
| ISBN | 3804414745 | |
| Autor | Eduard Huber | |
| Verlag | Bange | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 109 | |
| Erscheinungsjahr | 2007 | |
| Extras | - |

„Wie interpretiere ich Gedichte?“ Allein der Titel der Lernhilfe von Eduard Huber macht deutlich, worum es in dem Buch geht.

Bereits in der Einleitung macht er dem von Gedichtinterpretation geplagten Leser Mut, indem er betont, jeder könne das Interpretieren lernen und es sei keine Kunst. Trotzdem kommt es beim ungeübten Leser immer wieder zu Fehlinterpretationen. Um diese zu verhindern, stellt der Autor eine Faustregel vor, die das Interpretieren leichter machen soll, und macht an Negativbeispielen deutlich, worin Fehlerquellen ihren Ursprung haben können. Bevor das Kapitel zur Analyse der Form beginnt, werden auch noch Hilfestellungen zum Umgang mit dem lyrischen Ich gegeben.
Daraufhin wird mit Hilfe zahlreicher Beispiele erklärt, wie man ein Gedicht anhand der Wortarten, des Rhythmus, des Reimschemas und der Laute sowie aufgrund der vorkommenden Sprachspiele genauer betrachten kann. Als Nächstes geht es um die Analyse des Inhalts, die mit Hilfe von Gedichten verschiedenster Art deutlich gemacht wird. Erst dann geht es um das Verfassen einer Interpretation. Auch hier helfen die vielen Beispiele dabei, die theoretischen Erklärungen zu verstehen. Die Musteraufsätze am Ende bieten eine gute Orientierung und die Lösungsvorschläge sind gut nachvollziehbar.
Zur Abrundung widmet sich ein Kapitel noch Gedichten fremder Sprache. Der Anhang mit dem Autorenverzeichnis gibt Anregungen für weiteres Übungsmaterial.
Durch farbige Hervorhebung oder Kennzeichnung am Rand sieht der Leser sofort, welche Punkte wesentlich sind, sodass er beim späteren Nachschlagen nicht lange suchen muss.
Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Buch eine gute Hilfestellung bietet, wenn es um die Gedichtinterpretation geht und sich wunderbar als Ergänzung zum Unterricht eignet. Sehr schön finde ich auch, dass durchgehend anhand von Gedichten bekannter Schriftsteller (z.B. Günter Eich, Joseph von Eichendorff, Johann Wolfgang von Goethe, Rainer Maria Rilke) erklärt wird wie man vorgehen kann, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.
geschrieben am 21.12.2008 | 291 Wörter | 1761 Zeichen
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