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Die Flamme und das Schwert


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Matthias Gebhardt

Die Flamme und das Schwert Der historische Roman „Die Flamme und das Schwert“ von Mónica Penalver spielt um das Jahr 727 auf der iberischen Halbinsel. Nachdem sich Morvan de Bres im Kampf gegen die maurischen Invasoren bewährt hat, bekommt er von Pelagius ein Lehen zugewiesen. Nun ist der Gote auf dem Weg, seinen neuen Besitz und die damit verbundenen Aufgaben im Tal von Melera im Grenzgebiet zwischen den Herzogtümern Kantabrien und Asturien, zu übernehmen. Unterwegs begegnet er Lua, der rebellischen Tochter des Stammesfürsten Galo. Sie unternimmt mit den jungen Männern des Dorfes – trotz des Verbots ihres Vaters - einen Raubzug- und stielt dabei das Pferd eines westgotischen Adeligen. Morvan ist von der jungen Frau mit dem feuerroten Haar wie verzaubert. Auch Lua fühlt sich zu ihm hingezogen. Doch ihre ehrgeizige Schwester Aia ist schneller. Sie bietet sich an, will sich opfern und den Fremden heiraten. Die Ziehmutter Morvans Isenda versucht noch einzugreifen; doch dann kommt es ganz anders als geplant… In dieser leichten Lektüre geht es vor allem um eine Liebesgeschichte, gewürzt mit einer Prise Erotik. Es wird aber auch von Freundschaft, Verrat, Rache, Treue Missgunst und Soldatentum erzählt. An einigen Stellen ist der Fortgang der Geschichte nicht wirklich überraschend, gar vorhersehbar. Trotzdem kann man den Roman mit Vergnügen und manchmal einem leisen Lächeln genießen. Ein unterhaltsames, nicht anspruchsvolles, kurzweiliges Buch, das sich dazu eignet abzuschalten und in eine andere Zeit und eine nicht einfache Beziehung einzutauchen. Hinzuweisen ist noch darauf, dass der Titel unglücklich gewählt ist, denn das Buch kann mit dem Roman „Flamme und Schwert“ von Chistina Dodd verwechselt werden. Die Geschichte spielt zwar zu einer anderen Zeit, hat aber wohl einen ähnlichen Inhalt.

Der historische Roman „Die Flamme und das Schwert“ von Mónica Penalver spielt um das Jahr 727 auf der iberischen Halbinsel.

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Nachdem sich Morvan de Bres im Kampf gegen die maurischen Invasoren bewährt hat, bekommt er von Pelagius ein Lehen zugewiesen. Nun ist der Gote auf dem Weg, seinen neuen Besitz und die damit verbundenen Aufgaben im Tal von Melera im Grenzgebiet zwischen den Herzogtümern Kantabrien und Asturien, zu übernehmen.

Unterwegs begegnet er Lua, der rebellischen Tochter des Stammesfürsten Galo. Sie unternimmt mit den jungen Männern des Dorfes – trotz des Verbots ihres Vaters - einen Raubzug- und stielt dabei das Pferd eines westgotischen Adeligen. Morvan ist von der jungen Frau mit dem feuerroten Haar wie verzaubert. Auch Lua fühlt sich zu ihm hingezogen. Doch ihre ehrgeizige Schwester Aia ist schneller. Sie bietet sich an, will sich opfern und den Fremden heiraten. Die Ziehmutter Morvans Isenda versucht noch einzugreifen; doch dann kommt es ganz anders als geplant…

In dieser leichten Lektüre geht es vor allem um eine Liebesgeschichte, gewürzt mit einer Prise Erotik. Es wird aber auch von Freundschaft, Verrat, Rache, Treue Missgunst und Soldatentum erzählt. An einigen Stellen ist der Fortgang der Geschichte nicht wirklich überraschend, gar vorhersehbar. Trotzdem kann man den Roman mit Vergnügen und manchmal einem leisen Lächeln genießen. Ein unterhaltsames, nicht anspruchsvolles, kurzweiliges Buch, das sich dazu eignet abzuschalten und in eine andere Zeit und eine nicht einfache Beziehung einzutauchen.

Hinzuweisen ist noch darauf, dass der Titel unglücklich gewählt ist, denn das Buch kann mit dem Roman „Flamme und Schwert“ von Chistina Dodd verwechselt werden. Die Geschichte spielt zwar zu einer anderen Zeit, hat aber wohl einen ähnlichen Inhalt.

geschrieben am 26.09.2010 | 271 Wörter | 1546 Zeichen

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Kommentare zur Rezension (1)

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08.03.2011 14:09:20 Antje JĂĽrgens schrieb:
Zur Autorin

Mónica Peñalver, auch bekannt unter dem Pseudonym Caroline Bennet, wurde 1975 in Asturien geboren. Ihr bevorzugtes Genre ist der historische Liebesroman. 2007 erschienen die beiden unter ihrem Pseudonym veröffentlichten Romane „La dama y el dragón“ und „El corazón de la doncella“. 2008 erschien dann erstmals ein Buch unter dem Namen Mónica Peñalver mit dem Titel „Adorable canalla“, dem dann im Jahr darauf „Estirpe“ und der ins Deutsche übersetzte Roman Die Flamme und das Schwert folgte. Dabei handelt es sich um den ersten Teil einer Mittelaltertrilogie. Der zweite Teil („El mirlo blanco“) wurde in Spanien bereits veröffentlicht, der dritte ist noch in Arbeit.

Zum Buch

Das Covermotiv wirkt mit seiner Berglandschaft, ein paar Gebäuden und vereinzelten Menschen, dem abend- oder morgendlich gefärbten Himmel im Hintergrund und der jungen Frau mit Perlenschnur im roten Haar, welche ein Schwert im Arm hält, gefällig. Das Motiv zieht sich über das gesamte Buch und nicht nur über die Vorderseite. Die Bindung des mir vorliegenden Exemplars ist leider so, dass sie sehr schnell starke Gebrauchsspuren aufwies, was sehr schade ist.

Einleitend wird auf den Zeitrahmen, in dem der Roman spielt, eingegangen. Das Buch selbst umfasst zwei Teile. Den des Schwerts und den der Flamme – den vor und den nach der Hochzeit. Was mir gefallen hat, waren die kleinen Ornamente, die anfangs und innerhalb der Kapitel, die zum Teil recht kurz und damit leicht zu lesen sind, zur besseren Abgrenzung dienen. Diese Ornamente finden sich auch über den Seitenzahlen wieder, was zusammengenommen sehr liebevoll aufgemacht wirkt. Ein Epilog und eine Anmerkung der Autorin runden das Ganze dann ab. Erzählt wird alles in der dritten Person.

Doch worum geht es? Laut Inhaltsangabe um das, worum es bei Peñalver meist geht. Also um Romantik, Leidenschaft, Krieger – dieses Mal in eine Landschaft verpackt, die von anderen Autoren für gewöhnlich nicht so beleuchtet wird: ihre Heimat Asturien.

WENN DIE LIEBE SPRICHT, SCHWEIGEN DIE WAFFEN. - Lua ist die rebellische Tochter des Stammesfürsten Galo. Sie lebt mit ihrem Clan in den Bergen Kantabriens. Die Winter sind hart, es fehlt an Vorräten. Bei einem Beutezug stiehlt Lua das Pferd eines westgotischen Adeligen: Morvan de Bres, der neue Lehnsherr, soll die Gegend vor Angriffen muslimischer Berberheere schützen. Er erhascht einen kurzen Blick auf die Frau mit dem flammend roten Haar – und ist wie verzaubert. Auch Lua fühlt sich zu dem mutigen Krieger hingezogen. Doch sie hat nicht mit den ehrgeizigen Plänen ihrer Schwester gerechnet. Aia will durch eine Heirat mit Morvan in den Adelsstand aufsteigen – und setzt alles daran, ihr Ziel zu erreichen.

Das verrät nicht allzu viel, ich möchte aber nicht weiter auf den Inhalt eingehen, da ich sonst Gefahr laufe, zu viel zu verraten. Genau genommen bezieht sich diese Inhaltsangabe jedoch lediglich auf den ersten Teil. Also vor der Hochzeit, die de Bres anstrebt, damit ihm die Bevölkerung des ihm überlassenen Lehens keine weiteren Scherereien macht.

Meine Meinung

Gleich vorab. Es handelt sich um einen seichten Liebesroman, in dem die Autorin auf Altbewährtes setzt. Ihr Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und stellenweise sehr amüsant. Die Gefühlskonflikte sind nachvollziehbar und durchaus spannend aufgebaut. Art und Weise, wie die Autorin zwischen ihren Romanfiguren hin und her springt, macht es leicht, sich sowohl in die Geschichte als auch in die Figuren einzufinden. Glaubwürdig sind leider nicht alle Szenen, diese befinden sich vorwiegend am Schluss und betreffen Aia und ihr Verhalten.

Die Figuren sind – wie bereits erwähnt – eine Wiederholung dessen, was man schon zuhauf auf dem Markt findet, was sie nicht automatisch schlecht macht. Lua begehrt gegen die ihr zeitgemäß zugedachte Rolle der Frau auf. Wie viele ihrer in anderen Romanen auftauchenden Mitstreiterinnen ist sie rothaarig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Spätestens als sie de Bres begegnet, wird ihr jedoch ihre weibliche Seite oder vielmehr das vermeintliche Fehlen derselben äußerst bewusst. Ihr gegenüber steht de Bres – der einsame Streiter. Ein kontrollierter, gefühlsarmer Krieger. Jedenfalls, bis er sie sieht, denn er ist natürlich sofort von ihr verzaubert und genau dadurch immer in Gefahr, seine ansonsten unerschütterliche Ruhe und Stärke und vor allem die Kontrolle über seine Gefühle zu verlieren. Nicht zu vergessen ist natürlich die Widersacherin der weiblichen Hauptfigur – in Fall von Die Flamme und das Schwert in Gestalt von Luas Schwester, die der Liebe der beiden nicht nur im Weg steht, sondern alles in ihrer Macht stehende tut, um sie zu verhindern. Und ganz nebenbei am Ego von Lua säbelt. Last, but not least braucht natürlich auch der männliche Protagonist einen Gegenpart. Clodomirus hat eine alte (vielleicht nicht ganz so nachvollziehbare) Rechnung mit de Bres offen und über ihn erfüllt sich dann gewissermaßen nicht nur Aias, sondern auch Luas Schicksal.

Wie gesagt, das eine oder andere Kapitel, der eine oder andere Handlungsfaden ist nicht ganz schlüssig, wirkt aufgesetzt oder steckt voller Klischees und vorhersehbar. Das schmälert Peñalvers Roman jedoch nur bedingt und wird in der Regel durch humorige Einlagen – wie etwa Luas nicht vorhandenen Kochkünsten deutlich, mit denen sie neben sich selbst auch einen ganzen Trupp Krieger in einen Rauschzustand versetzt – allemal wettgemacht.

Fazit

Eine seichte, dennoch kurzweilige Geschichte für die eine oder andere Stunde zur Entspannung, Ablenkung oder reinen Unterhaltung, die unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, vier von fünf Punkten bekommt.

Copyright © 2011 by Antje Jürgens (AJ)