
| ISBN | 3404160789 | |
| Autor | Laura Joh Rowland | |
| Verlag | Bastei Lübbe | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 448 | |
| Erscheinungsjahr | 2011 | |
| Extras | - |

Das Leben von Sano Ichirō verläuft seit seinem letzten Fall erstaunlich ruhig – zu ruhig vielleicht, denn er ahnt, dass die Freundlichkeit seines einstigen Feindes Yanagisawa nicht echt ist. Doch dieses Problem tritt erst einmal in den Hintergrund, als sein Onkel seine Hilfe braucht: Seine Tochter ist am hellen Tag verschwunden und wurde seit dem nicht mehr gesehen. Obwohl das Verhältnis zu seinem Onkel nicht einfach ist, nimmt Sano die Ermittlungen auf.

Schon bald erkennt er, dass seine Cousine nicht das einzige Opfer ist. Noch zwei weitere Frauen wurden entfĂĽhrt und schlieĂźlich verschwindet auch noch die Frau des Shogun.
„Der Wolkenpavillon“ ist bereits der 14. Fall fĂĽr Sano Ichirō, den Ermittler aus dem alten Japan. Die Autorin, Laura Joh Rowland entfĂĽhrt ihre Leser wieder einmal ein längst vergangene und fĂĽr uns Europäer sehr fremde und ungewöhnliche Welt.
Nachdem Sanos Vergangenheit, seine Herkunft und seine Familie schon in anderen Büchern eine große Rolle gespielt hat, ist es nicht überraschend, dass diese Thematik zusätzlich zur Kriminalgeschichte wieder aufgegriffen wird. Während sein Onkel ihn um Hilfe anfleht und seine Frau ihn bei den Ermittlungen unterstützt, spielt sein zehnjähriger Sohn selbst Ermittler und sein erster Gefolgsmann muss sich mit einem unbekannten, sehr starken Gegner beschäftigen.
Auch Sanos aktuell schwierige Situation als einer der beiden Kammerherrn des Herrschers – mit einem Gegenspieler, dem er trotz aller Nettigkeit einfach nicht trauen kann – erschwert die Ermittlungen.
Sano Ichirōs Fälle sind wie immer von einigem Hin- und Her und jeder Menge offene Fragen geprägt. Den Ermittler macht das umso sympathischer. Die Autorin hat mit ihm einen sehr lebendigen Charakter geschaffen mit dem der Leser leicht mitfiebern kann. Auch ihr Erzählstil ist wie erwartet flĂĽssig und bietet genau so viele Details zum alten Japan wie nötig.
Für jeden der historische Krimis mag und mal einen anderen kulturellen Hintergrund will, ist dieses Buch – und natürlich auch die anderen Fälle – sehr zu empfehlen.
geschrieben am 18.09.2012 | 315 Wörter | 1795 Zeichen
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