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Die 101 wichtigsten Personen der Weltgeschichte


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Die 101 wichtigsten Personen der Weltgeschichte Was ist einer, was ist einer nicht? Wer sich mit Fragen dieser Art beschäftigt, findet in dem Bändchen von Udo Sautter zumindest den Ansatz einer Antwort auf das drängende Problem der menschlichen Bedeutsamkeit. Mit seinen 101 Kurz-Biographien zeichnet der emeritierte Tübinger Historiker nicht nur die Umrisse von annähernd dreineinhalbtausend Jahren Kulturgeschichte nach, sondern stellt zugleich mit knappen und treffenden Worten heraus, welche Entscheidungen, Entwicklungen und Verhaltensweisen im Laufe der Zeit eben doch einen Unterschied zwischen einzelnen Menschen gemacht haben. Drei Eigenschaften treten dabei immer wieder besonders stark hervor: Klugheit, Selbstüberzeugung und Entschlossenheit. Ob es nun die unberührte Jeanne d'Arc ist, die sich im frühen 15. Jahrhundert gottbegeistert ins Schlachtengetümmel stürzt, um 'ihrem' König zum Sieg zu verhelfen oder etwa der zu Beginn seiner Herrschaft umsichtige Dareios, der als persischer Herrscher während des späten sechsten Jahrhunderts vor Christus zu großer Macht gelangte, diese jedoch in einem erfolglosen Groß-Feldzug gegen Griechenland militärisch erschöpfte. Die Geschichte - mit ihren Entwicklungen und Unvorhersehbarkeiten - kommt in Sautters Darstellung zu ihrem vollen Recht: Sie ist es, die als Verlauf der Ereignisse immer wieder über den Einzelnen und dessen große Pläne triumphiert. So beispielsweise bei Galilei, der 1633 seine von der Inquisition verfemte Lehre über den Aufbau des Sonnensystems widerrufen musste oder etwa Johannes Gutenberg, der trotz seiner Erfindung des Buchdrucks mit identischen - und daher auswechselbaren - Lettern um 1450 in eher bescheidenen bis ärmlichen Verhältnissen leben musste. Wer hätte wohl etwas vergleichbar Bedeutendes erfinden können? Natürlich findet sich in Sautters Bändchen auch die andere Seite der Medaille: Menschen, deren Scheitern man gleichsam dankbar zur Kenntnis nimmt. Dass es dem Zaren Iwan (dem Schrecklichen) während des späten 16. Jahrhunderts nicht gelang, seinen Machtbereich unendlich zu verbreitern, ist kein Anlass zur Trauer. Auch die Tatsache, dass der Mongolenfürst Dschingis Khan im frühen 13. Jahrhundert nicht das gesamte Kontinental-Festland von Westeuropa bis China eroberte, nimmt man eher aufatmend zur Kenntnis: Gut, dass es so etwas wie unumschränkte Macht doch nicht gibt. Von den Ambitionen des Deutsch-Österreichers oder Stalins, welche Sautter ebenfalls beide vorstellt, ganz zu schweigen. Dass sich die Menschheit - bei allen Rückschlägen - trotzdem auch in eine andere, erfreulichere Richtung entwickelt hat, ist nicht zuletzt Erfindern und Denkern wie da Vinci, Aristoteles und Kant oder Dichtern und Künstlern wie Shakespeare, Goethe und Picasso zu verdanken, die der Menschheit mit ihren Werken und ihrem Schaffen neue Horizonte zu erschließen vermochten und dadurch die Zivilisation weiter voranbrachten. Im Ganzen ist Sautters Überblick sicher mehr ein verdichtetes Kompendium als eine widerspruchsfreie Bestandsaufnahme. Und das ist auch gut so. Denn der Leser soll mit dieser Zusammenstellung nicht einfach belehrt, sondern vielmehr angeregt und bei seiner Erinnerung an Vergangenes unterstützt werden, wie Sautter in seinem Vorwort ausdrücklich hervorhebt. Dass sich dieses kleine Personen-Lexikon nach der Lektüre als Nachschlagewerk im Bücherregal wiederfindet, ist sicher ein guter Beleg für die Nützlichkeit von Sautters Wissens-Bändchen.

Was ist einer, was ist einer nicht?

Wer sich mit Fragen dieser Art beschäftigt, findet in dem Bändchen von Udo Sautter zumindest den Ansatz einer Antwort auf das drängende Problem der menschlichen Bedeutsamkeit.

Mit seinen 101 Kurz-Biographien zeichnet der emeritierte Tübinger Historiker nicht nur die Umrisse von annähernd dreineinhalbtausend Jahren Kulturgeschichte nach, sondern stellt zugleich mit knappen und treffenden Worten heraus, welche Entscheidungen, Entwicklungen und Verhaltensweisen im Laufe der Zeit eben doch einen Unterschied zwischen einzelnen Menschen gemacht haben.

Drei Eigenschaften treten dabei immer wieder besonders stark hervor: Klugheit, Selbstüberzeugung und Entschlossenheit. Ob es nun die unberührte Jeanne d'Arc ist, die sich im frühen 15. Jahrhundert gottbegeistert ins Schlachtengetümmel stürzt, um 'ihrem' König zum Sieg zu verhelfen oder etwa der zu Beginn seiner Herrschaft umsichtige Dareios, der als persischer Herrscher während des späten sechsten Jahrhunderts vor Christus zu großer Macht gelangte, diese jedoch in einem erfolglosen Groß-Feldzug gegen Griechenland militärisch erschöpfte.

Die Geschichte - mit ihren Entwicklungen und Unvorhersehbarkeiten - kommt in Sautters Darstellung zu ihrem vollen Recht: Sie ist es, die als Verlauf der Ereignisse immer wieder über den Einzelnen und dessen große Pläne triumphiert. So beispielsweise bei Galilei, der 1633 seine von der Inquisition verfemte Lehre über den Aufbau des Sonnensystems widerrufen musste oder etwa Johannes Gutenberg, der trotz seiner Erfindung des Buchdrucks mit identischen - und daher auswechselbaren - Lettern um 1450 in eher bescheidenen bis ärmlichen Verhältnissen leben musste. Wer hätte wohl etwas vergleichbar Bedeutendes erfinden können?

Natürlich findet sich in Sautters Bändchen auch die andere Seite der Medaille: Menschen, deren Scheitern man gleichsam dankbar zur Kenntnis nimmt. Dass es dem Zaren Iwan (dem Schrecklichen) während des späten 16. Jahrhunderts nicht gelang, seinen Machtbereich unendlich zu verbreitern, ist kein Anlass zur Trauer. Auch die Tatsache, dass der Mongolenfürst Dschingis Khan im frühen 13. Jahrhundert nicht das gesamte Kontinental-Festland von Westeuropa bis China eroberte, nimmt man eher aufatmend zur Kenntnis: Gut, dass es so etwas wie unumschränkte Macht doch nicht gibt. Von den Ambitionen des Deutsch-Österreichers oder Stalins, welche Sautter ebenfalls beide vorstellt, ganz zu schweigen.

Dass sich die Menschheit - bei allen Rückschlägen - trotzdem auch in eine andere, erfreulichere Richtung entwickelt hat, ist nicht zuletzt Erfindern und Denkern wie da Vinci, Aristoteles und Kant oder Dichtern und Künstlern wie Shakespeare, Goethe und Picasso zu verdanken, die der Menschheit mit ihren Werken und ihrem Schaffen neue Horizonte zu erschließen vermochten und dadurch die Zivilisation weiter voranbrachten.

Im Ganzen ist Sautters Überblick sicher mehr ein verdichtetes Kompendium als eine widerspruchsfreie Bestandsaufnahme. Und das ist auch gut so. Denn der Leser soll mit dieser Zusammenstellung nicht einfach belehrt, sondern vielmehr angeregt und bei seiner Erinnerung an Vergangenes unterstützt werden, wie Sautter in seinem Vorwort ausdrücklich hervorhebt.

Dass sich dieses kleine Personen-Lexikon nach der Lektüre als Nachschlagewerk im Bücherregal wiederfindet, ist sicher ein guter Beleg für die Nützlichkeit von Sautters Wissens-Bändchen.

geschrieben am 06.07.2007 | 466 Wörter | 2985 Zeichen

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