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Guter Geschichtsunterricht


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Rezension von

Kilian Kneisel

Guter Geschichtsunterricht Eine gute Nachricht für alle Geschichtslehrer: guter Geschichtsunterricht ist möglich! Nachdem in der Forschung und der populären Literatur oftmals das Primat auf den Defiziten des (Geschichts)Unterrichts liegt, wendet sich Gautschi bewusst gegen diese Schwarzweiß-Malerei. Aber wer bewertet den Unterricht und entscheidet, ob er gut ist oder nicht? Welcher Grundlagen und Voraussetzungen bedarf es dafür? Und wodurch ist er letzten Endes gekennzeichnet und worin unterscheidet er sich von schlechtem Unterricht? Auf diese Fragen sucht Gautschi in seiner 2009 erschienenen Dissertation Antworten. Im ersten Kapitel stellt er in der allgemeinen Einleitung seine Vorgehensweise vor: recht überzeugend scheint sein Modell, bei dem Unterrichtsstunden von Kameras aufgezeichnet werden und anschließend von Experten, Lehrern und Schülern per Fragebögen getrennt ausgewertet und bewertet werden. Im zweiten Kapitel diskutiert Gautschi zunächst die Frage „Was ist Unterricht?“, dann „Was ist guter Unterricht?“, bevor er diese Fragen auch auf den Geschichtsunterricht bezieht. Dieses Theoriekapitel ist sehr ausführlich, an manchen Stellen zu ausführlich geraten. Im dritten Kapitel wird das methodische Vorgehen begründet und geschildert. Wie oben gesagt, scheint die Einbindung der Schüler in die Bewertung selbst sehr sinnvoll, sind sie es doch, die mit den „Konsequenzen“ des Unterrichts unmittelbar umgehen müssen und sollen. Gautschi wertet im vierten Kapitel die Fragebögen aus und analysiert die fünf der insgesamt 41 analysierten Einheiten unterschiedlichen Leistungsniveaus, die von allen Befragten mit „Gut“ bewertet worden sind, detailliert, bevor er im sechsten Kapitel sein Fazit zieht und im siebenten einen Forschungsausblick gibt. Was lässt sich nach Gautschis Studien über guten Geschichtsunterricht sagen, was kennzeichnet diesen? Nicht die Unterrichtsmaterialien und ebenso wenig die Unterrichtsform ist entscheidend für eine positive Beurteilung, vielmehr sind Schülerorientierung (sowohl bei der Unterrichtsgestaltung als auch bei dessen Bewertung!) und Lernaufgaben die Schlüssel zum guten Unterricht. Für das Historische Lernen, um das es im Geschichtsunterricht primär gehen sollte, sind diese beiden Voraussetzungen nach seiner Studie unabdingbar. Fazit: Gautschi hat eine lange und umfangreiche Studie zum „Guten Geschichtsunterricht“ vorgelegt, die durch ihr methodisches Vorgehen, theoretischen Darstellungsteil, Analyse der erhobenen Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus dem Erarbeiteten zu überzeugen weiß.

Eine gute Nachricht für alle Geschichtslehrer: guter Geschichtsunterricht ist möglich! Nachdem in der Forschung und der populären Literatur oftmals das Primat auf den Defiziten des (Geschichts)Unterrichts liegt, wendet sich Gautschi bewusst gegen diese Schwarzweiß-Malerei. Aber wer bewertet den Unterricht und entscheidet, ob er gut ist oder nicht? Welcher Grundlagen und Voraussetzungen bedarf es dafür? Und wodurch ist er letzten Endes gekennzeichnet und worin unterscheidet er sich von schlechtem Unterricht? Auf diese Fragen sucht Gautschi in seiner 2009 erschienenen Dissertation Antworten.

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Im ersten Kapitel stellt er in der allgemeinen Einleitung seine Vorgehensweise vor: recht überzeugend scheint sein Modell, bei dem Unterrichtsstunden von Kameras aufgezeichnet werden und anschließend von Experten, Lehrern und Schülern per Fragebögen getrennt ausgewertet und bewertet werden. Im zweiten Kapitel diskutiert Gautschi zunächst die Frage „Was ist Unterricht?“, dann „Was ist guter Unterricht?“, bevor er diese Fragen auch auf den Geschichtsunterricht bezieht. Dieses Theoriekapitel ist sehr ausführlich, an manchen Stellen zu ausführlich geraten. Im dritten Kapitel wird das methodische Vorgehen begründet und geschildert. Wie oben gesagt, scheint die Einbindung der Schüler in die Bewertung selbst sehr sinnvoll, sind sie es doch, die mit den „Konsequenzen“ des Unterrichts unmittelbar umgehen müssen und sollen. Gautschi wertet im vierten Kapitel die Fragebögen aus und analysiert die fünf der insgesamt 41 analysierten Einheiten unterschiedlichen Leistungsniveaus, die von allen Befragten mit „Gut“ bewertet worden sind, detailliert, bevor er im sechsten Kapitel sein Fazit zieht und im siebenten einen Forschungsausblick gibt.

Was lässt sich nach Gautschis Studien über guten Geschichtsunterricht sagen, was kennzeichnet diesen? Nicht die Unterrichtsmaterialien und ebenso wenig die Unterrichtsform ist entscheidend für eine positive Beurteilung, vielmehr sind Schülerorientierung (sowohl bei der Unterrichtsgestaltung als auch bei dessen Bewertung!) und Lernaufgaben die Schlüssel zum guten Unterricht. Für das Historische Lernen, um das es im Geschichtsunterricht primär gehen sollte, sind diese beiden Voraussetzungen nach seiner Studie unabdingbar.

Fazit: Gautschi hat eine lange und umfangreiche Studie zum „Guten Geschichtsunterricht“ vorgelegt, die durch ihr methodisches Vorgehen, theoretischen Darstellungsteil, Analyse der erhobenen Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus dem Erarbeiteten zu überzeugen weiß.

geschrieben am 10.06.2010 | 333 Wörter | 2244 Zeichen

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