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Wohnungseigentumsrecht


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Wohnungseigentumsrecht Auch nach der Verortung des Verfahrensrechts in die ZPO bleibt das Wohnungseigentumsrecht ein Sonderfall, sowohl was die Beteiligten als auch was das rein Rechtliche angeht. Nur Letzteres ist für den Leser in Ausbildung interessant, wenn er sich erstmals oder gar vertieft mit der Materie befassen will. Die Neuauflage des instruktiven Lehrbuchs von Greiner ist dabei ein verlässlicher Begleiter und Ratgeber und bietet auf bald 500 Seiten in angenehmer Aufmachung das Wichtigste zum Wohnungseigentum. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis wird befördert durch die eingesetzten Beispiele und Hervorhebungen im Text. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Lesers zum einen aufrechterhalten, zum anderen macht der Autor klar, auf welche Schwerpunkte sich die Wissensrezeption fokussieren kann. Imponierend ist die Vielfalt der vorhandenen Muster für Schreiben, Anträge, Klagen und anderes, sodass die bisweilen schwierige Rechtsanwendung optimal unterstützt wird - ein klarer Pluspunkt für Referendare, die sich auf Miet- und Wohnungseigentumsrecht spezialisieren wollen. Inhaltlich wird zunächst ganz klassisch die Entstehung von Wohnungseigentum samt den rechtlichen Grundlagen erörtert. Sonderfragen wie die „werdende“ WEG oder die Rechtsfähigkeit der entstandenen WEG werden pragmatisch abgearbeitet und mit den nötigen Rechtsprechungsnachweisen untermauert - erfreulicherweise in echten Fußnoten. Die Willensbildung der Gemeinschaft ist sodann Thema des Folgekapitels, insbesondere die Fehlerhaftigkeit von Beschlüssen aber auch die Auslegung der Gemeinschaftsordnung. Anschließend werden die auch gern gerichtlich geklärten Rechte und Pflichten bei der Nutzung des Eigentums dargestellt, wobei vor allem das Vorgehen gegen interne und externe Störungen sehr anschaulich beschrieben wird. Weitere Kapitel thematisieren bauliche Veränderungen, den Kauf vom Bauträger, das Hausgeldinkasso oder die Jahresabrechnung und umrahmen die Schwerpunktkapitel zur Wohnungseigentümerversammlung sowie zum Verwalter. Dabei auftretende Rechtskonflikte müssen innerhalb der WEG ständig gelöst werden, sodass die detaillierte Darstellung etwa zu den Formalia und zum Ablauf der Versammlung, zur Beschlussfassung oder zur Bestellung des Verwalters überzeugt. Aber auch knifflige Fragen zur Reichweite der Befugnisse des Verwalters nach innen und außen sowie zu dessen Haftung werden in den passenden Kontext eingebettet und praxisorientiert beantwortet. Auf diese Weise kann man die Materie ernsthaft verarbeiten und lernt nicht art pour l’art. Leider in einer Art Sammelkapitel werden hochinteressante Sonderprobleme angegangen, etwa zur Insolvenz der WEG oder einzelner Eigentümer, zur Verkehrssicherungspflicht oder zur Haftung gegenüber Dritten für Verbindlichkeiten. Die Auswahl auch dieser Sonderprobleme ist aber gut gelungen und der Leser erhält einen assoziativen Einblick in die Komplexität der möglichen Rechtsbeziehungen. Passend abgeschlossen wird das Buch durch das Kapitel zum Verfahrensrecht, insbesondere zur Beschlussanfechtung. Hier erhält der Leser reziprok zum früheren Kapitel die Wichtigkeit der Beachtung der Förmlichkeiten vor Augen geführt, aber auch Einzelheiten zur Zustellung einer Klage werden pragmatisch erläutert. Dieses Lehrbuch überzeugt, nicht nur durch die Gewichtung und Auswahl der Themen und Kapitel, sondern gerade durch die gute Verknüpfung zwischen Rechtsanwendung und theoretischen Grundlagen. Der Praktiker mag sich möglicherweise lieber auf Kommentierungen zurückziehen, aber dem Leser in Ausbildung sind Lehrbücher wie dieses -bei entsprechendem Spezialisierungswunsch bzw. bei Bedarf innerhalb der Stage – unverzichtbare Helfer im Alltag. Und selbst wer sich erst einmal überblicksartig zum WEG-Recht informieren will, ist bei diesem Werk an der richtigen Adresse. Ergo: eine gelungene Neuauflage.

Auch nach der Verortung des Verfahrensrechts in die ZPO bleibt das Wohnungseigentumsrecht ein Sonderfall, sowohl was die Beteiligten als auch was das rein Rechtliche angeht. Nur Letzteres ist für den Leser in Ausbildung interessant, wenn er sich erstmals oder gar vertieft mit der Materie befassen will. Die Neuauflage des instruktiven Lehrbuchs von Greiner ist dabei ein verlässlicher Begleiter und Ratgeber und bietet auf bald 500 Seiten in angenehmer Aufmachung das Wichtigste zum Wohnungseigentum.

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Die Verknüpfung von Theorie und Praxis wird befördert durch die eingesetzten Beispiele und Hervorhebungen im Text. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Lesers zum einen aufrechterhalten, zum anderen macht der Autor klar, auf welche Schwerpunkte sich die Wissensrezeption fokussieren kann. Imponierend ist die Vielfalt der vorhandenen Muster für Schreiben, Anträge, Klagen und anderes, sodass die bisweilen schwierige Rechtsanwendung optimal unterstützt wird - ein klarer Pluspunkt für Referendare, die sich auf Miet- und Wohnungseigentumsrecht spezialisieren wollen.

Inhaltlich wird zunächst ganz klassisch die Entstehung von Wohnungseigentum samt den rechtlichen Grundlagen erörtert. Sonderfragen wie die „werdende“ WEG oder die Rechtsfähigkeit der entstandenen WEG werden pragmatisch abgearbeitet und mit den nötigen Rechtsprechungsnachweisen untermauert - erfreulicherweise in echten Fußnoten. Die Willensbildung der Gemeinschaft ist sodann Thema des Folgekapitels, insbesondere die Fehlerhaftigkeit von Beschlüssen aber auch die Auslegung der Gemeinschaftsordnung. Anschließend werden die auch gern gerichtlich geklärten Rechte und Pflichten bei der Nutzung des Eigentums dargestellt, wobei vor allem das Vorgehen gegen interne und externe Störungen sehr anschaulich beschrieben wird.

Weitere Kapitel thematisieren bauliche Veränderungen, den Kauf vom Bauträger, das Hausgeldinkasso oder die Jahresabrechnung und umrahmen die Schwerpunktkapitel zur Wohnungseigentümerversammlung sowie zum Verwalter. Dabei auftretende Rechtskonflikte müssen innerhalb der WEG ständig gelöst werden, sodass die detaillierte Darstellung etwa zu den Formalia und zum Ablauf der Versammlung, zur Beschlussfassung oder zur Bestellung des Verwalters überzeugt. Aber auch knifflige Fragen zur Reichweite der Befugnisse des Verwalters nach innen und außen sowie zu dessen Haftung werden in den passenden Kontext eingebettet und praxisorientiert beantwortet. Auf diese Weise kann man die Materie ernsthaft verarbeiten und lernt nicht art pour l’art.

Leider in einer Art Sammelkapitel werden hochinteressante Sonderprobleme angegangen, etwa zur Insolvenz der WEG oder einzelner Eigentümer, zur Verkehrssicherungspflicht oder zur Haftung gegenüber Dritten für Verbindlichkeiten. Die Auswahl auch dieser Sonderprobleme ist aber gut gelungen und der Leser erhält einen assoziativen Einblick in die Komplexität der möglichen Rechtsbeziehungen. Passend abgeschlossen wird das Buch durch das Kapitel zum Verfahrensrecht, insbesondere zur Beschlussanfechtung. Hier erhält der Leser reziprok zum früheren Kapitel die Wichtigkeit der Beachtung der Förmlichkeiten vor Augen geführt, aber auch Einzelheiten zur Zustellung einer Klage werden pragmatisch erläutert.

Dieses Lehrbuch überzeugt, nicht nur durch die Gewichtung und Auswahl der Themen und Kapitel, sondern gerade durch die gute Verknüpfung zwischen Rechtsanwendung und theoretischen Grundlagen. Der Praktiker mag sich möglicherweise lieber auf Kommentierungen zurückziehen, aber dem Leser in Ausbildung sind Lehrbücher wie dieses -bei entsprechendem Spezialisierungswunsch bzw. bei Bedarf innerhalb der Stage – unverzichtbare Helfer im Alltag. Und selbst wer sich erst einmal überblicksartig zum WEG-Recht informieren will, ist bei diesem Werk an der richtigen Adresse. Ergo: eine gelungene Neuauflage.

geschrieben am 19.04.2011 | 498 Wörter | 3380 Zeichen

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