Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Torso


Statistiken
  • 3506 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Letterschming

Torso „Torso“ von Wolfram Fleischhauer erschien im Oktober 2011 beim Droemer-Verlag und umfasst 432 Seiten. Hauptkommissar Zollanger hat nur noch zwei Jahre bis zur Pensionierung, doch eigentlich hat er den Job schon lange über. Gerade beweist ihm sein neuer Fall wieder, dass er trotz seiner langen Laufbahn noch längst nicht alles gesehen hat. In einem Berliner Hochhaus wird ein weiblicher Torso gefunden, auf den ein Ziegenkopf montiert wurde. Kurz darauf taucht in einem Club ein totes Lamm auf, in dessen Inneres ein menschlicher Unterarm eingenäht ist. Nähere Untersuchungen ergeben, dass der Unterarm zu dem Torso passt, doch wo sind die anderen Teile. Zollanger und sein Team tappen völlig im Dunkeln. Zugleich macht die junge Elin sich auf die Suche nach dem Mörder ihres Bruders. Die Polizei glaubt an einen Selbstmord, doch Elin ist sich sicher, dass sie Unrecht haben. Ihre eigenen Ermittlungen führen sie in eine gefährliche Richtung und plötzlich steckt Elin bis zum Hals in einem Sumpf aus Lügen und Verrat. Die Schreibweise des Autors ist zunächst ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Zwar formuliert er flüssig, aber er tendiert er auch sehr zum Ausschweifen, sodass einige Seiten vergehen, bevor die Handlung wirklich ins Rollen kommt. Dazu trägt auch das Hin- und Herspringen zwischen Elins und Zollangers Erlebnissen bei. Während die Ermittlungen von Zollangers Team relativ schnell spannend werden, habe ich ziemlich lange gebraucht, um mich in Elins Geschichte hineinzufinden. Hier hätte die eine oder andere Kürzung der Geschichte keinen Abbruch getan. Sobald Elin jedoch beginnt zu begreifen, wie groß die Sache ist, in die sie da hineingestolpert ist, und als Zollanger und sein Team die ersten Hinweise finden, gerät die Geschichte in Fahrt. Obwohl die Schreibweise mir teilweise immer noch zu kämpfen gab, ließ sich das Buch von da an schnell herunter lesen, denn die Handlung zieht einen schließlich ziemlich in ihren Bann. Leider bliebt Elin auch bis zum Schluss hin eine eher vage, schattenhafte Figur, mit der ich nicht richtig warm werden konnte. Abgesehen davon, dass sie versucht, herauszufinden, was mit ihrem Bruder geschehen ist, erfährt man kaum etwas über die junge Frau. Viel einnehmender hingegen ist der brummige Zollanger, der seinen Job gründlich satt hat und deshalb eigentlich dauerhaft schlecht gelaunt ist. Seine grummeligen Kommentare lockern die Geschichte auf und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Fazit: Meiner Meinung nach hätte es der Geschichte gut getan, den Handlungsstrang mit Elin stark zu kürzen oder einfach erst viel später einzuführen, denn man wartet immer nur darauf zu erfahren, wie es bei Zollanger und seinen Kollegen weitergeht. Außerdem schweift der Autor ab und zu schon mal ein bisschen ab. Das macht aber nichts, denn gerade zum Ende hin wird die Geschichte so spannend, dass man locker darüber hinweglesen kann.

„Torso“ von Wolfram Fleischhauer erschien im Oktober 2011 beim Droemer-Verlag und umfasst 432 Seiten.

weitere Rezensionen von Letterschming

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Hauptkommissar Zollanger hat nur noch zwei Jahre bis zur Pensionierung, doch eigentlich hat er den Job schon lange über. Gerade beweist ihm sein neuer Fall wieder, dass er trotz seiner langen Laufbahn noch längst nicht alles gesehen hat. In einem Berliner Hochhaus wird ein weiblicher Torso gefunden, auf den ein Ziegenkopf montiert wurde. Kurz darauf taucht in einem Club ein totes Lamm auf, in dessen Inneres ein menschlicher Unterarm eingenäht ist. Nähere Untersuchungen ergeben, dass der Unterarm zu dem Torso passt, doch wo sind die anderen Teile. Zollanger und sein Team tappen völlig im Dunkeln.

Zugleich macht die junge Elin sich auf die Suche nach dem Mörder ihres Bruders. Die Polizei glaubt an einen Selbstmord, doch Elin ist sich sicher, dass sie Unrecht haben. Ihre eigenen Ermittlungen führen sie in eine gefährliche Richtung und plötzlich steckt Elin bis zum Hals in einem Sumpf aus Lügen und Verrat.

Die Schreibweise des Autors ist zunächst ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Zwar formuliert er flüssig, aber er tendiert er auch sehr zum Ausschweifen, sodass einige Seiten vergehen, bevor die Handlung wirklich ins Rollen kommt. Dazu trägt auch das Hin- und Herspringen zwischen Elins und Zollangers Erlebnissen bei. Während die Ermittlungen von Zollangers Team relativ schnell spannend werden, habe ich ziemlich lange gebraucht, um mich in Elins Geschichte hineinzufinden. Hier hätte die eine oder andere Kürzung der Geschichte keinen Abbruch getan.

Sobald Elin jedoch beginnt zu begreifen, wie groß die Sache ist, in die sie da hineingestolpert ist, und als Zollanger und sein Team die ersten Hinweise finden, gerät die Geschichte in Fahrt. Obwohl die Schreibweise mir teilweise immer noch zu kämpfen gab, ließ sich das Buch von da an schnell herunter lesen, denn die Handlung zieht einen schließlich ziemlich in ihren Bann.

Leider bliebt Elin auch bis zum Schluss hin eine eher vage, schattenhafte Figur, mit der ich nicht richtig warm werden konnte. Abgesehen davon, dass sie versucht, herauszufinden, was mit ihrem Bruder geschehen ist, erfährt man kaum etwas über die junge Frau. Viel einnehmender hingegen ist der brummige Zollanger, der seinen Job gründlich satt hat und deshalb eigentlich dauerhaft schlecht gelaunt ist. Seine grummeligen Kommentare lockern die Geschichte auf und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln.

Fazit: Meiner Meinung nach hätte es der Geschichte gut getan, den Handlungsstrang mit Elin stark zu kürzen oder einfach erst viel später einzuführen, denn man wartet immer nur darauf zu erfahren, wie es bei Zollanger und seinen Kollegen weitergeht. Außerdem schweift der Autor ab und zu schon mal ein bisschen ab. Das macht aber nichts, denn gerade zum Ende hin wird die Geschichte so spannend, dass man locker darüber hinweglesen kann.

geschrieben am 16.01.2012 | 447 Wörter | 2476 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen