Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Lautlos


Statistiken
  • 10305 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Alexander Rosell

Lautlos Es ist Juni 1999. Ganz Köln fiebert dem bevorstehenden G8-Gipfeltreffen entgegen und sonnt sich im Glanz der bereits eingetroffenen politischen Prominenz. Unter den Augen der Weltöffentlichkeit wartet man nur noch auf die großen Staatsoberhäupter. Was zu dieser Zeit noch keiner vermuten kann, ist, dass ein Phantomkommando bereits Vorbereitungen getroffen hat, um den Amerikanischen Präsidenten zu ermorden. Doch die scheinbar perfekt geplante Aktion gerät in Gefahr, als Dr. Liam O’Conner, ein genialer Physiker, Bestsellerautor, Säufer und Playboy, der Verschwörung zufällig auf die Spur kommt. Aber dieser hat Probleme mit seiner wagen Vermutung Glauben zu finden, da er durchaus dafür bekannt ist, seine Umwelt schon mal zum Narren zu halten. So bleibt ihm im Endeffekt keine andere Möglichkeit, als alleine den Kampf gegen die Terroristen aufzunehmen. Während die Vorbereitungen für den Empfang der Staatsgäste unterdessen auf Hochtouren laufen, beginnt ein atemloses Katz- und Mausspiel zwischen O’Conner und dem Phantomkommando der Terroristen. Immer mehr Details werden über die Verschwörung bekannt und immer mehr Fragen tauchen über selbige auf. Nicht zuletzt würde jeder gerne wissen, wer hinter dem anscheinend politisch motivierten Anschlag steckt und vom Tod des Amerikanischen Präsidenten profitieren könnte. Diese an sich plumpe Geschichte bietet eine breite Basis für ein filigranes Netz an politischen Verschwörungen und Unwägbarkeiten. Die interessanten Charaktere des Thrillers stolpern dabei behände dem großen Finale entgegen. Auf dem Weg dahin gibt es oft Passagen zum Schmunzeln. Gerade der Protagonist O’Conner, der vielmehr eine Karikatur von sich selbst ist, liefert einige vergnügliche Weisheiten über Frauen, Whisky und Lifestyle. Trotzdem bleiben die Dialoge anspruchsvoll und interessant. Stellenweise gehen sie sogar recht tief, wenn O’Conner mal nicht betrunken ist und seine Lebensauffassung vertritt. „Lautlos“ ist eine intelligente, gelungene Verschwörungsgeschichte, die gekonnt das politische Hintergrundwissen des späten 20. Jahrhunderts vermittelt, ohne die eigene Spannung zu zerstören. Die Handlung bleibt dabei bis zum Ende interessant und wahrlich unvorhersagbar. Schlussendlich bedauert man unsere manipulierbare Gesellschaft, die mit den Worten des Autors „immer mehr erfährt und immer weniger weiß“.

Es ist Juni 1999. Ganz Köln fiebert dem bevorstehenden G8-Gipfeltreffen entgegen und sonnt sich im Glanz der bereits eingetroffenen politischen Prominenz. Unter den Augen der Weltöffentlichkeit wartet man nur noch auf die großen Staatsoberhäupter.

weitere Rezensionen von Alexander Rosell

#
rezensiert seit
Buchtitel
1
09.02.2011
2
02.01.2011
3
14.03.2009
4
26.09.2008

Was zu dieser Zeit noch keiner vermuten kann, ist, dass ein Phantomkommando bereits Vorbereitungen getroffen hat, um den Amerikanischen Präsidenten zu ermorden. Doch die scheinbar perfekt geplante Aktion gerät in Gefahr, als Dr. Liam O’Conner, ein genialer Physiker, Bestsellerautor, Säufer und Playboy, der Verschwörung zufällig auf die Spur kommt. Aber dieser hat Probleme mit seiner wagen Vermutung Glauben zu finden, da er durchaus dafür bekannt ist, seine Umwelt schon mal zum Narren zu halten. So bleibt ihm im Endeffekt keine andere Möglichkeit, als alleine den Kampf gegen die Terroristen aufzunehmen.

Während die Vorbereitungen für den Empfang der Staatsgäste unterdessen auf Hochtouren laufen, beginnt ein atemloses Katz- und Mausspiel zwischen O’Conner und dem Phantomkommando der Terroristen. Immer mehr Details werden über die Verschwörung bekannt und immer mehr Fragen tauchen über selbige auf. Nicht zuletzt würde jeder gerne wissen, wer hinter dem anscheinend politisch motivierten Anschlag steckt und vom Tod des Amerikanischen Präsidenten profitieren könnte.

Diese an sich plumpe Geschichte bietet eine breite Basis für ein filigranes Netz an politischen Verschwörungen und Unwägbarkeiten. Die interessanten Charaktere des Thrillers stolpern dabei behände dem großen Finale entgegen. Auf dem Weg dahin gibt es oft Passagen zum Schmunzeln. Gerade der Protagonist O’Conner, der vielmehr eine Karikatur von sich selbst ist, liefert einige vergnügliche Weisheiten über Frauen, Whisky und Lifestyle. Trotzdem bleiben die Dialoge anspruchsvoll und interessant. Stellenweise gehen sie sogar recht tief, wenn O’Conner mal nicht betrunken ist und seine Lebensauffassung vertritt.

„Lautlos“ ist eine intelligente, gelungene Verschwörungsgeschichte, die gekonnt das politische Hintergrundwissen des späten 20. Jahrhunderts vermittelt, ohne die eigene Spannung zu zerstören. Die Handlung bleibt dabei bis zum Ende interessant und wahrlich unvorhersagbar. Schlussendlich bedauert man unsere manipulierbare Gesellschaft, die mit den Worten des Autors „immer mehr erfährt und immer weniger weiß“.

geschrieben am 03.02.2003 | 323 Wörter | 2073 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen




Rezension von

Marlen Monterey

Lautlos Der Roman spielt zurzeit des G-8-Wirtschaftsgipfels im Jahre 1999 in Köln. Eine hochbezahlte Gruppe aus Berufsmördern und Terroristen trifft alle Vorbereitungen für einen High-Tech-Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten. Die männliche Hauptfigur, der irische Physiker und Bestsellerautor Dr. Liam O´Connor, erkennt auf dem Flughafen einen IRA-Aktivisten, der als Handwerker getarnt, dort zu arbeiten scheint. O´Connor beschließt ein wenig Detektiv zu spielen und versucht den Hintergründen einer offensichtlichen Verschwörung rechtzeitig auf die Spur zu kommen… Die meisten Leser werden dieses Buch erst nach Schätzings´ Bestseller „Der Schwarm“ gekauft und gelesen haben, obwohl „Lautlos“ bereits fünf Jahre vorher veröffentlicht worden war. Die Charaktere der „Guten“ sind in beiden Büchern recht ähnlich. Sowohl Sigur Johanson (Der Schwarm) und Liam O´Connor (Lautlos) als auch Alicia Delaware (Der Schwarm) und Kika Wagner (Lautlos) weisen in ihren Besonderheiten reichlich Parallelen auf. Frank Schätzing erzählt bildhaft und wortreich einen aufregenden Krimi, oder Neudeutsch, einen spannenden Thriller. Einen Vergleich mit anderen, auch amerikanischen, Bestsellerautoren braucht er nicht scheuen, im Gegenteil. Er besticht mit einem gepflegten und umfangreichen Wortschatz, gut recherchierten Fakten und interessanten Einblicken. Die einzige Schwäche dieses Romans ist seine Langatmigkeit. Die weitschweifige Ausführlichkeit nimmt einen Großteil der Spannung aus der feingesponnenen Handlung. Das ganze Geschehen auf 350 Seiten, statt 702 in der Taschenbuchausgabe, hätte nicht nur genügt, sondern wäre der Dramatik der Geschichte eher zuträglich gewesen. Insgesamt ein guter Roman, nicht mehr und nicht weniger.

Der Roman spielt zurzeit des G-8-Wirtschaftsgipfels im Jahre 1999 in Köln. Eine hochbezahlte Gruppe aus Berufsmördern und Terroristen trifft alle Vorbereitungen für einen High-Tech-Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten. Die männliche Hauptfigur, der irische Physiker und Bestsellerautor Dr. Liam O´Connor, erkennt auf dem Flughafen einen IRA-Aktivisten, der als Handwerker getarnt, dort zu arbeiten scheint. O´Connor beschließt ein wenig Detektiv zu spielen und versucht den Hintergründen einer offensichtlichen Verschwörung rechtzeitig auf die Spur zu kommen…

Die meisten Leser werden dieses Buch erst nach Schätzings´ Bestseller „Der Schwarm“ gekauft und gelesen haben, obwohl „Lautlos“ bereits fünf Jahre vorher veröffentlicht worden war. Die Charaktere der „Guten“ sind in beiden Büchern recht ähnlich. Sowohl Sigur Johanson (Der Schwarm) und Liam O´Connor (Lautlos) als auch Alicia Delaware (Der Schwarm) und Kika Wagner (Lautlos) weisen in ihren Besonderheiten reichlich Parallelen auf.

Frank Schätzing erzählt bildhaft und wortreich einen aufregenden Krimi, oder Neudeutsch, einen spannenden Thriller. Einen Vergleich mit anderen, auch amerikanischen, Bestsellerautoren braucht er nicht scheuen, im Gegenteil. Er besticht mit einem gepflegten und umfangreichen Wortschatz, gut recherchierten Fakten und interessanten Einblicken.

Die einzige Schwäche dieses Romans ist seine Langatmigkeit. Die weitschweifige Ausführlichkeit nimmt einen Großteil der Spannung aus der feingesponnenen Handlung. Das ganze Geschehen auf 350 Seiten, statt 702 in der Taschenbuchausgabe, hätte nicht nur genügt, sondern wäre der Dramatik der Geschichte eher zuträglich gewesen.

Insgesamt ein guter Roman, nicht mehr und nicht weniger.

geschrieben am 02.03.2007 | 228 Wörter | 1537 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen