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Die 1000 wichtigsten Daten der Weltgeschichte


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Rezension von

Lesefreund

Die 1000 wichtigsten Daten der Weltgeschichte Es war einmal. Mit diesen Worten beginnt der Mensch gern Geschichten. Doch womit beginnt Geschichte selbst? Oder vielmehr: Wann beginnt Geschichte und warum? Wie der erste Eintrag im Band von Klaus-Jürgen Matz ahnen lässt, ist es im Wesentlichen eine Frage der Überlieferung, ob Geschichte entsteht und weitergegeben wird. Dazu bedarf es eines möglichst unverwüstlichen Mediums: der Schrift. Diese wird in der Zeit um 3100 vor Christus in Form der Keilschrift von den Sumerern im Gebiet zwischen Euphrat und Tigris erfunden. Der Weg zur Hochkultur ist frei. Und dass diese nicht allein auf den Raum des Vorderen Orients beschränkt blieb, sondern sich über Griechenland, Rom, das Mittelalter sowie die einsetzende Renaissance bis in unsere Gefilde ausbreiten konnte, ist keine chronikale Selbstverständlichkeit. Die Geschichte der zivilisierten Welt ist das Ergebnis der Verkettung unzähliger Ereignisse und Begebenheiten, die sich erst im Nachhinein zu einem historischen Ganzen ordnen lassen. Ob etwa Christoph Kolumbus von einem planhaften Vorgehen sprechen konnte, als er 1492 in seinem 'Indien' landete und auf die ersten Indianer stieß? Oder ob Luther 1517 geahnt hätte, dass seine 95 Thesen, mit denen er den päpstlichen Ablasshandel kritisierte, zu einem Auseinanderbrechen der Kirche führen würden? Vermutlich nicht. Darüber hinaus ist es bedenkenswert, dass sich Hochkulturen nicht nur im vorderasiatisch-europäischen Raum entwickelten, sondern ebenso in Südamerika und Asien insgesamt. Wer hätte schon gedacht, dass die größten Sakral-Bauten der Welt nicht in Latium, sondern in Latein-Amerika und nahe Thailand stehen? Dass man in China bereits zur Zeit des europäischen Mittelalters mit ersten Raketen-Angriffen – wenngleich 'bloß' mithilfe ungelenker Schießpulver-Flugkörper – auf feindliche Heere begann? Diese und andere Ungewöhnlichkeiten sind es, welche Matz' Zusammenstellung zu einer Lektüre machen, die den eurozentrischen Blickwinkel bei der Betrachtung der Weltgeschichte ein Stück weit verändern helfen. Soviel steht nach der Lektüre fest: Europa sähe ohne die übrige Welt – und die übrige Welt ohne Europa – anders aus. Alles in allem ist Klaus-Jürgen Matz mit seinen Bändchen eine kleine Welt-Chronik gelungen, die den Leser stichpunktartig durch die großen und kleinen Etappen der Historie führt und sowohl Überblick als auch Einstieg sein kann.

Es war einmal.

Mit diesen Worten beginnt der Mensch gern Geschichten. Doch womit beginnt Geschichte selbst? Oder vielmehr: Wann beginnt Geschichte und warum?

Wie der erste Eintrag im Band von Klaus-Jürgen Matz ahnen lässt, ist es im Wesentlichen eine Frage der Überlieferung, ob Geschichte entsteht und weitergegeben wird. Dazu bedarf es eines möglichst unverwüstlichen Mediums: der Schrift. Diese wird in der Zeit um 3100 vor Christus in Form der Keilschrift von den Sumerern im Gebiet zwischen Euphrat und Tigris erfunden. Der Weg zur Hochkultur ist frei.

Und dass diese nicht allein auf den Raum des Vorderen Orients beschränkt blieb, sondern sich über Griechenland, Rom, das Mittelalter sowie die einsetzende Renaissance bis in unsere Gefilde ausbreiten konnte, ist keine chronikale Selbstverständlichkeit. Die Geschichte der zivilisierten Welt ist das Ergebnis der Verkettung unzähliger Ereignisse und Begebenheiten, die sich erst im Nachhinein zu einem historischen Ganzen ordnen lassen.

Ob etwa Christoph Kolumbus von einem planhaften Vorgehen sprechen konnte, als er 1492 in seinem 'Indien' landete und auf die ersten Indianer stieß? Oder ob Luther 1517 geahnt hätte, dass seine 95 Thesen, mit denen er den päpstlichen Ablasshandel kritisierte, zu einem Auseinanderbrechen der Kirche führen würden? Vermutlich nicht.

Darüber hinaus ist es bedenkenswert, dass sich Hochkulturen nicht nur im vorderasiatisch-europäischen Raum entwickelten, sondern ebenso in Südamerika und Asien insgesamt. Wer hätte schon gedacht, dass die größten Sakral-Bauten der Welt nicht in Latium, sondern in Latein-Amerika und nahe Thailand stehen? Dass man in China bereits zur Zeit des europäischen Mittelalters mit ersten Raketen-Angriffen – wenngleich 'bloß' mithilfe ungelenker Schießpulver-Flugkörper – auf feindliche Heere begann?

Diese und andere Ungewöhnlichkeiten sind es, welche Matz' Zusammenstellung zu einer Lektüre machen, die den eurozentrischen Blickwinkel bei der Betrachtung der Weltgeschichte ein Stück weit verändern helfen. Soviel steht nach der Lektüre fest: Europa sähe ohne die übrige Welt – und die übrige Welt ohne Europa – anders aus.

Alles in allem ist Klaus-Jürgen Matz mit seinen Bändchen eine kleine Welt-Chronik gelungen, die den Leser stichpunktartig durch die großen und kleinen Etappen der Historie führt und sowohl Überblick als auch Einstieg sein kann.

geschrieben am 26.06.2007 | 342 Wörter | 2075 Zeichen

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