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Systemschnitt I und II


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Matthias Gebhardt

Systemschnitt I und II Das zweibändige Werk „Systemschnitt I und II“ von Jutta Jansen und Claire Rüdiger wird im Fachverlag Schiele und Schön herausgegeben. Bei beiden Büchern soll ausgehend von einem Grundschnitt des jeweiligen Bekleidungsstücks zu selbständigen individuellen Modellschnitten hingeführt werden. Die Besonderheit des einfachen und unkomplizierten Systems liegt in seinem visuellen Aufbau: direkt in die Schnittzeichnung eingefügte Symbole zeigen die jeweiligen Arbeitsschritte an. Die Schnitte sind durchgängig zweifarbig dargestellt: die Basis bildet ein Grundschnitt in Schwarz, alle Modellveränderungen sind in Rot darübergezeichnet. Abkürzungen und Symbole werden extra erklärt. Auf erläuternde Texte wird fast vollständig verzichtet, die Abbildungen verstehen sich dabei meist von selbst. Der 1. Band „Systemschnitt I“ wurde 2007 bereits in der 3. überarbeiteten Auflage produziert und beschäftigt sich mit Röcken, Blusen, dem Herrenhemd, Kleidern, Jacken, Hosen und Oberteilen. Dabei sind die Kapitel zum großen Teil nach dem gleichen Schema aufgebaut: Maßtabellen und Konstruktionen für Grundschnitte sind vorangestellt. Darauf folgen verschiedene Variationen des Grundschnitts. Der Rock wird z.B. mit Sattel, Passe, Glocke, Godets, Teilungsnähten, verschiedenen Falten, Volants, Drapierungen, Kräuselungen, als Wickel- und als Hosenrock behandelt. Der zweite Teil der beiden Werke „Systemschnitt II“ wurde 2002 in der 2. überarbeiteten Auflage produziert. Er beinbeinhaltet ebenso wie der erste Band über 100 Schnitte; diesmal zu folgenden Kleidungsstücken: Mäntel, Parkas, Bademoden und Kinderbekleidung. Bei der Kinderbekleidung wird alles berücksichtigt: neben verschiedenen Kleidern, Blusen, Hemden, T-Shirt, Rock, Hosenrock findet man auch verschiedenste Hosenschnitte, Overalls, Mantel, Parka, Jacken und Jogginganzug. Sogar Badeanzug und Leggins sind berücksichtigt. Wie man sieht ist die Vielfalt groß. Hervorzuheben ist, dass es einige Anleitungen zum Vergrößern und Verkleinern von Schnitteilen gibt. Größentabellen für Damen, Herren und Kinder vervollständigen den Teilbereich. Trotz dieses umfangreichen Inhalts gibt es einige Kritikpunkte an dem Werk: Schnittformen sind zwar als Grundlagen und Basis von der modischen Entwicklung relativ unabhängig, dennoch erscheinen manche vorgestellte Schnitte altmodisch. Vor allem die Blusen und Kleider sehen mit den überbreiten Schultern und den weiten Taillen aus wie Mode aus den Achzigern und nicht wie heutige, körpernahe Mode. Die Anleitungen für Modellschnitte sind zum Teil weniger individuell als man annehmen könnte. So wäre etwa die Berücksichtigung von vorderer und hinterer Länge bei Röcken hilfreich, oder bei den Hosen könnte man darauf eingehen, wie die Oberschenkelweite variiert werden kann. Gerade für diejenigen ohne konkrete Berufsausbildung oder Schneiderlehre wären weiterhin ein paar ausführlichere Erläuterungen und grundsätzliche Erklärungen notwendig oder wünschenswert. Trotzdem lehrt dieses Buch unkompliziert, wie man eigene Schnitte konstruieren kann. Die beiden Autorinnen geben als Zielgruppe Schnittmacher in der Industrie und Schüler bzw. Studenten der Modebranche an; grundsätzlich ist dieses Buch zur Schnittmacherherstellung aber für alle geeignet, die Bekleidung gestalten, also auch für Hobbyschneider, wenn auch nicht unbedingt für blutige Anfänger. Summa summarum sind die beiden Bücher zwar teuer, aber ihr Geld dennoch wert.

Das zweibändige Werk „Systemschnitt I und II“ von Jutta Jansen und Claire Rüdiger wird im Fachverlag Schiele und Schön herausgegeben.

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Bei beiden Büchern soll ausgehend von einem Grundschnitt des jeweiligen Bekleidungsstücks zu selbständigen individuellen Modellschnitten hingeführt werden.

Die Besonderheit des einfachen und unkomplizierten Systems liegt in seinem visuellen Aufbau: direkt in die Schnittzeichnung eingefügte Symbole zeigen die jeweiligen Arbeitsschritte an. Die Schnitte sind durchgängig zweifarbig dargestellt: die Basis bildet ein Grundschnitt in Schwarz, alle Modellveränderungen sind in Rot darübergezeichnet.

Abkürzungen und Symbole werden extra erklärt. Auf erläuternde Texte wird fast vollständig verzichtet, die Abbildungen verstehen sich dabei meist von selbst.

Der 1. Band „Systemschnitt I“ wurde 2007 bereits in der 3. überarbeiteten Auflage produziert und beschäftigt sich mit Röcken, Blusen, dem Herrenhemd, Kleidern, Jacken, Hosen und Oberteilen.

Dabei sind die Kapitel zum großen Teil nach dem gleichen Schema aufgebaut: Maßtabellen und Konstruktionen für Grundschnitte sind vorangestellt. Darauf folgen verschiedene Variationen des Grundschnitts. Der Rock wird z.B. mit Sattel, Passe, Glocke, Godets, Teilungsnähten, verschiedenen Falten, Volants, Drapierungen, Kräuselungen, als Wickel- und als Hosenrock behandelt.

Der zweite Teil der beiden Werke „Systemschnitt II“ wurde 2002 in der 2. überarbeiteten Auflage produziert. Er beinbeinhaltet ebenso wie der erste Band über 100 Schnitte; diesmal zu folgenden Kleidungsstücken: Mäntel, Parkas, Bademoden und Kinderbekleidung. Bei der Kinderbekleidung wird alles berücksichtigt: neben verschiedenen Kleidern, Blusen, Hemden, T-Shirt, Rock, Hosenrock findet man auch verschiedenste Hosenschnitte, Overalls, Mantel, Parka, Jacken und Jogginganzug. Sogar Badeanzug und Leggins sind berücksichtigt. Wie man sieht ist die Vielfalt groß.

Hervorzuheben ist, dass es einige Anleitungen zum Vergrößern und Verkleinern von Schnitteilen gibt. Größentabellen für Damen, Herren und Kinder vervollständigen den Teilbereich.

Trotz dieses umfangreichen Inhalts gibt es einige Kritikpunkte an dem Werk:

Schnittformen sind zwar als Grundlagen und Basis von der modischen Entwicklung relativ unabhängig, dennoch erscheinen manche vorgestellte Schnitte altmodisch. Vor allem die Blusen und Kleider sehen mit den überbreiten Schultern und den weiten Taillen aus wie Mode aus den Achzigern und nicht wie heutige, körpernahe Mode. Die Anleitungen für Modellschnitte sind zum Teil weniger individuell als man annehmen könnte. So wäre etwa die Berücksichtigung von vorderer und hinterer Länge bei Röcken hilfreich, oder bei den Hosen könnte man darauf eingehen, wie die Oberschenkelweite variiert werden kann.

Gerade für diejenigen ohne konkrete Berufsausbildung oder Schneiderlehre wären weiterhin ein paar ausführlichere Erläuterungen und grundsätzliche Erklärungen notwendig oder wünschenswert.

Trotzdem lehrt dieses Buch unkompliziert, wie man eigene Schnitte konstruieren kann.

Die beiden Autorinnen geben als Zielgruppe Schnittmacher in der Industrie und Schüler bzw. Studenten der Modebranche an; grundsätzlich ist dieses Buch zur Schnittmacherherstellung aber für alle geeignet, die Bekleidung gestalten, also auch für Hobbyschneider, wenn auch nicht unbedingt für blutige Anfänger.

Summa summarum sind die beiden Bücher zwar teuer, aber ihr Geld dennoch wert.

geschrieben am 19.04.2010 | 450 Wörter | 3047 Zeichen

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