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Ein Sommer wie dieser


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Letterschming

Ein Sommer wie dieser „Ein Sommer wie dieser“ von der deutschen Autorin Annette Hohberg ist im MĂ€rz 2012 in gebundener Form beim Knaur-Verlag erschienen. Als Klara und Stephan sich vor etlichen Jahren in Italien kennengelernt und ineinander verliebt haben, waren sie beide Anfang 20 und haben eine Woche lang auf Wolke sieben geschwebt. Doch die UmstĂ€nde haben die Beziehung der beiden vereitelt und ihnen getrennte Wege beschert. Mittlerweile hat Klara geheiratet. Ihre Tochter ist schon erwachsen und geht nun auf die UniversitĂ€t. Wie es der Zufall will, ist Stephan mittlerweile Literaturdozent an eben jener UniversitĂ€t und so begegnen sich die beiden wieder. Sie verbringen eine Woche auf La Palma und stellen fest, dass die alten GefĂŒhle wieder entflammen. Doch Klara zögert. Zuhause hat sie ein Leben, einen verlĂ€sslichen Ehemann und eine Tochter. Soll sie dieses sichere Leben aufgeben und sich Hals ĂŒber Kopf in ein Abenteuer wagen, das fĂŒr sie das grĂ¶ĂŸte GlĂŒck, aber auch den Absturz bedeuten könnte? Zugegebenermaßen ist die Geschichte, die die Autorin in „Ein Sommer wie dieser“ erzĂ€hlt, nicht unbedingt neu. Eine große Liebe, die dann durch die UmstĂ€nde vereitelt wird, und dann Jahre spĂ€ter das Wiedersehen und die Entscheidung, fĂŒr das gewohnte, sichere Leben oder das neue große Abenteuer: dass alles wurde schon oft niedergeschrieben. Deshalb war ich zunĂ€chst ein wenig skeptisch. TatsĂ€chlich ĂŒberrascht die Geschichte zu Anfang nicht gerade durch ungewöhnliche DenkansĂ€tze und unvorhersehbare Wendungen. Mitunter fand ich die Beschreibungen von Klaras GefĂŒhlen schon ĂŒbertreiben, teilweise sogar etwas kitschig. Außerdem dauerte es zu Beginn ziemlich lange, bis der Roman mich gepackt hat. Die Geschichte erschien erst einmal sehr konstruiert und verlor dadurch an GlaubwĂŒrdigkeit. Die beiden Protagonisten schienen ĂŒberhaupt nicht zusammenzupassen. So fĂŒhrt Klara ein bodenstĂ€ndiges Leben als verheiratete Bibliothekarin, mit dem sie eigentlich ganz zufrieden ist. Erst als sie Stephan wiedersieht, beginnt sie an ihrer Beziehung zu zweifeln und sich zu fragen, ob diese Ehe mit ihrer StabilitĂ€t, aber auch mit ihrer Eintönigkeit wirklich das Richtige ist. Stephan hingegen fĂŒhrt ein Leben als ewiger Single und hat regelmĂ€ĂŸige AffĂ€ren mit seinen Studentinnen, also allesamt Frauen, die viel jĂŒnger sind als er und Klara. Dass diese beiden so unterschiedlichen Menschen eine einzige gemeinsame Woche in Italien vor Jahrzehnten so nahe zueinander gebracht haben soll, dass ihre Liebe jetzt ,so viel spĂ€ter, plötzlich – puff – in unverĂ€nderter StĂ€rke wieder da ist, erschien mir nicht wirklich logisch. Hier gilt es einfach, die ZĂ€hne zusammenzubeißen und nicht allzu viele Gedanken an den Grundaufbau der Geschichte zu verschwenden, denn sobald die beiden zusammen auf La Palma sind, nimmt das Buch ein anderes Niveau ein. Aus dem anfĂ€nglich Kitsch wird endlich die gefĂŒhlsgeladene Beziehung, die der Roman verspricht. Außerdem regen sich nun Zweifel in Karla, ĂŒber ihre Ehe und die AffĂ€re zu Stephan, die viel tiefgrĂŒndiger sind als ihre mĂ€dchenhafte SchwĂ€rmerei am Anfang des Buches. Fazit: Am Anfang erfĂŒllt das Buch leider alle Klischees, die nur möglich sind, und die Beschreibungen wirken wirklich schnulzig. Doch wer sich durch den ersten Teil des Buches hindurchkĂ€mpft, den erwartet eine sehr romantische Liebesgeschichte, die besonders durch die bildgewaltigen Beschreibungen ĂŒberzeugt. So wird man regelrecht an den Ort des Geschehens entfĂŒhrt und kann sich der Geschichte gar nicht mehr entziehen, weil man endlich wissen will, wie es ausgeht, und hofft, dass Klara einfach das UnvernĂŒnftige wagt und sich mit Stephan ins Abenteuer stĂŒrzt.

„Ein Sommer wie dieser“ von der deutschen Autorin Annette Hohberg ist im MĂ€rz 2012 in gebundener Form beim Knaur-Verlag erschienen.

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Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Als Klara und Stephan sich vor etlichen Jahren in Italien kennengelernt und ineinander verliebt haben, waren sie beide Anfang 20 und haben eine Woche lang auf Wolke sieben geschwebt. Doch die UmstĂ€nde haben die Beziehung der beiden vereitelt und ihnen getrennte Wege beschert. Mittlerweile hat Klara geheiratet. Ihre Tochter ist schon erwachsen und geht nun auf die UniversitĂ€t. Wie es der Zufall will, ist Stephan mittlerweile Literaturdozent an eben jener UniversitĂ€t und so begegnen sich die beiden wieder. Sie verbringen eine Woche auf La Palma und stellen fest, dass die alten GefĂŒhle wieder entflammen. Doch Klara zögert. Zuhause hat sie ein Leben, einen verlĂ€sslichen Ehemann und eine Tochter. Soll sie dieses sichere Leben aufgeben und sich Hals ĂŒber Kopf in ein Abenteuer wagen, das fĂŒr sie das grĂ¶ĂŸte GlĂŒck, aber auch den Absturz bedeuten könnte?

Zugegebenermaßen ist die Geschichte, die die Autorin in „Ein Sommer wie dieser“ erzĂ€hlt, nicht unbedingt neu. Eine große Liebe, die dann durch die UmstĂ€nde vereitelt wird, und dann Jahre spĂ€ter das Wiedersehen und die Entscheidung, fĂŒr das gewohnte, sichere Leben oder das neue große Abenteuer: dass alles wurde schon oft niedergeschrieben. Deshalb war ich zunĂ€chst ein wenig skeptisch.

TatsĂ€chlich ĂŒberrascht die Geschichte zu Anfang nicht gerade durch ungewöhnliche DenkansĂ€tze und unvorhersehbare Wendungen. Mitunter fand ich die Beschreibungen von Klaras GefĂŒhlen schon ĂŒbertreiben, teilweise sogar etwas kitschig. Außerdem dauerte es zu Beginn ziemlich lange, bis der Roman mich gepackt hat. Die Geschichte erschien erst einmal sehr konstruiert und verlor dadurch an GlaubwĂŒrdigkeit. Die beiden Protagonisten schienen ĂŒberhaupt nicht zusammenzupassen.

So fĂŒhrt Klara ein bodenstĂ€ndiges Leben als verheiratete Bibliothekarin, mit dem sie eigentlich ganz zufrieden ist. Erst als sie Stephan wiedersieht, beginnt sie an ihrer Beziehung zu zweifeln und sich zu fragen, ob diese Ehe mit ihrer StabilitĂ€t, aber auch mit ihrer Eintönigkeit wirklich das Richtige ist. Stephan hingegen fĂŒhrt ein Leben als ewiger Single und hat regelmĂ€ĂŸige AffĂ€ren mit seinen Studentinnen, also allesamt Frauen, die viel jĂŒnger sind als er und Klara. Dass diese beiden so unterschiedlichen Menschen eine einzige gemeinsame Woche in Italien vor Jahrzehnten so nahe zueinander gebracht haben soll, dass ihre Liebe jetzt ,so viel spĂ€ter, plötzlich – puff – in unverĂ€nderter StĂ€rke wieder da ist, erschien mir nicht wirklich logisch.

Hier gilt es einfach, die ZĂ€hne zusammenzubeißen und nicht allzu viele Gedanken an den Grundaufbau der Geschichte zu verschwenden, denn sobald die beiden zusammen auf La Palma sind, nimmt das Buch ein anderes Niveau ein. Aus dem anfĂ€nglich Kitsch wird endlich die gefĂŒhlsgeladene Beziehung, die der Roman verspricht. Außerdem regen sich nun Zweifel in Karla, ĂŒber ihre Ehe und die AffĂ€re zu Stephan, die viel tiefgrĂŒndiger sind als ihre mĂ€dchenhafte SchwĂ€rmerei am Anfang des Buches.

Fazit: Am Anfang erfĂŒllt das Buch leider alle Klischees, die nur möglich sind, und die Beschreibungen wirken wirklich schnulzig. Doch wer sich durch den ersten Teil des Buches hindurchkĂ€mpft, den erwartet eine sehr romantische Liebesgeschichte, die besonders durch die bildgewaltigen Beschreibungen ĂŒberzeugt. So wird man regelrecht an den Ort des Geschehens entfĂŒhrt und kann sich der Geschichte gar nicht mehr entziehen, weil man endlich wissen will, wie es ausgeht, und hofft, dass Klara einfach das UnvernĂŒnftige wagt und sich mit Stephan ins Abenteuer stĂŒrzt.

geschrieben am 16.05.2012 | 547 Wörter | 3172 Zeichen

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