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beck´sche Reihe: Griechen kommen von der Venus, Römer vom Mars. Eine etwas andere Einführung in die Antike


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Informationen zum Buch
  ISBN
  Buchreihe
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Jennifer Küppers

Griechen kommen von der Venus, Römer vom Mars. Eine etwas andere Einführung in die Antike Liebe und Aggression sind die stärksten Gefühle, die wir kennen. Obwohl jeder diese Gefühle kennt, geht jeder von uns mit diesen Emotionen anders um. Bestes Beispiel dafür ist die so genannte Nipplegate-Affäre aus dem Jahr 2004. Justin Timberlake zerriss während des Endspiels des American Superbowl die Kleidung von Janet Jackson, so dass man ihren nackten Busen sehen konnte. Ein Skandal in den USA, ein Gag für die Deutschen. Alles also eine Frage der Kultur. Griechen und Römer werden normalerweise in einem Atemzug genannt, so dass es den Anschein hat, ihre Kulturen seien mehr oder weniger identisch. René van Royen und Sunnyva van der Vegt sind in ihrem Buch „Griechen kommen von der Venus, Römer vom Mars“ der Fragestellung nachgegangen, ob die beiden Kulturen in Bezug auf Liebe und Krieg tatsächlich die gleichen Ansichten hatten oder ob es Unterschiede gab. Das Buch ist in vier große Kapitel gegliedert. Es geht um den „Sinn des Lebens“, „Liebe und Sex“, „Die Ehe“ und „Krieg“. Anhand von griechischen und römischen Quellen werden die Ansichten der Römer und Griechen herausgearbeitet. Hierbei kommen besonders Geschichtsschreiber wie Sallust, Livius und Tacitus oder bei den Griechen Plutarch, Pausanias oder Polybios zu Wort. Aber auch Lyriker und Elegiker wie Ovid, Catull oder Tyrtaios kommen zu Wort. Schade ist, dass die Quellen erst in den Anmerkungen entschlüsselt werden. Auf den ersten Blick weiß man also meist nicht, aus welchem Werk das entsprechende Zitat ist. Das Buch ist mit vielen Bildern von antiken Vasen, Friesen, Gemälden, Tafelbildern (z.B. ein Tafelblild von den sieben Todsünden) etc. ausgestattet und verdeutlicht anhand von Kartenmaterialen, an welchem Ort man sich gerade befindet. Die Sprache ist einfach und besonders dem Laien werden so die kulturellen Unterschiede näher gebracht. Die Autoren haben sich bekannte Anekdoten ausgewählt, die sie dem Leser erzählen. So zum Beispiel die Geschichten von Verginia und Lucretia, denen der Tod lieber war als die Schande. Anschaulich werden Etymologien geklärt – warum ruft man zum Beispiel bei jeder Hochzeit „Talassio“? Wie oft im Monat musste ein Ehepaar laut Athener Gesetz das Bett teilen? Diese Einführung in die Antike ist in jedem Fall sehr unterhaltsam. Die beiden Autoren, die mit ihrem Buch „Asterix – Die ganze Wahrheit“ in Deutschland bekannt wurden, welches über 100000 mal verkauft und vom Fachmagazin DAMALS mit dem ersten Platz als Historischstes Buch des Jahres ausgezeichnet wurde, verstehen es, im Plauderton und mit modernen Ansichten an die Welt der Griechen und Römer heranzutreten und sie dem modernen Leser verständlich zu machen.

Liebe und Aggression sind die stärksten Gefühle, die wir kennen. Obwohl jeder diese Gefühle kennt, geht jeder von uns mit diesen Emotionen anders um. Bestes Beispiel dafür ist die so genannte Nipplegate-Affäre aus dem Jahr 2004. Justin Timberlake zerriss während des Endspiels des American Superbowl die Kleidung von Janet Jackson, so dass man ihren nackten Busen sehen konnte. Ein Skandal in den USA, ein Gag für die Deutschen. Alles also eine Frage der Kultur.

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Griechen und Römer werden normalerweise in einem Atemzug genannt, so dass es den Anschein hat, ihre Kulturen seien mehr oder weniger identisch. René van Royen und Sunnyva van der Vegt sind in ihrem Buch „Griechen kommen von der Venus, Römer vom Mars“ der Fragestellung nachgegangen, ob die beiden Kulturen in Bezug auf Liebe und Krieg tatsächlich die gleichen Ansichten hatten oder ob es Unterschiede gab.

Das Buch ist in vier große Kapitel gegliedert. Es geht um den „Sinn des Lebens“, „Liebe und Sex“, „Die Ehe“ und „Krieg“. Anhand von griechischen und römischen Quellen werden die Ansichten der Römer und Griechen herausgearbeitet. Hierbei kommen besonders Geschichtsschreiber wie Sallust, Livius und Tacitus oder bei den Griechen Plutarch, Pausanias oder Polybios zu Wort. Aber auch Lyriker und Elegiker wie Ovid, Catull oder Tyrtaios kommen zu Wort. Schade ist, dass die Quellen erst in den Anmerkungen entschlüsselt werden. Auf den ersten Blick weiß man also meist nicht, aus welchem Werk das entsprechende Zitat ist.

Das Buch ist mit vielen Bildern von antiken Vasen, Friesen, Gemälden, Tafelbildern (z.B. ein Tafelblild von den sieben Todsünden) etc. ausgestattet und verdeutlicht anhand von Kartenmaterialen, an welchem Ort man sich gerade befindet. Die Sprache ist einfach und besonders dem Laien werden so die kulturellen Unterschiede näher gebracht.

Die Autoren haben sich bekannte Anekdoten ausgewählt, die sie dem Leser erzählen. So zum Beispiel die Geschichten von Verginia und Lucretia, denen der Tod lieber war als die Schande.

Anschaulich werden Etymologien geklärt – warum ruft man zum Beispiel bei jeder Hochzeit „Talassio“? Wie oft im Monat musste ein Ehepaar laut Athener Gesetz das Bett teilen?

Diese Einführung in die Antike ist in jedem Fall sehr unterhaltsam. Die beiden Autoren, die mit ihrem Buch „Asterix – Die ganze Wahrheit“ in Deutschland bekannt wurden, welches über 100000 mal verkauft und vom Fachmagazin DAMALS mit dem ersten Platz als Historischstes Buch des Jahres ausgezeichnet wurde, verstehen es, im Plauderton und mit modernen Ansichten an die Welt der Griechen und Römer heranzutreten und sie dem modernen Leser verständlich zu machen.

geschrieben am 23.01.2009 | 409 Wörter | 2291 Zeichen

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