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Verschenkte Jahre


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Verschenkte Jahre Aufmerksam auf Nick Gregers Buch wurde ich durch Empfehlung eines Aussteigers aus der rechten Szene, der das Buch als schonungslos realistische Darstellung der Neonazi-Szene darstellte. In seinem Vorwort bezeichnet der Autor selbst das Buch als „Erlebnisbericht“ über seinen Werdegang in der Neonazi-Szene. Gleich zu Beginn bezeichnet er den Aufenthalt in der rechten Szene als „Teufelskreis“ und diesen beschreibt er in seinem Buch: Wie er den Einstieg in die rechte Szene fand und wie sich diese durch sein Leben zieht. Er selbst beschreibt einen Teil seiner 'verschenkten Jahre', wie folgt: „Ich war damals bereits 13 Jahre in der Neonazi-Szene aktiv. Neben Mitgliedschaften im KDS und der NSDAP/AO gründete ich zahlreiche eigene Kameradschaften. Ich hatte Kontakte zu Neonazi-Gruppen in zahlreichen Ländern der Welt aufgebaut. Meine 'Gesinnungstaten' hatte ich bis dahin mit vier Jahren und acht Monaten im Gefängnis bezahlt.“ In diesem nüchternen Sprachstil beschreibt er seine Zeit in der rechten Szene. Chronologisch listet er seinen Werdegang auf, stellt seine Aktivitäten und Kontakte dar. Am Ende des Buches zieht er Bilanz seine vergangenen 13 Jahre in der Szene und stellt die Taten und Gesinnungen seiner ehemaligen Kameraden in Frage. Der Leser erhält durch das Buch einen guten Einblick in die Szene und dies aus der persönlichen Sichtweise eines Aussteigers, der immer wieder betont, dass es sich um eine individuelle Geschichte handelt. Durch einzelne, eingebaute Bilder wird seine Geschichte dem Leser näher gebracht, auch im Anhang des Buches finden sich noch Bildnachweise, welche zumeist den Autoren in seiner damaligen Umgebung zeigen. Herausgegeben wurde das Buch von „EXIT-Deutschland“. Diese Organisation bietet eine Ausstigshilfe aus der rechten Szene dar, zugleich aber auch zahlreiche Möglichkeiten sich über und um die rechte Szene zu informiere und auch Argumentattionshilfen. Nicht zuletzt um diese Organisation zu unterstützen lohnt sich der Kauf dieses Buches. Auch ist es sehr empfehlenswert um einen Einblick über das Leben eines Aussteigers und der rechten Szene zu erhalten. Nüchtern und klar formuliert stellt sich der Inhalt des Buches dar.

Aufmerksam auf Nick Gregers Buch wurde ich durch Empfehlung eines Aussteigers aus der rechten Szene, der das Buch als schonungslos realistische Darstellung der Neonazi-Szene darstellte.

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In seinem Vorwort bezeichnet der Autor selbst das Buch als „Erlebnisbericht“ über seinen Werdegang in der Neonazi-Szene.

Gleich zu Beginn bezeichnet er den Aufenthalt in der rechten Szene als „Teufelskreis“ und diesen beschreibt er in seinem Buch: Wie er den Einstieg in die rechte Szene fand und wie sich diese durch sein Leben zieht. Er selbst beschreibt einen Teil seiner 'verschenkten Jahre', wie folgt:

„Ich war damals bereits 13 Jahre in der Neonazi-Szene aktiv. Neben Mitgliedschaften im KDS und der NSDAP/AO gründete ich zahlreiche eigene Kameradschaften. Ich hatte Kontakte zu Neonazi-Gruppen in zahlreichen Ländern der Welt aufgebaut. Meine 'Gesinnungstaten' hatte ich bis dahin mit vier Jahren und acht Monaten im Gefängnis bezahlt.“

In diesem nüchternen Sprachstil beschreibt er seine Zeit in der rechten Szene. Chronologisch listet er seinen Werdegang auf, stellt seine Aktivitäten und Kontakte dar.

Am Ende des Buches zieht er Bilanz seine vergangenen 13 Jahre in der Szene und stellt die Taten und Gesinnungen seiner ehemaligen Kameraden in Frage.

Der Leser erhält durch das Buch einen guten Einblick in die Szene und dies aus der persönlichen Sichtweise eines Aussteigers, der immer wieder betont, dass es sich um eine individuelle Geschichte handelt. Durch einzelne, eingebaute Bilder wird seine Geschichte dem Leser näher gebracht, auch im Anhang des Buches finden sich noch Bildnachweise, welche zumeist den Autoren in seiner damaligen Umgebung zeigen.

Herausgegeben wurde das Buch von „EXIT-Deutschland“. Diese Organisation bietet eine Ausstigshilfe aus der rechten Szene dar, zugleich aber auch zahlreiche Möglichkeiten sich über und um die rechte Szene zu informiere und auch Argumentattionshilfen.

Nicht zuletzt um diese Organisation zu unterstĂĽtzen lohnt sich der Kauf dieses Buches. Auch ist es sehr empfehlenswert um einen Einblick ĂĽber das Leben eines Aussteigers und der rechten Szene zu erhalten. NĂĽchtern und klar formuliert stellt sich der Inhalt des Buches dar.

geschrieben am 13.11.2010 | 323 Wörter | 1887 Zeichen

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