Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Typische Baumängel


Statistiken
  • 3491 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Typische BaumĂ€ngel Das private Baurecht als Mischung zwischen rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Bestandteilen erfordert vom Rechtsanwender die Beherrschung einer Vielzahl von speziellen Termini aber auch VorgĂ€ngen, um mögliche AnsprĂŒche und Sachverhalte auf der Baustelle zu begreifen. Mit der vorliegenden Neuerscheinung greifen die beiden Herausgeber ein typisches Problem der Juristen auf, nĂ€mlich das fehlende technische VerstĂ€ndnis fĂŒr BaumĂ€ngel, sei es deren Genese oder deren Beseitigung. NatĂŒrlich kann man sich auf den zugezogenen SachverstĂ€ndigen berufen und verlassen, aber man sollte sich gegenĂŒber dem Mandanten nicht als völliger Laie prĂ€sentieren mĂŒssen, wenn man die Baustelle oder einzelne Gewerke besichtigt, ganz zu schweigen vom Eindruck gegenĂŒber dem Gericht, das oftmals in besonderen Baukammern Fachwissen konzentriert hat. Die Herausgeber haben ĂŒber Netzwerke genĂŒgend kundige Autoren ĂŒberzeugt, an diesem Werk teilzunehmen. Mit etwa 370 Seiten ist das Buch kein Leichtgewicht und versucht dem Leser die teilweise komplexe Materie anschaulich und transparent nahe zu bringen. DafĂŒr sorgen neben dem gut gegliederten Fließtext zahlreiche Schemata, Fotos, Begriffsdefinitionen, Tabellarische Übersichten, Berechnungen und Hervorhebungen im Text. Neben der ganzen Bautechnik wird aber auch die rechtliche Einkleidung berĂŒcksichtigt, sodass alle technischen AusfĂŒhrungen durch erlĂ€uternde Abschnitte und ein prĂ€zises Fußnotenregime untermauert sind. Die Einleitung fĂŒhrt den juristisch ausgebildeten Leser noch auf bekanntes Terrain und erlĂ€utert Haftungsstrukturen auf der Grundlage der obergerichtlichen und höchstrichterlichen Rechtsprechung. Neben dem Begriff des Baumangels an sich und der Überlegung, was von einer MĂ€ngelbeseitigung eigentlich erfasst ist, werden prozessuale Dauerbrenner wie die Wertminderung, Hinweispflichten in den verschiedenen Stadien der BauausfĂŒhrung oder die Bildung von Haftungsquoten bei mehreren Verantwortlichen pragmatisch abgehandelt. Nach dieser fundierten EinfĂŒhrung kann man sich dann mit den diversen BaumĂ€ngeln auseinander setzen, die in 18 einzelnen Kapiteln unterteilt sind. Angefangen vom Baugrund ĂŒber FensterschĂ€den, Abdichtungsprobleme, Schallschutz bis hin zum Fogging findet man unzĂ€hlige und fundierte Beispiele und ErklĂ€rungen zu allem, was am Bau schief gehen kann. Überzeugend sowohl an der rechtlichen wie der technischen Darstellung ist der Blick der Autoren auf auch notwendige Details, die das VerstĂ€ndnis des Lesers schulen und fördern. So kann man, wie man das mglw. von anderen Themen gewohnt ist, auch das Baurecht assoziativ erlernen und zu einzelnen Begriffen Wissenscluster aufbauen. Wenn man auf diese Weise das technische Grundwissen mit den rechtlichen Auswirkungen verknĂŒpft hat, kann man sich mit soliden Kenntnissen und vor allem systematischem Blick an baurechtliche Sachverhalte wagen. Aus diesen GrĂŒnden kann man das Werk nicht nur dem baurechtlichen Praktiker ans Herz legen, sondern bereits wĂ€hrend der juristischen Ausbildung nutzen. Das Baurecht mag zwar im Studium in singulĂ€re Schwerpunktbereiche verbannt sein, aber der immer stĂ€rkere Fokus auf anwaltliche Beratung sowie parallel dazu die Spezialisierung auf Fachgebiete lassen den RĂŒckgriff auf dieses instruktive Werk fĂŒr Studenten und Referendare unproblematisch zu. Kurzum: wer sich mit dem Baurecht beschĂ€ftigen will oder muss, wird von diesem kleinen Kompendium zum Baumangel begeistert sein.

Das private Baurecht als Mischung zwischen rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Bestandteilen erfordert vom Rechtsanwender die Beherrschung einer Vielzahl von speziellen Termini aber auch VorgĂ€ngen, um mögliche AnsprĂŒche und Sachverhalte auf der Baustelle zu begreifen. Mit der vorliegenden Neuerscheinung greifen die beiden Herausgeber ein typisches Problem der Juristen auf, nĂ€mlich das fehlende technische VerstĂ€ndnis fĂŒr BaumĂ€ngel, sei es deren Genese oder deren Beseitigung. NatĂŒrlich kann man sich auf den zugezogenen SachverstĂ€ndigen berufen und verlassen, aber man sollte sich gegenĂŒber dem Mandanten nicht als völliger Laie prĂ€sentieren mĂŒssen, wenn man die Baustelle oder einzelne Gewerke besichtigt, ganz zu schweigen vom Eindruck gegenĂŒber dem Gericht, das oftmals in besonderen Baukammern Fachwissen konzentriert hat. Die Herausgeber haben ĂŒber Netzwerke genĂŒgend kundige Autoren ĂŒberzeugt, an diesem Werk teilzunehmen.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


Mit etwa 370 Seiten ist das Buch kein Leichtgewicht und versucht dem Leser die teilweise komplexe Materie anschaulich und transparent nahe zu bringen. DafĂŒr sorgen neben dem gut gegliederten Fließtext zahlreiche Schemata, Fotos, Begriffsdefinitionen, Tabellarische Übersichten, Berechnungen und Hervorhebungen im Text. Neben der ganzen Bautechnik wird aber auch die rechtliche Einkleidung berĂŒcksichtigt, sodass alle technischen AusfĂŒhrungen durch erlĂ€uternde Abschnitte und ein prĂ€zises Fußnotenregime untermauert sind.

Die Einleitung fĂŒhrt den juristisch ausgebildeten Leser noch auf bekanntes Terrain und erlĂ€utert Haftungsstrukturen auf der Grundlage der obergerichtlichen und höchstrichterlichen Rechtsprechung. Neben dem Begriff des Baumangels an sich und der Überlegung, was von einer MĂ€ngelbeseitigung eigentlich erfasst ist, werden prozessuale Dauerbrenner wie die Wertminderung, Hinweispflichten in den verschiedenen Stadien der BauausfĂŒhrung oder die Bildung von Haftungsquoten bei mehreren Verantwortlichen pragmatisch abgehandelt. Nach dieser fundierten EinfĂŒhrung kann man sich dann mit den diversen BaumĂ€ngeln auseinander setzen, die in 18 einzelnen Kapiteln unterteilt sind. Angefangen vom Baugrund ĂŒber FensterschĂ€den, Abdichtungsprobleme, Schallschutz bis hin zum Fogging findet man unzĂ€hlige und fundierte Beispiele und ErklĂ€rungen zu allem, was am Bau schief gehen kann. Überzeugend sowohl an der rechtlichen wie der technischen Darstellung ist der Blick der Autoren auf auch notwendige Details, die das VerstĂ€ndnis des Lesers schulen und fördern. So kann man, wie man das mglw. von anderen Themen gewohnt ist, auch das Baurecht assoziativ erlernen und zu einzelnen Begriffen Wissenscluster aufbauen. Wenn man auf diese Weise das technische Grundwissen mit den rechtlichen Auswirkungen verknĂŒpft hat, kann man sich mit soliden Kenntnissen und vor allem systematischem Blick an baurechtliche Sachverhalte wagen.

Aus diesen GrĂŒnden kann man das Werk nicht nur dem baurechtlichen Praktiker ans Herz legen, sondern bereits wĂ€hrend der juristischen Ausbildung nutzen. Das Baurecht mag zwar im Studium in singulĂ€re Schwerpunktbereiche verbannt sein, aber der immer stĂ€rkere Fokus auf anwaltliche Beratung sowie parallel dazu die Spezialisierung auf Fachgebiete lassen den RĂŒckgriff auf dieses instruktive Werk fĂŒr Studenten und Referendare unproblematisch zu. Kurzum: wer sich mit dem Baurecht beschĂ€ftigen will oder muss, wird von diesem kleinen Kompendium zum Baumangel begeistert sein.

geschrieben am 21.01.2010 | 456 Wörter | 3037 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen