Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Betäubungsmittelrecht


Statistiken
  • 3797 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Betäubungsmittelrecht Das schon in der ersten Auflage zu Recht gelobte Werk hat nunmehr eine Neuauflage erfahren. Änderungen im Kronzeugenrecht sowie im Arzneimittelrecht sind auch am BtMG nicht spurlos vorübergegangen, der im BtM-Recht häufige Deal ist mittlerweile Bestandteil der StPO und auch die Rechtsprechung hat, z.B. bei der Frage der Blutprobenentnahme einiges an Neuerungen gebracht (wobei ich das neue Unterkapitel dazu eher im prozessualen Teil, nicht zwingend beim Straßenverkehrsrecht erwartet hätte). All dies mussten die Autoren berücksichtigen, haben aber daneben auch weitere Akzente gesetzt, etwa durch Ausführungen zur möglichen Strafbarkeit von Eltern oder Lehrern, die gefundene Drogen an sich nehmen. Hinzu kommt ein neues Kapitel zum Registerrecht, das die ohnehin schon reichhaltige Thematik des Werks abrundet. Die Gestaltung des Lehrbuchs ist nach wie vor gut gelungen und bietet dem Leser einen abwechslungsreichen Mix aus Fließtext, Beispielsfällen, allgemeinen und praktischen Hinweisen sowie tabellarischen Elementen. Besonders lobenswert ist das Kapitel mit Bildern, in welchem die gängigsten Betäubungsmittel vorgestellt werden hinsichtlich Wirkstoff, Nutzungsweise, Auswirkung, Marktpreis und Nachweisbarkeit. Als Anlage beigefügt ist das BtMG samt Anhängen in Auszügen. Überzeugend für Ausbildung und Praxis bei diesem Werk ist die Verknüpfung zwischen tatsächlichem, materiell-rechtlichem und prozessualem Wissen. Kapitel zu den gängigsten Betäubungsmitteln sensibilisieren den Leser für die Gefährlichkeit der Suchtmittel, vor allem bei dem leicht zu verharmlosenden Stoff Cannabis ist es den Autoren gelungen, die tatsächlichen Auswirkungen exakt zu beschreiben, etwa die Psychosegefahr bei Dauerkonsum. Im dann folgenden größten Abschnitt des Buches wird der Leser mit dem materiell-rechtlichen BtM-Recht befasst. Dies umfasst die verschiedenen Tatbestandsalternativen des § 29 BtMG, wobei ich persönlich die Beschreibungen zum Handeltreiben sowie zur Frage der geringen Menge für sehr gelungen halte. Weiterhin sind die Bandendelikte lesenswert erläutert. Hinzu kommt ein Unterkapitel zu den Konkurrenzen und, gut verknüpft, zur Straßenverkehrsteilnahme unter Drogeneinfluss. Ein eigenes Kapitel widmet sich den Rechtsfolgen der Tat und bezieht auch komplexe Fragen wie diejenige nach der Schuldfähigkeit und einer Therapie nach § 64 StGB mit ein. Ebenfalls gut erklärt werden die praktisch unumgänglichen Rechtsfolgen des Verfalls und der Einziehung. Vollstreckungsrechtliche Aspekte erwarten den Leser im Folgekapitel zu § 35 BtMG, wobei das Erfordernis von vorhandenem Therapieplatz und Kostenzusage gar nicht genug betont werden kann. Das Schlusskapitel thematisiert sodann prozessuale Probleme und führt den Leser zum einen zu Fragen des Einsatzes von Vertrauenspersonen und verdeckten Ermittlern sowie ganz detailliert zu Problemen der Telekommunikationsüberwachung. Die Einführung der jeweiligen Beweismittel in die Hauptverhandlung wird folgerichtig in einem eigenen Unterkapitel verortet. Dieses Lehrbuch ist auch in der zweiten Auflage eine klare Lektüre- und Kaufempfehlung für Studenten, Referendare und Praktiker. Die Autoren schaffen es, die Sensibilität für die Materie gleich auf mehreren Ebenen zu wecken und dazu noch die Komplexität der Thematik abzubilden und das in lesefreundlich kompakter Weise.

Das schon in der ersten Auflage zu Recht gelobte Werk hat nunmehr eine Neuauflage erfahren. Änderungen im Kronzeugenrecht sowie im Arzneimittelrecht sind auch am BtMG nicht spurlos vorübergegangen, der im BtM-Recht häufige Deal ist mittlerweile Bestandteil der StPO und auch die Rechtsprechung hat, z.B. bei der Frage der Blutprobenentnahme einiges an Neuerungen gebracht (wobei ich das neue Unterkapitel dazu eher im prozessualen Teil, nicht zwingend beim Straßenverkehrsrecht erwartet hätte). All dies mussten die Autoren berücksichtigen, haben aber daneben auch weitere Akzente gesetzt, etwa durch Ausführungen zur möglichen Strafbarkeit von Eltern oder Lehrern, die gefundene Drogen an sich nehmen. Hinzu kommt ein neues Kapitel zum Registerrecht, das die ohnehin schon reichhaltige Thematik des Werks abrundet.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


Die Gestaltung des Lehrbuchs ist nach wie vor gut gelungen und bietet dem Leser einen abwechslungsreichen Mix aus Fließtext, Beispielsfällen, allgemeinen und praktischen Hinweisen sowie tabellarischen Elementen. Besonders lobenswert ist das Kapitel mit Bildern, in welchem die gängigsten Betäubungsmittel vorgestellt werden hinsichtlich Wirkstoff, Nutzungsweise, Auswirkung, Marktpreis und Nachweisbarkeit. Als Anlage beigefügt ist das BtMG samt Anhängen in Auszügen.

Überzeugend für Ausbildung und Praxis bei diesem Werk ist die Verknüpfung zwischen tatsächlichem, materiell-rechtlichem und prozessualem Wissen. Kapitel zu den gängigsten Betäubungsmitteln sensibilisieren den Leser für die Gefährlichkeit der Suchtmittel, vor allem bei dem leicht zu verharmlosenden Stoff Cannabis ist es den Autoren gelungen, die tatsächlichen Auswirkungen exakt zu beschreiben, etwa die Psychosegefahr bei Dauerkonsum. Im dann folgenden größten Abschnitt des Buches wird der Leser mit dem materiell-rechtlichen BtM-Recht befasst. Dies umfasst die verschiedenen Tatbestandsalternativen des § 29 BtMG, wobei ich persönlich die Beschreibungen zum Handeltreiben sowie zur Frage der geringen Menge für sehr gelungen halte. Weiterhin sind die Bandendelikte lesenswert erläutert. Hinzu kommt ein Unterkapitel zu den Konkurrenzen und, gut verknüpft, zur Straßenverkehrsteilnahme unter Drogeneinfluss. Ein eigenes Kapitel widmet sich den Rechtsfolgen der Tat und bezieht auch komplexe Fragen wie diejenige nach der Schuldfähigkeit und einer Therapie nach § 64 StGB mit ein. Ebenfalls gut erklärt werden die praktisch unumgänglichen Rechtsfolgen des Verfalls und der Einziehung.

Vollstreckungsrechtliche Aspekte erwarten den Leser im Folgekapitel zu § 35 BtMG, wobei das Erfordernis von vorhandenem Therapieplatz und Kostenzusage gar nicht genug betont werden kann. Das Schlusskapitel thematisiert sodann prozessuale Probleme und führt den Leser zum einen zu Fragen des Einsatzes von Vertrauenspersonen und verdeckten Ermittlern sowie ganz detailliert zu Problemen der Telekommunikationsüberwachung. Die Einführung der jeweiligen Beweismittel in die Hauptverhandlung wird folgerichtig in einem eigenen Unterkapitel verortet.

Dieses Lehrbuch ist auch in der zweiten Auflage eine klare Lektüre- und Kaufempfehlung für Studenten, Referendare und Praktiker. Die Autoren schaffen es, die Sensibilität für die Materie gleich auf mehreren Ebenen zu wecken und dazu noch die Komplexität der Thematik abzubilden und das in lesefreundlich kompakter Weise.

geschrieben am 09.07.2011 | 444 Wörter | 2939 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen