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Lieber Gott und Otis Redding


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Anna Kneisel

Lieber Gott und Otis Redding Diamond Star Halo Llewelyn, genannt Halo, ist 1977 zu Beginn des Romans ein kleines MĂ€dchen mit einer Familie, die ebenso außergewöhnlich ist wie ihr Vorname: Ihre Eltern haben eine Farm mit (fast) keinen Tieren (abgesehen von den Pferden Ziggy und Stardust und der Dogge Baden sowie ein paar KĂŒhen), stattdessen gibt es ein Tonstudio im Stall, wo internationale GrĂ¶ĂŸen der Musikszene ihre Alben aufnehmen – wie es schon immer der Traum ihres Vaters Ivan war. Sie hat eine wunderschöne Mutter, die alle bezaubert, wenn sie nur den Raum betritt und die fast noch besser kochen kann als sie aussieht, die von einer Zwergin auf dem Rummelplatz aufgezogen wurde, nachdem sie in einer Schublade auftauchte. Sie hat eine energische Großmutter "Nana", die Collies sammelt, sehr viel von einer liebenswerten Hexe hat und von Geistern und dem Waldgott erzĂ€hlt, skurrile Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sei es nun der große Bruder Vincent, der sich wie eine Frau kleidet, oder die kleine Schwester Molly, die spĂ€ter stĂ€ndig einen neuen Freund an ihrer Seite hat, oder aber Fred, der Bruder, der eigentlich keiner ist und den einfach alle lieben. Der Großteil des Romans spielt auf der Rockfarm und Halo lĂ€sst uns an ihren Erinnerungen und jeder Menge außergewöhnlicher, lustiger, trauriger aber auf jeden Fall immer erzĂ€hlenswerter Erlebnisse teilhaben. Der Leser begleitet die Familie durch drei Jahrzehnte (1977 -2006) auf der Rockfarm, wo Halos Abendgebet mit den titelgebenden Worten „Lieber Gott und Otis Redding“ anfĂ€ngt und darauf die Namen verstorbener Musiker folgen, denn Musik ist ihre Religion, die WĂŒrze in ihrem Leben und als Elvis stirbt, versammelt sich die „Gemeinde“ natĂŒrlich in der Kapelle des großmĂŒtterlichen Anwesens. Dass nicht immer nur GlĂŒck und Sonnenschein herrschen, fließt wie nebenbei in die Geschichte mit ein, manches wird angedeutet und erst viel spĂ€ter wirklich erlĂ€utert – ganz so, als erzĂ€hle wirklich ein kleines MĂ€dchen, das erst im Nachhinein gewisse Dinge begreift, als es zu einer erwachsenen Frau geworden ist, der Grundtenor des Romans ist aber durchweg positiv, trotz aller Höhen und Tiefen. Das Geschehen ist zwar weitgehend auf einen Ort beschrĂ€nkt, aber es kommt dadurch keine Langeweile auf. Man möchte weiterlesen, erfahren, was auf der nĂ€chsten Seite passiert, wie sich die Beziehungen der Charaktere zueinander und wie sich die Charaktere selbst weiterentwickeln. Ganz offensichtlich hat der Roman auch autobiographische BezĂŒge, denn die Autorin Tiffany Murray wuchs in den berĂŒhmten Rockfield Studios auf, wo ihr Vater Produzent und ihre Mutter die Köchin waren - ganz wie Halos Eltern im Buch. Fazit: Ein Buch voller GefĂŒhle ohne rĂŒhrselig zu sein, voller Farben und Musik, mit mĂ€rchenhaft anmutenden Geschichten und einem ganz eigenen Zauber. Nichts fĂŒr Action-Fans, aber auf jeden Fall ein Gewinn fĂŒr jeden, der bereit ist, sich auf diese Familiengeschichte einzulassen.

Diamond Star Halo Llewelyn, genannt Halo, ist 1977 zu Beginn des Romans ein kleines MĂ€dchen mit einer Familie, die ebenso außergewöhnlich ist wie ihr Vorname: Ihre Eltern haben eine Farm mit (fast) keinen Tieren (abgesehen von den Pferden Ziggy und Stardust und der Dogge Baden sowie ein paar KĂŒhen), stattdessen gibt es ein Tonstudio im Stall, wo internationale GrĂ¶ĂŸen der Musikszene ihre Alben aufnehmen – wie es schon immer der Traum ihres Vaters Ivan war. Sie hat eine wunderschöne Mutter, die alle bezaubert, wenn sie nur den Raum betritt und die fast noch besser kochen kann als sie aussieht, die von einer Zwergin auf dem Rummelplatz aufgezogen wurde, nachdem sie in einer Schublade auftauchte. Sie hat eine energische Großmutter "Nana", die Collies sammelt, sehr viel von einer liebenswerten Hexe hat und von Geistern und dem Waldgott erzĂ€hlt, skurrile Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sei es nun der große Bruder Vincent, der sich wie eine Frau kleidet, oder die kleine Schwester Molly, die spĂ€ter stĂ€ndig einen neuen Freund an ihrer Seite hat, oder aber Fred, der Bruder, der eigentlich keiner ist und den einfach alle lieben.

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Der Großteil des Romans spielt auf der Rockfarm und Halo lĂ€sst uns an ihren Erinnerungen und jeder Menge außergewöhnlicher, lustiger, trauriger aber auf jeden Fall immer erzĂ€hlenswerter Erlebnisse teilhaben.

Der Leser begleitet die Familie durch drei Jahrzehnte (1977 -2006) auf der Rockfarm, wo Halos Abendgebet mit den titelgebenden Worten „Lieber Gott und Otis Redding“ anfĂ€ngt und darauf die Namen verstorbener Musiker folgen, denn Musik ist ihre Religion, die WĂŒrze in ihrem Leben und als Elvis stirbt, versammelt sich die „Gemeinde“ natĂŒrlich in der Kapelle des großmĂŒtterlichen Anwesens. Dass nicht immer nur GlĂŒck und Sonnenschein herrschen, fließt wie nebenbei in die Geschichte mit ein, manches wird angedeutet und erst viel spĂ€ter wirklich erlĂ€utert – ganz so, als erzĂ€hle wirklich ein kleines MĂ€dchen, das erst im Nachhinein gewisse Dinge begreift, als es zu einer erwachsenen Frau geworden ist, der Grundtenor des Romans ist aber durchweg positiv, trotz aller Höhen und Tiefen.

Das Geschehen ist zwar weitgehend auf einen Ort beschrĂ€nkt, aber es kommt dadurch keine Langeweile auf. Man möchte weiterlesen, erfahren, was auf der nĂ€chsten Seite passiert, wie sich die Beziehungen der Charaktere zueinander und wie sich die Charaktere selbst weiterentwickeln. Ganz offensichtlich hat der Roman auch autobiographische BezĂŒge, denn die Autorin Tiffany Murray wuchs in den berĂŒhmten Rockfield Studios auf, wo ihr Vater Produzent und ihre Mutter die Köchin waren - ganz wie Halos Eltern im Buch.

Fazit: Ein Buch voller GefĂŒhle ohne rĂŒhrselig zu sein, voller Farben und Musik, mit mĂ€rchenhaft anmutenden Geschichten und einem ganz eigenen Zauber. Nichts fĂŒr Action-Fans, aber auf jeden Fall ein Gewinn fĂŒr jeden, der bereit ist, sich auf diese Familiengeschichte einzulassen.

geschrieben am 18.12.2010 | 452 Wörter | 2540 Zeichen

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