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Feinschliff


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Rezension von

Jennifer Küppers

Feinschliff Das Latinum oder Lateinkenntnisse sind in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Studienfächern an deutschen Universitäten im Umfang des Latinums vorgeschrieben. Dies betrifft nicht nur Theologie und Archäologie, sondern auch viele Fremdsprachen, Philosophie und Geschichte. Für diejenige, welche das Latinum nicht während der Schulzeit erlangt haben, gibt es die Möglichkeit, dieses in Intensivkursen oder Universitätskursen nachzuholen. Zur Vorbereitung auf das Latinum werden da zwar die nötigen Grundlagen vermittelt, zum Üben oder Vertiefen fehlt jedoch meistens die Zeit. Hier setzt „Feinschliff“ an. Das Werk von Christine Kaßner bietet eine Wiederholung der wichtigsten grammatischen Phänomene, eine umfangreiche Wortkunde, Hilfen zur Satzanalyse und über 30 Prüfungstexte mit Lösungen und grammatischen Erläuterungen. Allein das Titelbild des Buches ist originell gestaltet: Es zeigt einen Teil eines Palimpsestes, also den Teil einer Manuskriptseite, aus Ciceros „De re publica“. Feinschliff ist folgendermaßen aufgebaut: Zunächst geht es um die Wortkunde: Wortbildung (brevis → brevitas), ähnliche Substantive (vir, vis), Verben (ascendere, accendere) und Adjektive (altus, alter), die besondere Verwendung von Pronomina, Negationen und Adverbien und Phrasen aus Ciceros Reden werden thematisiert. Außerdem werden klassische Fehlübersetzungen aufgelistet wie zum Beispiel „aequo animo“, was nicht etwa „mit gleichem Geist“ übersetzt wird, sondern mit „Gleichmut“. Dann gibt es Hilfen zur Grammatik: Hier werden die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Kasus, der Gebrauch der Tempus- und Moduswahl und die satzwertigen Konstruktionen „aci“, „nci“, Partizipialkonstruktionen und Gerundium und Gerundivum wiederholt. Hierbei fehlen mir manchmal die fachspezifischen Begriffe wie zum Beispiel „Consecutio temporum“. Sehr gut gelungen ist der dritte Teil, die Übersetzungshilfen: Christine Kaßner beleuchtet wichtige Schritte zur Erschließung einer lateinischen Satzperiode und gibt Tipps zur Übersetzungstechnik. Nach einer Übersicht über die wichtigsten Stilmittel wird besonders auf die sprachlichen Besonderheiten bei Sallust hingewiesen. Dann folgen 16 Originaltexte aus verschiedenen Reden Ciceros und seinem Werk „de officiis“ und zwei von Sallust (de coniuratione Catilinae, de bello Iugurthino), die sich von der Wortanzahl und dem Schwierigkeitsgrad her gut für die schriftliche Latinumsprüfung eignen. Dann gibt es Lösungen zu den Texten. Diese sehen folgendermaßen aus: Zum einen gibt es den bearbeiteten Originaltext – zusammengehörige Wörter oder Satzteile sind entsprechend markiert und unterstrichen. Zum anderen gibt es eine deutsche Übersetzung, welche durch grammatische Erläuterungen und Erklärungen ergänzt wird. Dann folgen weitere zehn Texte von Cicero und zwei von Sallust, welche sich für die mündliche Latinumsprüfung eignen. Auch diese werden aufgelöst: Wiederum ist der Text bearbeitet, die Grammatik wird erklärt und es gibt darüber hinaus noch geschichtliche und politische Hintergründe zu den Texten. Zum Schluss gibt es noch die Übung „Richtig oder falsch?“: Zu Originaltexten gibt es eine fehlerhafte deutsche Übersetzung. Die Studenten sollen diese Fehler finden und anhand dieser Übung lernen, die eigenen fehlerhaften Übersetzungen besser zu kontrollieren und für Fehlerquellen sensibilisiert werden. Das Layout von Feinschliff ist recht aufwändig gestaltet. Besonders bei der Satzanalyse helfen Klammern, Pfeile, Gedankenblasen, Fettgedrucktes und die graue Unterlegung. Tabellen mit Vokabeln helfen, diese zu wiederholen und zu lernen. Die Zusammenstellung der Prüfungsklausuren legt einen klaren Schwerpunkt auf Cicero und Sallust – vielleicht folgen ja noch weitere Feinschliff-Bände, die auch Caesar, Plinius, Seneca und andere für die Latinumsklausur beliebte Autoren behandeln. Für die Vorbereitung auf das Latinum bietet dieses Buch besonders Studenten eine sehr gute Grundlage, um Grammatik und Vokabeln zu wiederholen, sowie an ihrer Übersetzungstechnik zu feilen. Die Reduktion der grammatischen Themen ist gut gewählt und die Erklärungen und Übersetzungstipps sind hilfreich.

Das Latinum oder Lateinkenntnisse sind in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Studienfächern an deutschen Universitäten im Umfang des Latinums vorgeschrieben. Dies betrifft nicht nur Theologie und Archäologie, sondern auch viele Fremdsprachen, Philosophie und Geschichte.

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Für diejenige, welche das Latinum nicht während der Schulzeit erlangt haben, gibt es die Möglichkeit, dieses in Intensivkursen oder Universitätskursen nachzuholen. Zur Vorbereitung auf das Latinum werden da zwar die nötigen Grundlagen vermittelt, zum Üben oder Vertiefen fehlt jedoch meistens die Zeit. Hier setzt „Feinschliff“ an. Das Werk von Christine Kaßner bietet eine Wiederholung der wichtigsten grammatischen Phänomene, eine umfangreiche Wortkunde, Hilfen zur Satzanalyse und über 30 Prüfungstexte mit Lösungen und grammatischen Erläuterungen.

Allein das Titelbild des Buches ist originell gestaltet: Es zeigt einen Teil eines Palimpsestes, also den Teil einer Manuskriptseite, aus Ciceros „De re publica“.

Feinschliff ist folgendermaßen aufgebaut: Zunächst geht es um die Wortkunde: Wortbildung (brevis → brevitas), ähnliche Substantive (vir, vis), Verben (ascendere, accendere) und Adjektive (altus, alter), die besondere Verwendung von Pronomina, Negationen und Adverbien und Phrasen aus Ciceros Reden werden thematisiert. Außerdem werden klassische Fehlübersetzungen aufgelistet wie zum Beispiel „aequo animo“, was nicht etwa „mit gleichem Geist“ übersetzt wird, sondern mit „Gleichmut“. Dann gibt es Hilfen zur Grammatik: Hier werden die wichtigsten Funktionen der verschiedenen Kasus, der Gebrauch der Tempus- und Moduswahl und die satzwertigen Konstruktionen „aci“, „nci“, Partizipialkonstruktionen und Gerundium und Gerundivum wiederholt.

Hierbei fehlen mir manchmal die fachspezifischen Begriffe wie zum Beispiel „Consecutio temporum“.

Sehr gut gelungen ist der dritte Teil, die Übersetzungshilfen: Christine Kaßner beleuchtet wichtige Schritte zur Erschließung einer lateinischen Satzperiode und gibt Tipps zur Übersetzungstechnik.

Nach einer Übersicht über die wichtigsten Stilmittel wird besonders auf die sprachlichen Besonderheiten bei Sallust hingewiesen.

Dann folgen 16 Originaltexte aus verschiedenen Reden Ciceros und seinem Werk „de officiis“ und zwei von Sallust (de coniuratione Catilinae, de bello Iugurthino), die sich von der Wortanzahl und dem Schwierigkeitsgrad her gut für die schriftliche Latinumsprüfung eignen. Dann gibt es Lösungen zu den Texten. Diese sehen folgendermaßen aus: Zum einen gibt es den bearbeiteten Originaltext – zusammengehörige Wörter oder Satzteile sind entsprechend markiert und unterstrichen. Zum anderen gibt es eine deutsche Übersetzung, welche durch grammatische Erläuterungen und Erklärungen ergänzt wird.

Dann folgen weitere zehn Texte von Cicero und zwei von Sallust, welche sich für die mündliche Latinumsprüfung eignen. Auch diese werden aufgelöst: Wiederum ist der Text bearbeitet, die Grammatik wird erklärt und es gibt darüber hinaus noch geschichtliche und politische Hintergründe zu den Texten.

Zum Schluss gibt es noch die Übung „Richtig oder falsch?“: Zu Originaltexten gibt es eine fehlerhafte deutsche Übersetzung. Die Studenten sollen diese Fehler finden und anhand dieser Übung lernen, die eigenen fehlerhaften Übersetzungen besser zu kontrollieren und für Fehlerquellen sensibilisiert werden.

Das Layout von Feinschliff ist recht aufwändig gestaltet. Besonders bei der Satzanalyse helfen Klammern, Pfeile, Gedankenblasen, Fettgedrucktes und die graue Unterlegung. Tabellen mit Vokabeln helfen, diese zu wiederholen und zu lernen. Die Zusammenstellung der Prüfungsklausuren legt einen klaren Schwerpunkt auf Cicero und Sallust – vielleicht folgen ja noch weitere Feinschliff-Bände, die auch Caesar, Plinius, Seneca und andere für die Latinumsklausur beliebte Autoren behandeln.

Für die Vorbereitung auf das Latinum bietet dieses Buch besonders Studenten eine sehr gute Grundlage, um Grammatik und Vokabeln zu wiederholen, sowie an ihrer Übersetzungstechnik zu feilen. Die Reduktion der grammatischen Themen ist gut gewählt und die Erklärungen und Übersetzungstipps sind hilfreich.

geschrieben am 22.09.2009 | 544 Wörter | 3698 Zeichen

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