
| ISBN | 3453527151 | |
| Buchreihe | Die verborgene Stadt | |
| Autor | Vadim Panov | |
| Verlag | Heyne | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 576 | |
| Erscheinungsjahr | 2010 | |
| Extras | - |

âDas Opferâ ist der zweite Band der Serie âDie verborgene Stadtâ von dem russischen Autor Vadim Panov. Der dritte Band âDie Hexeâ wird ab Juni 2011 ebenso beim Heyne-Verlag erhĂ€ltlich sein wie der erste Teil âDie Prophezeiungâ, der in Russland bereits Millionenauflagen erreichte.

Die Verborgene Stadt ist erneut in Gefahr entdeckt zu werden, als der Kriegskommandeur Bogdan le Sta versucht, das streng verbotene âTraumarkanâ zu wirken. Dabei handelt es sich um ein Ritual, das bei Vollendung dem jeweiligen Magier jeden beliebigen Wunsch erfĂŒllt. DafĂŒr sind jedoch zweiundzwanzig Menschenopfer nötig, die auf eine ganz bestimmte Weise getötet werden mĂŒssen. Major Kornilow von der Sonderermittlungsgruppe der Moskauer Polizei glaubt zunĂ€chst an einen verrĂŒckten Ritualmörder, doch schnell findet er heraus, dass der TĂ€ter aus der Verborgenen Stadt stammt und Kornilow muss einmal mehr mit Santiago, dem Komissar des Dunklen Hofs, zusammenarbeiten.
Auch die Söldner werden, zunĂ€chst ohne es zu wissen, in den Fall hineingezogen. Nachdem Artjom seine ehemalige Freundin Olga vor einer Schwarzen Morjane, einem gefĂ€hrlichen Wandelwesen des GrĂŒnen Hofs, gerettet hat, stellt sich heraus, dass diese le Sta kennt. Erst nach zahlreichen Verwicklungen bemerken Santiago und die Söldner, dass sie der gleichen Spur folgen, und der Kommissar setzt die Söldnergruppe auf le Sta an. Doch sie mĂŒssen es geschickt anstellen, denn einen Kriegskommandeur kann man nicht einfach so töten und ungeschoren davonkommen, egal, was er verbrochen hat. AuĂerdem drohen die ungeheuren Energiemengen des Traumarkans, einmal entfesselt, halb Moskau zu verwĂŒsten.
Wieder wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben. Da sind einmal die drei Söldner Artjom, Cortes und Jana, auĂerdem Major Kornilow und seine Kollegen, sowie der Kommissar Santiago und andere hochrangige Persönlichkeiten aus verschiedenen Höfen der Verborgenen Stadt. Allerdings tauchen auch einige neue Figuren auf, die sich teilweise auf den zweiten Band beschrĂ€nken, teilweise wohl aber auch im dritten Teil wieder eine groĂe Rolle spielen werden. Erspart bleibt einem dieses Mal das unglaubliche Wirrwarr aus Namen, mit dem man zu Beginn des ersten Bandes klarkommen muss. Die meisten Figuren sind schon aus âDie Prophezeiungâ bekannt, sodass nur wenige Namen hinzukommen. Diese Charaktere haben auĂerdem alle eine gröĂere Rolle inne. Da die politischen Verflechtungen in diesem Band eher in den Hintergrund treten, muss man sich folglich keine langen Listen von Politikern der Verborgenen Stadt durchlesen, deren Namen man dann spĂ€ter parat haben muss. Auch die zahlreichen Konferenzen und Besprechungen, die noch im ersten Teil stattfanden, treten hier in den Hintergrund. Stattdessen spielen die Söldner eine wesentlich gröĂere Rolle und es geht viel mehr âzur Sacheâ.
Einige Dinge haben sich jedoch nicht verĂ€ndert. So ist man als Leser auch in âDas Opferâ immer wieder verblĂŒfft, wie es Panov gelingt, die vielen einzelnen HandlungsstrĂ€nge und die jeweiligen Charaktere, die zunĂ€chst gar nichts miteinander zu tun haben, aufeinandertreffen zu lassen. Aus vielen kleinen Geschichten strickt der Autor eine groĂe, komplexe Handlung, die sich in einem fulminanten Finale auflöst.
Fazit: Meiner Meinung nach ist der zweite Band der Reihe um die Verborgene Stadt sogar noch besser gelungen als der Erste. Der mĂŒhsame Beginn der Geschichte, der es dem Leser zu Beginn des ersten Bandes noch etwas schwierig gemacht hat, in die Handlung hineinzukommen, fĂ€llt hier weg. Man ist mit den wichtigsten Figuren und Funktionsweisen von Panovs Welt vertraut und muss sich nicht mehr auf die vielen neuen Namen und Orte konzentrieren. Zudem ist der zweite Band noch viel actionreicher und auch lustiger. Oft reichen schon wenige oder ein einziges Wort, um einen zum Lachen zu bringen, da man die Macken und Eigenarten der einzelnen Figuren kennt. Die gesamte Reihe kann ich nur jedem empfehlen.
geschrieben am 17.04.2011 | 587 Wörter | 3436 Zeichen
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