterdrehbuch in seine Hände, in dem seine Eltern und deren Freunde auftreten. Sie alle sind laut der Geschichte in einen Kampf gegen ein Monster, einen Vampir namens Dracula, verwickelt. Kurz darauf erfährt er, dass sein Vater mitten in London auf einen großen Holzpfahl aufgespießt wurde, seine Eltern tatsächlich viele dunkle Geheimnisse vor ihm haben und die Gefahr nicht nur von einem, sondern von gleich zwei Vampiren ausgeht.

weitere Rezensionen von E. Kneisel


Er steht vor der Wahl zwischen Licht und Dunkelheit und der beständigen Frage, wem er überhaupt noch vertrauen kann, wenn er sich entschließt einen Kampf zu beenden, den seine Eltern Jahre zuvor begonnen haben.

Der Mythos um den sagenhaften Vampir Dracula ist mittlerweile schon über 200 Jahre alt. Anstoß für die Geschichte um das Monster aus Transsylvanien war das Buch von Bram Stoker, das 1897 in London veröffentlicht wurde. Zwar gab es schon immer Vampir- und Gruselgeschichten aber mit „Dracula“ wurde der Grundstein für all die modernen Horrorromane und Filme gelegt, die es inzwischen gibt. Und obwohl immer wieder von Fortsetzungen der Geschichte, um die Harkers, Lucy, van Hellsing und die anderen Streiter für das Licht, wurde doch nie eine offizielle Fortsetzung geschrieben. Mit „Dracula – die Wiederkehr“ ist dies nun der Fall. Geschrieben wurde das Buch von Dacre Stoker, einem Nachfahren des ursprünglichen Autors und Ian Holt, einem echten Dracula-Fan.

Da das Buch so einen bekannten Vorgänger hat, wird es natürlich immer auch auf dieses Buch bezogen, aber zunächst soll es als eigenständiges Buch betrachtet werden. Es lässt sich nicht mit den aktuell beliebten Vampirromanen, wie zum Beispiel die Twilight Saga, vergleichen. Die erzählte Geschichte ist sehr viel düsterer, die Charaktere tiefgründiger und aufgrund des Settings im Roman sind auch die historischen Begebenheiten sehr viel genauer recherchiert und die Lokalitäten differenzierter dargestellt. Bei dem Buch handelt es sich eben nicht um einen Teenieroman, der in der heutigen Zeit spielt.

Der Prolog des Buches, in Form eines Briefes von Mina an ihren Sohn Quincey, beschwört Unheil herauf und zieht den Leser in seinen Bann. Danach fällt der Einstieg in das Buch nicht mehr ganz so leicht, wie erwartet. Da sich am Anfang alles nur um den jungen Harker dreht und die Rolle der Vampire und die von Prinz Dracula nur sehr langsam an Bedeutung gewinnt, obwohl es immer wieder Vampirszenen gibt. In seinem Verlauf legt der Roman beständig an Spannung zu und wird immer flüssiger lesbar.

Ziel der Autoren war es ein Buch zuschreiben, das möglichst vielen Dracula-Anhängern gefällt und gleichzeitig auch eine Verbindung zu Bram Stoker und dem Originalwerk herstellt.

Diese Verbindung ist den beiden auf jeden Fall gelungen. Die neue Geschichte ist geschickt mit der alten verwoben. Bekannte Personen und Schauplätze tauchen wieder auf. Quincey Harker erfährt Schritt für Schritt von den Abenteuern und Erlebnissen seiner Eltern und der Streiter für das Licht und somit wird auch für den Leser die ursprüngliche immer wieder aufgegriffen und erzählt. Gleichzeitig werden neue Charaktere eingeführt und die Persönlichkeit weiterentwickelt. Dabei orientieren sie sich an dem Bild, das heute von Vampiren herrscht.

Dracula wird stärker als zuvor mit seinem historischen Vorbild verknüpft und somit menschlicher gemacht. Dadurch wirkt er nicht mehr wie ein kaltes seelenloses Monster, sondern wie eine denkende und auch mitfühlende Kreatur, die zwar Schreckliches tut, aber nachvollziehbare Gründe hat.

Am Ende des Buches kommen noch einmal die beiden Autoren zu Wort und erklären nicht nur ihre Vorgehensweise, sondern auch ihre Gedanken und die Ideen, die zu dem Buch führten und welche Veränderungen sie aus welchen Gründen vorgenommen haben.

Das Buch wirkt auf der einen Seite sehr gut recherchiert und man merkt – auch anhand der Aussage der Autoren – wie viel Mühe und Arbeit dahinter steckt. Es ist spannend und ein endlich mal wieder ein Vampirroman, in dem die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund steht und die Tatsache, dass die Charaktere gute und schlechte Charakterzüge haben, sehr deutlich wird.

Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Veränderungen im Vergleich mit dem Original und die Einführung eines Zusammenhangs zwischen Vampiren und „Jack the Ripper“ wirkt etwas einfach.

Der Hauptkritikpunkt ist – aus meiner Sicht – jedoch ein Übersetzungsproblem, das bei jeder Erwähnung irritierend wirkt: es wäre klüger gewesen „Jack the Ripper“ seinen englischen Namen zu lassen.

Trotz allem ist das Buch fĂĽr alle Fans von Horrorromanen und Vampiren und auch fĂĽr alle Dracula-Fans empfehlenswert.

geschrieben am 08.01.2011 | 784 Wörter | 4378 Zeichen

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