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Johannes Cabal, Bd. 2: Totenbeschwörer


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Rezension von

E. Kneisel

Totenbeschwörer Eigentlich wollte Johannes Cabal nur ein Buch ausleihen, aber eine Verkettung von Umständen führt dazu, dass er in einer Zelle sitzt und auf seine Hinrichtung wartet. Zugegeben er kam ohne vorherige Anmeldung mitten in der Nacht in die Bibliothek, um das Buch aus der Sicherheitsverwahrung abzuholen, aber selbst eine solche Situation ist nicht völlig aussichtslos, wenn man wie Johannes hauptberuflicher Wissenschaftler und Nekromant ist. Denn davon können auch ganze Regierungen provitieren, wenn zum Beispiel ein toter Kaiser unbedingt noch eine letzte Rede halten muss. Und schon steht Cabal auf dem sehr dünne Eis namens Politik, die er selbst mehr als verabscheut; in einem Land, das eine sehr blutige Geschichte hat und dem ein Bürgerkrieg kurz bevor steht. Der unglückliche Verlauf der Rede führt dazu, dass Cabal schnellst möglich das Land verlassen muss und die beste Chance ergreift, indem er als Gerhard Meissner – Registerführer erster Klasse, Abteilung für administrative Koordination – an dem Jungfernflug der „Prinzessin Hortense“ teilnimmt. Doch auch dort nehmen seine Problem nicht ab, denn mit ihm reist eine alte Bekannte, die nicht gerade gut auf ihn zu sprechen ist. Als Geisterbeschwörer ist er es zwar gewohnt gegen Leichen und andere Dinge zu kämpfen, aber gesellige Abende und Frauen, die ihm zuzwinkern, zählen gewiss nicht zu seinen Stärken. Zu allem Überfluss verschwinden schließlich auch noch Fluggäste und Cabals Leben ist wieder einmal in Gefahr. Für alle, denen das noch nicht genug ist, gibt es am Ende noch einmal eine kleine Zugabe aus einer anderen Episode aus Cabals Leben, in denen er es wieder mal mit Toten, die nicht tot bleiben wollen, zu tun hat. „Totenbeschwörer“ ist nach „Seelenfänger“ das zweite Buch über den Nekromanten Johannes Cabal aus der Feder von Jonathan L. Howard. Auch wenn der erste Teil schon sehr überzeugend war, legt der zweite noch einmal deutlich an Qualtät zu. Die Geschichte wirkt insgesamt flüssiger und zielgerichteter. Wenn man nur nach der Story geht, haben die beiden Bücher recht wenig miteinander gemeinsam. Während im ersten Teil noch die Toten und die Beschwörungen im Vordergrund standen, stehen diesmal die Charaktere an erster Stelle. Johannes ist ja bereits bekannt und auch Leonie Barrow, die bereits im ersten Teil ihre Rolle hatte, taucht wieder auf. Dennoch, oder gerade deswegen, wirken die Charaktere keineswegs bekannt, sondern sind immer für eine Überraschung gut. Howard gelingt es die Persönlichkeit des Geisterbeschörers noch feiner zu zeichnen und auch immer mal wieder Fetzten aus dessen Vergangenheit einfließen zu lassen, die ihn als Charakter noch greifbarer machen. Obwohl Johannes auf den ersten Blick kalt und grausam wirkt, verschafft ihm Howard doch auch eine menschliche Seite, indem er – nach dem erfolgreichen wieder erlangen seine Seele in Band eins – immer wieder auf Cabals Gewissen zu sprechen kommt, auch wenn sich der Charakter dadurch nur gestört fühlt. Auch in Sachen scharzem Humor setzt der Autor noch einmal nach. Die Äußerungen und Gedanken von Cabal werden noch bissiger und direkter. Gleichzeitig wirken sie so selbstverständlich für ihn und passen so gut zum Charakterkonzept, dass man nicht einmal verwundert darüber ist. Da das Buch aus der Sicht Cabals erzählt wird und dieser eine ganz eigene Sicht auf die Menschheit hat, passt diese Art des Humors sehr gut in das Konzept der Geschichte. Die Gestaltung des Buches überzeugt ebenso wie die des ersten Teils, wieder sind es die sehr präzisen Kapitelüberschriften, die den Leser sofort in die Welt von Johannes entführen. Hinzukommen die kleinen und größeren Bilder, wie zum Beispiel das Bild der „Hortense“ anhand dessen der Aufbau des Luftschiffes für den Leser sehr plastisch vorstellbar wird. Jonathan L. Howard schafft es mit seinem direkten Stil Situationen und Personen einzufangen und diese dem Leser auf eine gnadenlos einfache Weise zu vermitteln. Es gelingt ihm zum Beispiel innerhalb von zwei Seiten eine zwölfköpfige Tischemeinschaft so zu beschreiben, dass man sich jeden einzelnen genau vorstellen kann (Dabei geht es weniger um das aussehen als um die Eigenarten und Charakterzüge, die eine Person ausmachen). Er arbeitet geschickt mit vorhandenen Klischees und Vorurteilen, gibt dem ganzen gleichzeitig seine ganz eigene Form mit und regt dadurch sogar zum Nachdenken an. Vom ersten zum zweiten Teil haben sich Autor, Story und Charaktere deutlich weiterentwickelt. Wer den Nekromanten und seine Art bereits im ersten Teil mochte, wird ihn in diesem Teil lieben auch wenn die Stories der beiden Bände wenig mit einander gemeinsam haben. Neben der Spannung und der guten Geschichte erhält allein der geniale Humor die Geschichte am Leben. Selbst wenn die Story weniger gut durchdacht und einfallsreich wäre, würden allein Cabals Auftritte und der damit verbundene Humor, das Buch lesenswert machen.

Eigentlich wollte Johannes Cabal nur ein Buch ausleihen, aber eine Verkettung von Umständen führt dazu, dass er in einer Zelle sitzt und auf seine Hinrichtung wartet. Zugegeben er kam ohne vorherige Anmeldung mitten in der Nacht in die Bibliothek, um das Buch aus der Sicherheitsverwahrung abzuholen, aber selbst eine solche Situation ist nicht völlig aussichtslos, wenn man wie Johannes hauptberuflicher Wissenschaftler und Nekromant ist. Denn davon können auch ganze Regierungen provitieren, wenn zum Beispiel ein toter Kaiser unbedingt noch eine letzte Rede halten muss.

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Und schon steht Cabal auf dem sehr dünne Eis namens Politik, die er selbst mehr als verabscheut; in einem Land, das eine sehr blutige Geschichte hat und dem ein Bürgerkrieg kurz bevor steht.

Der unglückliche Verlauf der Rede führt dazu, dass Cabal schnellst möglich das Land verlassen muss und die beste Chance ergreift, indem er als Gerhard Meissner – Registerführer erster Klasse, Abteilung für administrative Koordination – an dem Jungfernflug der „Prinzessin Hortense“ teilnimmt. Doch auch dort nehmen seine Problem nicht ab, denn mit ihm reist eine alte Bekannte, die nicht gerade gut auf ihn zu sprechen ist.

Als Geisterbeschwörer ist er es zwar gewohnt gegen Leichen und andere Dinge zu kämpfen, aber gesellige Abende und Frauen, die ihm zuzwinkern, zählen gewiss nicht zu seinen Stärken. Zu allem Überfluss verschwinden schließlich auch noch Fluggäste und Cabals Leben ist wieder einmal in Gefahr.

Für alle, denen das noch nicht genug ist, gibt es am Ende noch einmal eine kleine Zugabe aus einer anderen Episode aus Cabals Leben, in denen er es wieder mal mit Toten, die nicht tot bleiben wollen, zu tun hat.

„Totenbeschwörer“ ist nach „Seelenfänger“ das zweite Buch über den Nekromanten Johannes Cabal aus der Feder von Jonathan L. Howard. Auch wenn der erste Teil schon sehr überzeugend war, legt der zweite noch einmal deutlich an Qualtät zu. Die Geschichte wirkt insgesamt flüssiger und zielgerichteter. Wenn man nur nach der Story geht, haben die beiden Bücher recht wenig miteinander gemeinsam. Während im ersten Teil noch die Toten und die Beschwörungen im Vordergrund standen, stehen diesmal die Charaktere an erster Stelle. Johannes ist ja bereits bekannt und auch Leonie Barrow, die bereits im ersten Teil ihre Rolle hatte, taucht wieder auf. Dennoch, oder gerade deswegen, wirken die Charaktere keineswegs bekannt, sondern sind immer für eine Überraschung gut. Howard gelingt es die Persönlichkeit des Geisterbeschörers noch feiner zu zeichnen und auch immer mal wieder Fetzten aus dessen Vergangenheit einfließen zu lassen, die ihn als Charakter noch greifbarer machen. Obwohl Johannes auf den ersten Blick kalt und grausam wirkt, verschafft ihm Howard doch auch eine menschliche Seite, indem er – nach dem erfolgreichen wieder erlangen seine Seele in Band eins – immer wieder auf Cabals Gewissen zu sprechen kommt, auch wenn sich der Charakter dadurch nur gestört fühlt.

Auch in Sachen scharzem Humor setzt der Autor noch einmal nach. Die Äußerungen und Gedanken von Cabal werden noch bissiger und direkter. Gleichzeitig wirken sie so selbstverständlich für ihn und passen so gut zum Charakterkonzept, dass man nicht einmal verwundert darüber ist. Da das Buch aus der Sicht Cabals erzählt wird und dieser eine ganz eigene Sicht auf die Menschheit hat, passt diese Art des Humors sehr gut in das Konzept der Geschichte.

Die Gestaltung des Buches überzeugt ebenso wie die des ersten Teils, wieder sind es die sehr präzisen Kapitelüberschriften, die den Leser sofort in die Welt von Johannes entführen. Hinzukommen die kleinen und größeren Bilder, wie zum Beispiel das Bild der „Hortense“ anhand dessen der Aufbau des Luftschiffes für den Leser sehr plastisch vorstellbar wird.

Jonathan L. Howard schafft es mit seinem direkten Stil Situationen und Personen einzufangen und diese dem Leser auf eine gnadenlos einfache Weise zu vermitteln. Es gelingt ihm zum Beispiel innerhalb von zwei Seiten eine zwölfköpfige Tischemeinschaft so zu beschreiben, dass man sich jeden einzelnen genau vorstellen kann (Dabei geht es weniger um das aussehen als um die Eigenarten und Charakterzüge, die eine Person ausmachen). Er arbeitet geschickt mit vorhandenen Klischees und Vorurteilen, gibt dem ganzen gleichzeitig seine ganz eigene Form mit und regt dadurch sogar zum Nachdenken an.

Vom ersten zum zweiten Teil haben sich Autor, Story und Charaktere deutlich weiterentwickelt. Wer den Nekromanten und seine Art bereits im ersten Teil mochte, wird ihn in diesem Teil lieben auch wenn die Stories der beiden Bände wenig mit einander gemeinsam haben. Neben der Spannung und der guten Geschichte erhält allein der geniale Humor die Geschichte am Leben. Selbst wenn die Story weniger gut durchdacht und einfallsreich wäre, würden allein Cabals Auftritte und der damit verbundene Humor, das Buch lesenswert machen.

geschrieben am 24.12.2010 | 756 Wörter | 4212 Zeichen

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Rezension von

Letterschming

Totenbeschwörer „Totenbeschwörer“ ist der zweite Band aus Jonathan L. Howards Phantasy-Reihe um den skrupellosen Nekromanten Johannes Cabal mit dem schwarzen Humor. Der erste Teil, „Seelenfänger“, erschien im September 2009 im Goldmann-Verlag, der zweite im September 2010. Cabals zweites Abenteuer beginnt so harmlos, wie es für einen Totenbeschwörer eben möglich ist. Cabal möchte „nur“ ein verbotenes Buch über Nekromantie aus der Bibliothek entwenden. Doch das nächtliche Unterfangen misslingt und Cabal wird erwischt. Er landet im Gefängnis und wartet auf den Galgen, denn in Mirkarvien steht auf Diebstahl die Todesstrafe. Doch dann taucht ein gewisser Comte Marechal auf und bietet ihm einen Deal an: Cabal entgeht der Todesstrafe, wenn er dafür den soeben verstorbenen Kaiser noch einmal zum Leben erweckt, um eine letzte, entscheidende Rede zu halten. Cabal geht auf das Angebot ein. Allerdings führt er den Auftrag etwas anders aus, als der Comte sich das vorgestellt hat, und schon befindet er sich wieder auf der Flucht. Mit einer falschen Identität schleicht sich Cabal an Bord des Luftschiffes „Prinzessin Hortense“, das ihn unbemerkt außer Landes bringen soll. Doch damit geht das Abenteuer erst richtig los, denn schon bald geschehen rätselhafte Morde an Bord des Luftschiffes und Cabals Tarnung sowie sein Leben sind in Gefahr. Auch wenn die Geschichte hinter dem zweiten Band nicht so skurril ist wie beim ersten Teil, hat sie doch sofort mein Interesse geweckt. Nachdem der erste Roman mit seiner obskuren Handlung und einer gehörigen Portion Galgenhumor von Anfang bis Ende fesselnd war, habe ich dem zweiten Band mit freudiger Erwartung entgegengesehen – und wurde gänzlich enttäuscht. Schon der Titel steht im absoluten Widerspruch zum Inhalt des Buches. Totenbeschwörer? Cabals nekromantische Fähigkeiten spielen in dem gesamten Roman nur zweimal kurz eine Rolle. Abgesehen davon kann kaum von einem Phantasy-Roman die Rede sein. War der erste Band noch voller Magie, so erinnert der zweite Teil eher an einen fünfzig Jahre alten Krimi. Anstatt mit dem Teufel zu verhandeln und mit einem skurrilen Jahrmarkt auf Wanderschaften zu gehen, untersucht Cabal Tatorte und versucht, sich vor den Behörden zu verstecken. Der Hintergrund ist kein gefährlicher Handel mit Seelen, sondern ein politisches Chaos, dem es zu entrinnen gilt. Zur Seite steht Cabal lediglich Leonie Barrow, die schon im ersten Teil eine Rolle spielt. Zwar sind die Gespräche zwischen den beiden zwischendurch ganz nett, aber es reicht nicht einmal zu einem Schmunzeln, während ich über den ersten Band oftmals laut gelacht habe. Die anderen Charaktere sind gar nicht der Rede wert. Man merkt, dass der Autor sich Mühe gibt, auch diese möglichst obskur zu gestalten. Dabei bleiben sie jedoch so blass, dass man als Leser lediglich verwirrt über deren Handeln ist. Das viele Herumgerate, wer denn nun der Mörder sein könnte und wie er den Mord begangen haben könnte, artet oft in seitenlangen Diskussionen aus, die letztendlich zu keinem Schluss kommen. Später habe ich diese Seiten nur noch überflogen. Zwar ist die Auflösung meiner Meinung nach durchaus überraschend, aber der Weg dorthin gestaltet sich viel zu langatmig. Fazit: In meinen Augen leider eine echte Enttäuschung. Ich war vom ersten Band wirklich begeistert, aber jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich den dritten Band überhaupt noch in die Hand nehmen werde. Weder die Charaktere, noch die Handlung können mich in diesem Teil überzeugen. Ehrlich gesagt war ich froh, als ich endlich die letzte Seite erreicht habe.

„Totenbeschwörer“ ist der zweite Band aus Jonathan L. Howards Phantasy-Reihe um den skrupellosen Nekromanten Johannes Cabal mit dem schwarzen Humor. Der erste Teil, „Seelenfänger“, erschien im September 2009 im Goldmann-Verlag, der zweite im September 2010.

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Cabals zweites Abenteuer beginnt so harmlos, wie es für einen Totenbeschwörer eben möglich ist. Cabal möchte „nur“ ein verbotenes Buch über Nekromantie aus der Bibliothek entwenden. Doch das nächtliche Unterfangen misslingt und Cabal wird erwischt. Er landet im Gefängnis und wartet auf den Galgen, denn in Mirkarvien steht auf Diebstahl die Todesstrafe. Doch dann taucht ein gewisser Comte Marechal auf und bietet ihm einen Deal an: Cabal entgeht der Todesstrafe, wenn er dafür den soeben verstorbenen Kaiser noch einmal zum Leben erweckt, um eine letzte, entscheidende Rede zu halten.

Cabal geht auf das Angebot ein. Allerdings führt er den Auftrag etwas anders aus, als der Comte sich das vorgestellt hat, und schon befindet er sich wieder auf der Flucht. Mit einer falschen Identität schleicht sich Cabal an Bord des Luftschiffes „Prinzessin Hortense“, das ihn unbemerkt außer Landes bringen soll. Doch damit geht das Abenteuer erst richtig los, denn schon bald geschehen rätselhafte Morde an Bord des Luftschiffes und Cabals Tarnung sowie sein Leben sind in Gefahr.

Auch wenn die Geschichte hinter dem zweiten Band nicht so skurril ist wie beim ersten Teil, hat sie doch sofort mein Interesse geweckt. Nachdem der erste Roman mit seiner obskuren Handlung und einer gehörigen Portion Galgenhumor von Anfang bis Ende fesselnd war, habe ich dem zweiten Band mit freudiger Erwartung entgegengesehen – und wurde gänzlich enttäuscht.

Schon der Titel steht im absoluten Widerspruch zum Inhalt des Buches. Totenbeschwörer? Cabals nekromantische Fähigkeiten spielen in dem gesamten Roman nur zweimal kurz eine Rolle. Abgesehen davon kann kaum von einem Phantasy-Roman die Rede sein. War der erste Band noch voller Magie, so erinnert der zweite Teil eher an einen fünfzig Jahre alten Krimi.

Anstatt mit dem Teufel zu verhandeln und mit einem skurrilen Jahrmarkt auf Wanderschaften zu gehen, untersucht Cabal Tatorte und versucht, sich vor den Behörden zu verstecken. Der Hintergrund ist kein gefährlicher Handel mit Seelen, sondern ein politisches Chaos, dem es zu entrinnen gilt.

Zur Seite steht Cabal lediglich Leonie Barrow, die schon im ersten Teil eine Rolle spielt. Zwar sind die Gespräche zwischen den beiden zwischendurch ganz nett, aber es reicht nicht einmal zu einem Schmunzeln, während ich über den ersten Band oftmals laut gelacht habe. Die anderen Charaktere sind gar nicht der Rede wert. Man merkt, dass der Autor sich Mühe gibt, auch diese möglichst obskur zu gestalten. Dabei bleiben sie jedoch so blass, dass man als Leser lediglich verwirrt über deren Handeln ist.

Das viele Herumgerate, wer denn nun der Mörder sein könnte und wie er den Mord begangen haben könnte, artet oft in seitenlangen Diskussionen aus, die letztendlich zu keinem Schluss kommen. Später habe ich diese Seiten nur noch überflogen. Zwar ist die Auflösung meiner Meinung nach durchaus überraschend, aber der Weg dorthin gestaltet sich viel zu langatmig.

Fazit: In meinen Augen leider eine echte Enttäuschung. Ich war vom ersten Band wirklich begeistert, aber jetzt weiß ich nicht mehr, ob ich den dritten Band überhaupt noch in die Hand nehmen werde. Weder die Charaktere, noch die Handlung können mich in diesem Teil überzeugen. Ehrlich gesagt war ich froh, als ich endlich die letzte Seite erreicht habe.

geschrieben am 09.01.2011 | 550 Wörter | 3058 Zeichen

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