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Die 68er Bewegung


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Rezension von

Philipp Öhrlein

Die 68er Bewegung Dass Ingrid Gilcher-Holteys Geschichte der 68er Bewegung bereits in der vierten Auflage vorliegt, kommt nicht von ungefähr. Wie bei vielen Ausgaben der Beck’schen Reihe „Wissen“, bekommt man auch bei diesem Band trotz aller Kürze einen fundierten Überblick über ein begrenztes Thema. Gilcher-Holteys präziser, niemals überladener oder zu ausladender Schreibstil kommt der Erarbeitung des Themas dabei besonders entgegen. Die Autorin vermittelt dem Leser durch eine im Prolog des Büchleins dargestellte Momentaufnahme des Berliner Vietnam-Kongresses (Februar 1968) zunächst einen lebendigen Eindruck aus der Anfangszeit der 68er. Im Weiteren geht sie auf das ideell-kognitive Fundament der Bewegung sowie deren Aktivwerden ein. Von besonderem Interesse ist Gilcher-Holteys rückblickende Bewertung der Bewegung. Die Autorin ist stets bemüht sowohl Eigenheiten der jeweiligen nationalen Bewegungen darzulegen, als auch die supranationalen Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, die letztendlich ja als einer der Hauptgründe für die Faszination der 68er anzusehen sind. Angenehm ist desweiteren, dass Gilcher-Holtey - wie man es von einer wissenschaftlichen Autorin natürlich erwarten darf, angesichts der Thematik aber nicht uneingeschränkt erwarten kann – stets mit Sachlichkeit und genügend Abstand zu Werke geht. Besonders für einen Einstieg in das Thema „68er Bewegung“, aber auch darüber hinaus, ist dieses Büchlein, das – multilinguale Leser aufgemerkt! - mittlerweile sogar in tschechischer und koreanischer Übersetzung erschienen ist, wie geschaffen. Den Weit- und Überblick, den Gilcher-Holtey als Professorin für Zeitgeschichte (Uni Bielefeld) innehat, sollte jeder Leser dankend annehmen und folglich ihrem Werk in jedem Fall den Vorzug gegenüber neomarxistisch angehauchten Darstellungen des Themas geben.

Dass Ingrid Gilcher-Holteys Geschichte der 68er Bewegung bereits in der vierten Auflage vorliegt, kommt nicht von ungefähr. Wie bei vielen Ausgaben der Beck’schen Reihe „Wissen“, bekommt man auch bei diesem Band trotz aller Kürze einen fundierten Überblick über ein begrenztes Thema.

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Gilcher-Holteys präziser, niemals überladener oder zu ausladender Schreibstil kommt der Erarbeitung des Themas dabei besonders entgegen. Die Autorin vermittelt dem Leser durch eine im Prolog des Büchleins dargestellte Momentaufnahme des Berliner Vietnam-Kongresses (Februar 1968) zunächst einen lebendigen Eindruck aus der Anfangszeit der 68er. Im Weiteren geht sie auf das ideell-kognitive Fundament der Bewegung sowie deren Aktivwerden ein. Von besonderem Interesse ist Gilcher-Holteys rückblickende Bewertung der Bewegung.

Die Autorin ist stets bemüht sowohl Eigenheiten der jeweiligen nationalen Bewegungen darzulegen, als auch die supranationalen Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, die letztendlich ja als einer der Hauptgründe für die Faszination der 68er anzusehen sind. Angenehm ist desweiteren, dass Gilcher-Holtey - wie man es von einer wissenschaftlichen Autorin natürlich erwarten darf, angesichts der Thematik aber nicht uneingeschränkt erwarten kann – stets mit Sachlichkeit und genügend Abstand zu Werke geht.

Besonders für einen Einstieg in das Thema „68er Bewegung“, aber auch darüber hinaus, ist dieses Büchlein, das – multilinguale Leser aufgemerkt! - mittlerweile sogar in tschechischer und koreanischer Übersetzung erschienen ist, wie geschaffen. Den Weit- und Überblick, den Gilcher-Holtey als Professorin für Zeitgeschichte (Uni Bielefeld) innehat, sollte jeder Leser dankend annehmen und folglich ihrem Werk in jedem Fall den Vorzug gegenüber neomarxistisch angehauchten Darstellungen des Themas geben.

geschrieben am 18.06.2009 | 238 Wörter | 1606 Zeichen

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