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C.H.Beck Wissen: Der Limes - Geschichte einer Grenze


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Rezension von

Matthias Göpfert

Der Limes - Geschichte einer Grenze Die Reihe „C.H.Beck Wissen“ präsentiert einen sehr schönen und auch tiefer gehenden Überblick zu zahlreichen verschiedenen Themen, jeweils kompakt in einem Bändchen von ungefähr 130 Seiten verpackt. Dies ist auch im Bändchen „Der Limes“ von Egon Schallmayer wirklich gut gelungen. Der Autor selbst, u.a. Honorarprofessor für Archäologie an der Universität Köln, Direktor des Saalburgmuseums in Bad Homburg und Landesarchäologe des Bundeslands Hessen, ist ein international renommierter Kenner des Limes und seiner Geschichte. Um dem Leser auch graphisch einen ersten Überblick über das römische Reich und seine Grenzen zu verschaffen, befindet sich auf den Innenseiten des Einbands eine entsprechende Karte. Nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort folgt als erstes der sechs Kapitel, in die das Buch eingeteilt ist, eine allgemeine Einleitung. So wird der Leser zuerst knapp über die Grenzsicherung der römischen Außengrenzen informiert, bevor mit der weit verbreiteten These, dass der Limes eine Art Bollwerk darstellen sollte, aufgeräumt wird. An Hand von zeitgenössischen lateinischen Quellen (z.B. Tacitus und Frontinus) wird das wahre Gesicht des Limes und seine Entwicklung aufgezeigt: von ehemals ins Feindesland geschlagenen Schneisen bis hin zu einem an natürliche Gegebenheiten angepassten System zur wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Kontrolle der Grenzen. In Anschluss daran werden die einzelnen Limites vorgestellt: der Niedergermanische Limes, der Limes in Britannien, der Donaulimes, der Limes in Dakien, der Limes im Orient und der Limes in Nordafrika. Dies führt schließlich zum zentralen Thema dieses Buches, der genauen Darstellung des Obergermanisch-Rätischen Limes, hin. Nachdem ein geographischer Überblick über den Verlauf des Obergermanisch-Rätischen Limes geschaffen und die über 400jährige Forschungsgeschichte kompakt dargestellt worden ist, wird der Blick auf seine geschichtliche Entwicklung gerichtet. Unterteilt in die Herrschaftsphasen der verschiedenen Kaiserdynastien bzw. -systeme werden nicht nur die Ursachen für den Aufstieg und Untergang des Limes sowie die verschiedenen Entwicklungen sehr detailliert dargestellt, sondern auch weiterreichende Hintergründe, wie z.B. Grenzproblematiken und expansive Absichten seitens der Römer, geliefert, die dem Leser tiefe Einblicke gewähren. Darauf folgt eine genaue Beschreibung der Ausbauphasen des Obergermanisch-Rätischen Limes, die durch einige Schwarz-Weiß-Bilder sehr anschaulich illustriert sind. In den Kapiteln drei bis fünf wird nicht nur ein Blick auf die Wachtürme, Palisaden und Durchgänge geworfen, sondern man erhält auch einen sehr guten Überblick über die Truppenverteilung, die unterschiedlichen Truppenverbände, wie z.B. Legionen, Auxilia und Numeri, und über den Aufbau eines Kastells. Auch ist das Leben am Limes und das Limeshinterland Thema dieses Buches. Bevor das Buch nun mit Literaturhinweisen, Namen- und Sachregister schließt, will der Autor im letzten Kapitel noch die Aktualität und hohe Bedeutung des Limes als Grenze des viele Völker verbindenden Römischen Reiches würdigen. Dieses Buch besticht nicht nur durch seine zahlreichen Daten und Fakten, die gut verständlich in einen sich entwickelnden Gesamtüberblick eingearbeitet sind, sondern ebenso dadurch, dass man sich auch sehr gut nur über einzelne Gebiete schnell und kompakt informieren kann, ohne eine Einschränkung im Verständnis fürchten zu müssen. Durch veranschaulichende Schwarz-Weiß-Bilder und -Karten wird dies noch weiter unterstützt. Das Buch ist für alle zu empfehlen, die sich für das Thema „Limes“ interessieren bzw. noch interessieren könnten. Es ist für nahezu jedes Alter geeignet.

Die Reihe „C.H.Beck Wissen“ präsentiert einen sehr schönen und auch tiefer gehenden Überblick zu zahlreichen verschiedenen Themen, jeweils kompakt in einem Bändchen von ungefähr 130 Seiten verpackt.

weitere Rezensionen von Matthias Göpfert

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rezensiert seit
Buchtitel
1
11.10.2009
4
05.03.2009

Dies ist auch im Bändchen „Der Limes“ von Egon Schallmayer wirklich gut gelungen. Der Autor selbst, u.a. Honorarprofessor für Archäologie an der Universität Köln, Direktor des Saalburgmuseums in Bad Homburg und Landesarchäologe des Bundeslands Hessen, ist ein international renommierter Kenner des Limes und seiner Geschichte.

Um dem Leser auch graphisch einen ersten Überblick über das römische Reich und seine Grenzen zu verschaffen, befindet sich auf den Innenseiten des Einbands eine entsprechende Karte. Nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort folgt als erstes der sechs Kapitel, in die das Buch eingeteilt ist, eine allgemeine Einleitung. So wird der Leser zuerst knapp über die Grenzsicherung der römischen Außengrenzen informiert, bevor mit der weit verbreiteten These, dass der Limes eine Art Bollwerk darstellen sollte, aufgeräumt wird. An Hand von zeitgenössischen lateinischen Quellen (z.B. Tacitus und Frontinus) wird das wahre Gesicht des Limes und seine Entwicklung aufgezeigt: von ehemals ins Feindesland geschlagenen Schneisen bis hin zu einem an natürliche Gegebenheiten angepassten System zur wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Kontrolle der Grenzen.

In Anschluss daran werden die einzelnen Limites vorgestellt: der Niedergermanische Limes, der Limes in Britannien, der Donaulimes, der Limes in Dakien, der Limes im Orient und der Limes in Nordafrika. Dies führt schließlich zum zentralen Thema dieses Buches, der genauen Darstellung des Obergermanisch-Rätischen Limes, hin. Nachdem ein geographischer Überblick über den Verlauf des Obergermanisch-Rätischen Limes geschaffen und die über 400jährige Forschungsgeschichte kompakt dargestellt worden ist, wird der Blick auf seine geschichtliche Entwicklung gerichtet. Unterteilt in die Herrschaftsphasen der verschiedenen Kaiserdynastien bzw. -systeme werden nicht nur die Ursachen für den Aufstieg und Untergang des Limes sowie die verschiedenen Entwicklungen sehr detailliert dargestellt, sondern auch weiterreichende Hintergründe, wie z.B. Grenzproblematiken und expansive Absichten seitens der Römer, geliefert, die dem Leser tiefe Einblicke gewähren.

Darauf folgt eine genaue Beschreibung der Ausbauphasen des Obergermanisch-Rätischen Limes, die durch einige Schwarz-Weiß-Bilder sehr anschaulich illustriert sind.

In den Kapiteln drei bis fünf wird nicht nur ein Blick auf die Wachtürme, Palisaden und Durchgänge geworfen, sondern man erhält auch einen sehr guten Überblick über die Truppenverteilung, die unterschiedlichen Truppenverbände, wie z.B. Legionen, Auxilia und Numeri, und über den Aufbau eines Kastells. Auch ist das Leben am Limes und das Limeshinterland Thema dieses Buches. Bevor das Buch nun mit Literaturhinweisen, Namen- und Sachregister schließt, will der Autor im letzten Kapitel noch die Aktualität und hohe Bedeutung des Limes als Grenze des viele Völker verbindenden Römischen Reiches würdigen.

Dieses Buch besticht nicht nur durch seine zahlreichen Daten und Fakten, die gut verständlich in einen sich entwickelnden Gesamtüberblick eingearbeitet sind, sondern ebenso dadurch, dass man sich auch sehr gut nur über einzelne Gebiete schnell und kompakt informieren kann, ohne eine Einschränkung im Verständnis fürchten zu müssen. Durch veranschaulichende Schwarz-Weiß-Bilder und -Karten wird dies noch weiter unterstützt.

Das Buch ist für alle zu empfehlen, die sich für das Thema „Limes“ interessieren bzw. noch interessieren könnten. Es ist für nahezu jedes Alter geeignet.

geschrieben am 17.07.2008 | 502 Wörter | 3252 Zeichen

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