Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Der Orchideenpalast


Statistiken
  • 2282 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

E. Kneisel

Der Orchideenpalast Ceylon 1847: Während die Männer das Sagen haben und tun und lassen was sie wollen, lebt die junge Melissa Tamasin in einem goldenen Käfig. Ihr fehlt es an nichts auf Zhilan Palace, der Kaffeeplantage ihres Vaters. Trotzdem gäbe sie fast alles dafür, um aus diesem Gefängnis auszubrechen, die Welt zu sehen und Abenteuer erleben. Diese Sehnsucht wird noch verstärkt als ihr angeblicher Cousin aus England zu Besuch kommt und sie sich in ihn verliebt, obwohl sie weiß, dass ihr Vater, Edward Tamasin, das niemals dulden wird. Hayden empfindet genauso und die Ereignisse überschlagen sich, als Edward hinter das Geheimnis der beiden kommt. Hayden muss die Plantage verlassen und nur durch Zufall findet er heraus, dass das Leben seines Onkels auf Lügen basiert und das prachtvolle Zhilan Palace eine ganze Reihe von düsteren Geheimnissen verbirgt. „Der Orchideenpalast“ von Laila el Omari ist eine Geschichte über eine scheinbar unmögliche Liebe, die nicht für jeden der Beteiligten ein gutes Ende nimmt. Die Autorin erzählt fließend von den Gefühlen und der Welt, in der Melissa aufwächst. Eingezwängt durch die quasi nicht vorhandenen Frauenrechte, fühlt sie sich immer fehl am Platz, hat aber doch keine Möglichkeit ihrem Schicksal zu entfliehen. Aber nicht nur sie spürt die Unterdrückung durch einen Vater und „die Gesellschaft“. Auch die Einheimischen auf Ceylon und die eingewanderten Arbeiter aus Indien, haben im Auge der englischen Kolonialherren keinerlei Rechte. Nur selten kommt es vor, dass ein Mitglied dieser oberen Schicht die Schrecken, welche die Arbeit auf den Plantagen mit sich bringt, sieht oder sich sogar für die Arbeiter einsetzt, die oft kaum mehr sind als Sklaven. Hayden gehört zu diesen wenigen. Doch auch er kann den Lauf der Dinge nicht ändern. Der Lesende ist von Anfang an in die dunklen Geheimnisse Edwards eingeweiht und wartet geradezu darauf, dass das Lügengerüst, auf dem sein Leben aufbaut, wie ein Kartenhaus einstürzt. Und die Autorin enttäuscht ihn nicht. Statt eines unpassenden Happy Ends zeigt sie am Ende des Buches wie nahe Glück und Verzweiflung beieinander liegen, mit dem Fokus auf dem Aspekt der Verzweiflung. Sie schreibt ihre Geschichte mit sehr viel Feingefühl und Liebe zu Details. Die Insel Ceylon, die im Mittelpunkt steht, ist so lebhaft beschrieben, dass man die Nebelwälder und die Kaffeeplantagen fast vor sich sehen kann. Und die historischen Begebenheiten schildert sie mit sehr viel Hintergrundwissen. Dieses Wissen vermittelt sie auch im Bezug auf die Kaffeeherstellung, über die ich nun alles weiß. Die Geschichte entführt an einen fremden Ort in eine andere Zeit, doch auch dort gibt es tragische Liebesgeschichten, dunkle Geheimnisse und jede Menge unerfüllte Wünsche und Träume

Ceylon 1847: Während die Männer das Sagen haben und tun und lassen was sie wollen, lebt die junge Melissa Tamasin in einem goldenen Käfig. Ihr fehlt es an nichts auf Zhilan Palace, der Kaffeeplantage ihres Vaters. Trotzdem gäbe sie fast alles dafür, um aus diesem Gefängnis auszubrechen, die Welt zu sehen und Abenteuer erleben.

weitere Rezensionen von E. Kneisel


Diese Sehnsucht wird noch verstärkt als ihr angeblicher Cousin aus England zu Besuch kommt und sie sich in ihn verliebt, obwohl sie weiß, dass ihr Vater, Edward Tamasin, das niemals dulden wird. Hayden empfindet genauso und die Ereignisse überschlagen sich, als Edward hinter das Geheimnis der beiden kommt. Hayden muss die Plantage verlassen und nur durch Zufall findet er heraus, dass das Leben seines Onkels auf Lügen basiert und das prachtvolle Zhilan Palace eine ganze Reihe von düsteren Geheimnissen verbirgt.

„Der Orchideenpalast“ von Laila el Omari ist eine Geschichte über eine scheinbar unmögliche Liebe, die nicht für jeden der Beteiligten ein gutes Ende nimmt. Die Autorin erzählt fließend von den Gefühlen und der Welt, in der Melissa aufwächst. Eingezwängt durch die quasi nicht vorhandenen Frauenrechte, fühlt sie sich immer fehl am Platz, hat aber doch keine Möglichkeit ihrem Schicksal zu entfliehen. Aber nicht nur sie spürt die Unterdrückung durch einen Vater und „die Gesellschaft“. Auch die Einheimischen auf Ceylon und die eingewanderten Arbeiter aus Indien, haben im Auge der englischen Kolonialherren keinerlei Rechte. Nur selten kommt es vor, dass ein Mitglied dieser oberen Schicht die Schrecken, welche die Arbeit auf den Plantagen mit sich bringt, sieht oder sich sogar für die Arbeiter einsetzt, die oft kaum mehr sind als Sklaven. Hayden gehört zu diesen wenigen. Doch auch er kann den Lauf der Dinge nicht ändern.

Der Lesende ist von Anfang an in die dunklen Geheimnisse Edwards eingeweiht und wartet geradezu darauf, dass das Lügengerüst, auf dem sein Leben aufbaut, wie ein Kartenhaus einstürzt. Und die Autorin enttäuscht ihn nicht. Statt eines unpassenden Happy Ends zeigt sie am Ende des Buches wie nahe Glück und Verzweiflung beieinander liegen, mit dem Fokus auf dem Aspekt der Verzweiflung.

Sie schreibt ihre Geschichte mit sehr viel Feingefühl und Liebe zu Details. Die Insel Ceylon, die im Mittelpunkt steht, ist so lebhaft beschrieben, dass man die Nebelwälder und die Kaffeeplantagen fast vor sich sehen kann. Und die historischen Begebenheiten schildert sie mit sehr viel Hintergrundwissen. Dieses Wissen vermittelt sie auch im Bezug auf die Kaffeeherstellung, über die ich nun alles weiß.

Die Geschichte entführt an einen fremden Ort in eine andere Zeit, doch auch dort gibt es tragische Liebesgeschichten, dunkle Geheimnisse und jede Menge unerfüllte Wünsche und Träume

geschrieben am 26.07.2011 | 427 Wörter | 2365 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen