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Primeval, Bd. 2: Die Insel jenseits der Zeit


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Rezension von

Letterschming

Die Insel jenseits der Zeit „Primeval – Die Insel jenseits der Zeit“ ist der zweite Band der Romanreihe um die TV-Serie „Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster“. Er wurde von Paul Kearney verfasst und ist keine Buchfassung einer Episode, sondern eine eigenständige Handlung, die sich zwischen der dritten und vierten Episode der zweiten Staffel ansiedeln lässt. Ein dritter und vierter Band – von jeweils anderen Autoren – sind bereits in englischer Sprache erschienen. London im 21. Jahrhundert. Immer wieder tauchen rätselhafte Risse in Zeit und Raum auf, sogenannte Anomalien, durch die leibhaftige Urzeitwesen in unsere Zeit gelangen. James Lester wird vom Innenministerium damit beauftragt, den Schaden der Riesenechsen möglichst gering und ihre Existenz so weit es geht geheim zu halten. Ihm untersteht das Forschungszentrum ARC und ein Team Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Nick Cutter, die sich der Anomalien annehmen müssen. Auf einer verlassenen Insel vor der Küste Irlands werden plötzlich Dutzende von Anomalien entdeckt. Cutter und sein Team machen sich sofort auf den Weg zu der Insel, denn auch im Meer um die Insel herum sind Anomalien aufgetaucht und machen es somit beinahe unmöglich, die hindurchkommenden Kreaturen in einem kleineren Bereich zu halten. Doch was kettet die Anomalien auf so rätselhafte Weise an die Insel? Wie schon der erste Band braucht auch „Die Insel jenseits der Zeit“ eine ganze Weile, bis sich Spannung aufbaut. Leider wird der Leser aber auch dann nicht wirklich in die Geschichte hineingezogen. Die Handlung an sich klingt eigentlich spannend: ein im Wasser lebendes Urzeitmonster greift das Schiff an, auf dem sich Cutter und die Anderen befinden, eine gefährliche Kletterpartie über die Klippen der Insel folgt und schließlich landen Cutter und sein Team sogar in der Kreidezeit! Aber irgendwie wird die Handlung nicht wirklich fesselnd. Natürlich weiß der Leser von vornherein, dass keinem der Hauptcharaktere irgendetwas passieren wird, da sie ja in der TV-Serie weiterhin vorkommen, deshalb ist es wohl auch nicht einfach, die Geschichte spannend zu gestalten. Dennoch ist es schade, wenn die ersten zweihundert Seiten eines dreihundertseitigen Buchs einen relativ kalt lassen. Die fehlende Spannung versucht der Autor dann auszugleichen, indem er fast alle Nebenfiguren sterben lässt. Von den sechs Soldaten, die das Team auf die Insel begleiten, überleben beispielsweise nur zwei. Auch etliche Besatzungsmitglieder von Schiffen und Hubschraubern fallen den Dinosauriern zum Opfer. Das kann dem Massaker an einem ganzen Dorf im ersten Band zwar noch nicht das Wasser reichen, ist meiner Meinung nach aber schon reichlich übertrieben. Wie spannend ein Buch ist, misst sich schließlich nicht in der Anzahl der Toten am Ende. Auch die Art der Beschreibung ist an diesen Stellen wirklich unnötig. Sätze wie „Zwanzig Fuß massive, sehnige Muskeln sprangen gegen Farnsworth, drückten ihn gegen die Steine, rissen ihn auf wie eine Papiertüte und verteilten seine Eingeweide in einer roten Explosion zu allen Seiten.“ will man in so einem Roman nun wirklich nicht lesen. Die neuen Charaktere, insbesondere die Soldaten, bleiben sehr unnahbar, da nur wenig über sie verraten wird. Dadurch kann sich der Leser schlecht in sie hineinversetzen. Auch einige der Hauptfiguren bleiben hier etwas auf der Strecke, wie zum Beispiel Abby oder Stephen, was auch schon im ersten Roman der Fall war. Andere Charaktere sind dafür sehr schön ausgearbeitet. Es kommen einige Andeutungen über die Vergangenheit von Jenny und Lester vor, was mir sehr gut gefallen hat, denn ihre Vergangenheit zu kennen, bringt einem die Figuren viel näher, als sie bloß agieren zu sehen. Und ENDLICH geht Lester durch eine Anomalie! Zwar ist dieser Auftritt leider viel zu kurz, aber immerhin hat endlich jemand das geschrieben, was seit der ersten Episode einfach passieren musste! Das ist mit Abstand die beste Szene im gesamten Roman. Fazit: Fans der TV-Serie werden an dem Buch trotz allem sicher ihre Freude haben, da die Eigenschaften der Hauptcharaktere sehr gut getroffen sind und einem manches Schmunzeln entlocken. Da das Buch aber nicht gerade durch ein Übermaß an Spannung überzeugt, würde ich es denjenigen, die die Serie nicht kennen, eher nicht empfehlen.

„Primeval – Die Insel jenseits der Zeit“ ist der zweite Band der Romanreihe um die TV-Serie „Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster“. Er wurde von Paul Kearney verfasst und ist keine Buchfassung einer Episode, sondern eine eigenständige Handlung, die sich zwischen der dritten und vierten Episode der zweiten Staffel ansiedeln lässt. Ein dritter und vierter Band – von jeweils anderen Autoren – sind bereits in englischer Sprache erschienen.

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Auf einer verlassenen Insel vor der Küste Irlands werden plötzlich Dutzende von Anomalien entdeckt. Cutter und sein Team machen sich sofort auf den Weg zu der Insel, denn auch im Meer um die Insel herum sind Anomalien aufgetaucht und machen es somit beinahe unmöglich, die hindurchkommenden Kreaturen in einem kleineren Bereich zu halten. Doch was kettet die Anomalien auf so rätselhafte Weise an die Insel?

Wie schon der erste Band braucht auch „Die Insel jenseits der Zeit“ eine ganze Weile, bis sich Spannung aufbaut. Leider wird der Leser aber auch dann nicht wirklich in die Geschichte hineingezogen. Die Handlung an sich klingt eigentlich spannend: ein im Wasser lebendes Urzeitmonster greift das Schiff an, auf dem sich Cutter und die Anderen befinden, eine gefährliche Kletterpartie über die Klippen der Insel folgt und schließlich landen Cutter und sein Team sogar in der Kreidezeit! Aber irgendwie wird die Handlung nicht wirklich fesselnd. Natürlich weiß der Leser von vornherein, dass keinem der Hauptcharaktere irgendetwas passieren wird, da sie ja in der TV-Serie weiterhin vorkommen, deshalb ist es wohl auch nicht einfach, die Geschichte spannend zu gestalten. Dennoch ist es schade, wenn die ersten zweihundert Seiten eines dreihundertseitigen Buchs einen relativ kalt lassen.

Die fehlende Spannung versucht der Autor dann auszugleichen, indem er fast alle Nebenfiguren sterben lässt. Von den sechs Soldaten, die das Team auf die Insel begleiten, überleben beispielsweise nur zwei. Auch etliche Besatzungsmitglieder von Schiffen und Hubschraubern fallen den Dinosauriern zum Opfer. Das kann dem Massaker an einem ganzen Dorf im ersten Band zwar noch nicht das Wasser reichen, ist meiner Meinung nach aber schon reichlich übertrieben. Wie spannend ein Buch ist, misst sich schließlich nicht in der Anzahl der Toten am Ende. Auch die Art der Beschreibung ist an diesen Stellen wirklich unnötig. Sätze wie „Zwanzig Fuß massive, sehnige Muskeln sprangen gegen Farnsworth, drückten ihn gegen die Steine, rissen ihn auf wie eine Papiertüte und verteilten seine Eingeweide in einer roten Explosion zu allen Seiten.“ will man in so einem Roman nun wirklich nicht lesen.

Die neuen Charaktere, insbesondere die Soldaten, bleiben sehr unnahbar, da nur wenig über sie verraten wird. Dadurch kann sich der Leser schlecht in sie hineinversetzen. Auch einige der Hauptfiguren bleiben hier etwas auf der Strecke, wie zum Beispiel Abby oder Stephen, was auch schon im ersten Roman der Fall war. Andere Charaktere sind dafür sehr schön ausgearbeitet. Es kommen einige Andeutungen über die Vergangenheit von Jenny und Lester vor, was mir sehr gut gefallen hat, denn ihre Vergangenheit zu kennen, bringt einem die Figuren viel näher, als sie bloß agieren zu sehen.

Und ENDLICH geht Lester durch eine Anomalie! Zwar ist dieser Auftritt leider viel zu kurz, aber immerhin hat endlich jemand das geschrieben, was seit der ersten Episode einfach passieren musste! Das ist mit Abstand die beste Szene im gesamten Roman.

Fazit: Fans der TV-Serie werden an dem Buch trotz allem sicher ihre Freude haben, da die Eigenschaften der Hauptcharaktere sehr gut getroffen sind und einem manches Schmunzeln entlocken. Da das Buch aber nicht gerade durch ein Übermaß an Spannung überzeugt, würde ich es denjenigen, die die Serie nicht kennen, eher nicht empfehlen.

geschrieben am 23.11.2009 | 654 Wörter | 3669 Zeichen

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