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Die Luzifer Chroniken


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Informationen zum Buch
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Rezension von

E. Kneisel

Die Luzifer Chroniken Sam Linnfer, Sebastian Teufel und Luc Satise – drei Namen für ein und dieselbe Person. Der Träger dieser Namen ist kein anderer als Luzifer persönlich. Nachdem er für sein Eingreifen in das Edenprojekt seines Bruders Jehova aus dem Himmel verbannt wurde, hat er sich eine ganze Weile in der Hölle aufgehalten. Doch auch dort erwischt man ihn in den letzten Jahrzehnten nur selten. Stattdessen lebt er in einem Apartment in London und könnte eigentlich ein relativ ruhiges Leben haben. Doch seine unsterblichen Brüder sehen das Ganze etwas anders und sind so gar nicht einverstanden damit, wie die Dinge im Universum unter Vater Zeit laufen. Sie zetteln eine Verschwörung an um Chronos – die Verkörperung des Chaos, den ihr Vater einst in einem Verließ außerhalb der Zeit eingekerkert hat – zu befreien und nur einer ist in der Lage ihnen in die Quere zu kommen und die Zerstörung des Universums aufzuhalten: Der Träger des Lichts, das notwendige Kind, dessen einziger Zweck es es ist, Chronos zu vernichten. Doch Sam widersetzt sich den Plänen seines allmächtigen Vaters. Denn ein Einsetzen der endgültigen Waffe, die er in sich trägt, würde seinen Tod bedeuten. Der Band „Die Luzifer Chroniken“ beinhaltet die beiden Bücher „Luzifer – Träger des Licht“ und „Satan – Retter der Welt“. Die beiden Einzelwerke erschienen bereits im Jahr 2002 und 2003 und wurden nun in einem Sammelband veröffentlicht. Die Autorin Catherine Webb war bei der Erstveröffentlichung im Jahr 2003 gerade einmal 17 Jahre alt. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb, hat sie es geschafft eine sehr überzeugende, spannende Geschichte zu schreiben. Ihr Stil ist sehr sicher und zeichnet sich durch sehr detailreiche, anschauliche Beschreibungen aus, die aber keineswegs umständlich und langatmig wirken – wie es so oft in Fantasybücher zu finden ist. Besonders deutlich wird dies in den Kampfszenen, für die Webb einfache, klare Worte findet, welche die Szenerie und auch den Kampf selbst sehr lebendig wirken lassen. Sie erzählt ihre Geschichte so einleuchtend, dass man beim Aufschauen immer wieder erstaunt ist, nicht im Kino zu sitzen. Die Hintergrundgeschichte ist raffiniert und ungewöhnlich. Die Autorin sammelt alles, was es an mythologischen/religiösen Vorstellungen heute und in der Vergangenheit gab, und fügt es zu einem einzigen Bild zusammen. Sie erweckt alte und neue Götter wieder zum Leben. Seth, Odin, Freya, Jehova, Buddha und viele andere bekannte Gestalten – Dämonen, Erzengel und Walküren – sind nur ein paar der Namen, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. Webb nutzt aber nicht nur die Namen, sondern verpasst den Göttern bei dieser Gelegenheit auch noch eine Persönlichkeit. Auch die Geschichten der Religionen fließen mit ein und über allem schweben Vater Zeus, der seine eigene Sicht der Dinge hat und seine Königinnen Liebe, Glaube und andere. Trotz der sehr komplexen Zusammenhänge sind die Hintergründe nicht aufdringlich, sondern laufen im Hintergrund so nebenbei mit und stören den Lesefluss nicht. Die Hauptperson Luzifer wurde besonders liebevoll kreiert. Diesmal steckt er nicht in Rolle des Bösewichten, sondern ist viel mehr ein sympathischer „junger“ Mann, der sich aufgrund seiner langen Vergangenheit Zynismus und ständige Wachsamkeit angewöhnt hat. Die Rückblicke in alte Zeiten, die immer wieder einfließen, erklären seine Verhaltens- und Denkweisen sehr tiefgründig und machen Sam – zumindest im ersten Buch – zu einer authentischen Persönlichkeit, die so vielschichtig ist, wie man es von einer realen Person erwartet. Da es sich bei dem Buch ja um einen Sammelband handelt und die beiden Werke schon seit längerer Zeit auf dem Markt sind, gilt es noch einmal einen speziellen Blick auf diese Fassung zu werfen. Die einzelnen Bände umfassen jeweils knapp 300 Seiten. Die Ausgabe ist sehr übersichtlich gestaltet mit Inhaltsangaben zu beiden Büchern. Obwohl das Taschenbuch zwei Romane beinhaltet, ist es nicht zu dick und zu schwer. Die engen Zusammenhänge und der nahtlose Übergang zwischen den beiden Büchern, sprechen für die Zusammenfassung in einem Band. Im direkten Vergleich der beiden Bücher gewinnt das Erste. Die Autorin gerät im zweiten Band beim Erzählen gelegentlich ins Stolpern und auch der Schluss wirkt etwas abrupt und lässt noch einige Fragen offen. Dies ist auch der einzige Kritikpunkt eines ansonsten sehr gelungenen Werkes einer jungen Autorin, die über ein enormes Wissen verfügt, das sie immer wieder durchblitzen lässt. Fazit: Lesen!

Sam Linnfer, Sebastian Teufel und Luc Satise – drei Namen für ein und dieselbe Person. Der Träger dieser Namen ist kein anderer als Luzifer persönlich. Nachdem er für sein Eingreifen in das Edenprojekt seines Bruders Jehova aus dem Himmel verbannt wurde, hat er sich eine ganze Weile in der Hölle aufgehalten. Doch auch dort erwischt man ihn in den letzten Jahrzehnten nur selten. Stattdessen lebt er in einem Apartment in London und könnte eigentlich ein relativ ruhiges Leben haben. Doch seine unsterblichen Brüder sehen das Ganze etwas anders und sind so gar nicht einverstanden damit, wie die Dinge im Universum unter Vater Zeit laufen.

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Sie zetteln eine Verschwörung an um Chronos – die Verkörperung des Chaos, den ihr Vater einst in einem Verließ außerhalb der Zeit eingekerkert hat – zu befreien und nur einer ist in der Lage ihnen in die Quere zu kommen und die Zerstörung des Universums aufzuhalten: Der Träger des Lichts, das notwendige Kind, dessen einziger Zweck es es ist, Chronos zu vernichten.

Doch Sam widersetzt sich den Plänen seines allmächtigen Vaters. Denn ein Einsetzen der endgültigen Waffe, die er in sich trägt, würde seinen Tod bedeuten.

Der Band „Die Luzifer Chroniken“ beinhaltet die beiden Bücher „Luzifer – Träger des Licht“ und „Satan – Retter der Welt“. Die beiden Einzelwerke erschienen bereits im Jahr 2002 und 2003 und wurden nun in einem Sammelband veröffentlicht. Die Autorin Catherine Webb war bei der Erstveröffentlichung im Jahr 2003 gerade einmal 17 Jahre alt. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb, hat sie es geschafft eine sehr überzeugende, spannende Geschichte zu schreiben. Ihr Stil ist sehr sicher und zeichnet sich durch sehr detailreiche, anschauliche Beschreibungen aus, die aber keineswegs umständlich und langatmig wirken – wie es so oft in Fantasybücher zu finden ist. Besonders deutlich wird dies in den Kampfszenen, für die Webb einfache, klare Worte findet, welche die Szenerie und auch den Kampf selbst sehr lebendig wirken lassen. Sie erzählt ihre Geschichte so einleuchtend, dass man beim Aufschauen immer wieder erstaunt ist, nicht im Kino zu sitzen.

Die Hintergrundgeschichte ist raffiniert und ungewöhnlich. Die Autorin sammelt alles, was es an mythologischen/religiösen Vorstellungen heute und in der Vergangenheit gab, und fügt es zu einem einzigen Bild zusammen. Sie erweckt alte und neue Götter wieder zum Leben. Seth, Odin, Freya, Jehova, Buddha und viele andere bekannte Gestalten – Dämonen, Erzengel und Walküren – sind nur ein paar der Namen, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. Webb nutzt aber nicht nur die Namen, sondern verpasst den Göttern bei dieser Gelegenheit auch noch eine Persönlichkeit. Auch die Geschichten der Religionen fließen mit ein und über allem schweben Vater Zeus, der seine eigene Sicht der Dinge hat und seine Königinnen Liebe, Glaube und andere.

Trotz der sehr komplexen Zusammenhänge sind die Hintergründe nicht aufdringlich, sondern laufen im Hintergrund so nebenbei mit und stören den Lesefluss nicht.

Die Hauptperson Luzifer wurde besonders liebevoll kreiert. Diesmal steckt er nicht in Rolle des Bösewichten, sondern ist viel mehr ein sympathischer „junger“ Mann, der sich aufgrund seiner langen Vergangenheit Zynismus und ständige Wachsamkeit angewöhnt hat. Die Rückblicke in alte Zeiten, die immer wieder einfließen, erklären seine Verhaltens- und Denkweisen sehr tiefgründig und machen Sam – zumindest im ersten Buch – zu einer authentischen Persönlichkeit, die so vielschichtig ist, wie man es von einer realen Person erwartet.

Da es sich bei dem Buch ja um einen Sammelband handelt und die beiden Werke schon seit längerer Zeit auf dem Markt sind, gilt es noch einmal einen speziellen Blick auf diese Fassung zu werfen. Die einzelnen Bände umfassen jeweils knapp 300 Seiten. Die Ausgabe ist sehr übersichtlich gestaltet mit Inhaltsangaben zu beiden Büchern. Obwohl das Taschenbuch zwei Romane beinhaltet, ist es nicht zu dick und zu schwer. Die engen Zusammenhänge und der nahtlose Übergang zwischen den beiden Büchern, sprechen für die Zusammenfassung in einem Band.

Im direkten Vergleich der beiden Bücher gewinnt das Erste. Die Autorin gerät im zweiten Band beim Erzählen gelegentlich ins Stolpern und auch der Schluss wirkt etwas abrupt und lässt noch einige Fragen offen. Dies ist auch der einzige Kritikpunkt eines ansonsten sehr gelungenen Werkes einer jungen Autorin, die über ein enormes Wissen verfügt, das sie immer wieder durchblitzen lässt.

Fazit: Lesen!

geschrieben am 01.05.2011 | 692 Wörter | 3896 Zeichen

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