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Wolfstochter


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Rezension von

Ragan Tanger

Wolfstochter Übersinnliche Unterhaltung Angela Waidmann wollte als kleines Kind Schriftstellerin und Archäologin zugleich werden. Also eine Autorin mit Zeit für das eigene Pferd und der Möglichkeit, seinen Träumen literarisch Gestalt zu verleihen, sowie eine Forscherin an alten Grabstätten, auf der Suche nach menschlichen, kulturellen und geologischen Überresten und Artefakten. Obwohl sie ihre Magisterarbeit erfolgreich abschloss, blieb der zweite Wunsch unerfüllt, zu ausfüllend und gelungen ist nämlich dagegen Wunsch Nummer Eins gelungen. Und trotzdem kann sie ihre archäologische Neigung auch mit einbauen und somit ausleben – Skelette als Energien verstorbener Wesen sind nun ein Teil ihrer Gruselgeschichten. Schon als Kind faszinierte sie die Kraft und die Macht des Todes – keine morbide, fatalistische Lust, sondern der selbstverantwortliche Drang sich mit den unvermeintlichen und unheimlichen Kräften des Daseins auseinanderzusetzen; der Umgang mit dem Tod in der Geschichte des Menschen war nicht umsonst eines der Thema ihrer mündlichen Magisterprüfung. Man kann dieses Thema interessiert und spannend angehen und anderen Menschen dabei auch noch Anregungen geben und Fantasien mit den entsprechende Bildern und Imaginationen bereichern. Charmant, spannend, authentisch und einfühlsam zugleich gelingt es ihr den Grusel des Daseins in Kinder- und Jugendromane zu importieren. Wölfe, Krähen, magische Pferde und Vampire sind Teil dieser Storys, so auch in ihrem neuesten Spukabenteuer, das von Interessierten ab zwölf Jahren genossen werden kann. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, denn auch jung gebliebene Erwachsene dürfen träumen und sich (wieder!) den magischen Gepflogenheiten zuwenden – vorausgesetzt sie sind so geschmeidig geblieben. Um es zu werden, hilft es, seinen Kindern solcherart Literatur anzubieten; der volle Mond und das Wolfsgeheul sind keine Schauermärchen, sondern Realitäten, in denen man wandeln darf. In dem neuesten Roman geht es um Lioba, die intensiv träumen kann und dort erst zögerlich, dann umso deutlicher versteht, dass sie übernatürliche Fähigkeiten anwenden kann. Bei einem Ausritt mit ihrer besten Freundin Wiebke, die eine zentrale und ambivalente Rolle in dem Plot spielen wird, wittert sie, ganz der Sinnlichkeit eines Tieres, Blut – zu Recht, denn ein, zum Glück nicht schwer verletzter, aber doch blutender Mountainbiker wird gefunden. Von da an passieren weitere überraschende und häufig unschöne Dinge und Lioba muss nun mit ihren Fähigkeiten für Rettung und Ausgleich sorgen. Waidmann schreibt nahe an der Realität, warum auch nicht, denn Übersinnliches ist nicht Widersinnliches – „Nachts im Museum Teil 2“, diese tatsächliche Hollywoodmischung aus Comedy und Spukfilm, integriert Waidmann als Gesprächsthema, so wie Jugendliche auf dem Pausenhof darüber reden würden – das holt die Leserinnen und Leser dort ab, wo sie stehen, nämlich bei ihren Wünschen, Sehnsüchten und Fragen – und ihren Ängsten. Wer sich all dem stellen möchte, der darf in dem wunderbaren Buch von Angela Waidmann lernen, wie man mit Tieren der Unendlichkeit spricht.

Ăśbersinnliche Unterhaltung

weitere Rezensionen von Ragan Tanger


Angela Waidmann wollte als kleines Kind Schriftstellerin und Archäologin zugleich werden. Also eine Autorin mit Zeit für das eigene Pferd und der Möglichkeit, seinen Träumen literarisch Gestalt zu verleihen, sowie eine Forscherin an alten Grabstätten, auf der Suche nach menschlichen, kulturellen und geologischen Überresten und Artefakten. Obwohl sie ihre Magisterarbeit erfolgreich abschloss, blieb der zweite Wunsch unerfüllt, zu ausfüllend und gelungen ist nämlich dagegen Wunsch Nummer Eins gelungen. Und trotzdem kann sie ihre archäologische Neigung auch mit einbauen und somit ausleben – Skelette als Energien verstorbener Wesen sind nun ein Teil ihrer Gruselgeschichten.

Schon als Kind faszinierte sie die Kraft und die Macht des Todes – keine morbide, fatalistische Lust, sondern der selbstverantwortliche Drang sich mit den unvermeintlichen und unheimlichen Kräften des Daseins auseinanderzusetzen; der Umgang mit dem Tod in der Geschichte des Menschen war nicht umsonst eines der Thema ihrer mündlichen Magisterprüfung. Man kann dieses Thema interessiert und spannend angehen und anderen Menschen dabei auch noch Anregungen geben und Fantasien mit den entsprechende Bildern und Imaginationen bereichern.

Charmant, spannend, authentisch und einfühlsam zugleich gelingt es ihr den Grusel des Daseins in Kinder- und Jugendromane zu importieren. Wölfe, Krähen, magische Pferde und Vampire sind Teil dieser Storys, so auch in ihrem neuesten Spukabenteuer, das von Interessierten ab zwölf Jahren genossen werden kann. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, denn auch jung gebliebene Erwachsene dürfen träumen und sich (wieder!) den magischen Gepflogenheiten zuwenden – vorausgesetzt sie sind so geschmeidig geblieben. Um es zu werden, hilft es, seinen Kindern solcherart Literatur anzubieten; der volle Mond und das Wolfsgeheul sind keine Schauermärchen, sondern Realitäten, in denen man wandeln darf.

In dem neuesten Roman geht es um Lioba, die intensiv träumen kann und dort erst zögerlich, dann umso deutlicher versteht, dass sie übernatürliche Fähigkeiten anwenden kann. Bei einem Ausritt mit ihrer besten Freundin Wiebke, die eine zentrale und ambivalente Rolle in dem Plot spielen wird, wittert sie, ganz der Sinnlichkeit eines Tieres, Blut – zu Recht, denn ein, zum Glück nicht schwer verletzter, aber doch blutender Mountainbiker wird gefunden. Von da an passieren weitere überraschende und häufig unschöne Dinge und Lioba muss nun mit ihren Fähigkeiten für Rettung und Ausgleich sorgen.

Waidmann schreibt nahe an der Realität, warum auch nicht, denn Übersinnliches ist nicht Widersinnliches – „Nachts im Museum Teil 2“, diese tatsächliche Hollywoodmischung aus Comedy und Spukfilm, integriert Waidmann als Gesprächsthema, so wie Jugendliche auf dem Pausenhof darüber reden würden – das holt die Leserinnen und Leser dort ab, wo sie stehen, nämlich bei ihren Wünschen, Sehnsüchten und Fragen – und ihren Ängsten. Wer sich all dem stellen möchte, der darf in dem wunderbaren Buch von Angela Waidmann lernen, wie man mit Tieren der Unendlichkeit spricht.

geschrieben am 01.08.2010 | 445 Wörter | 2709 Zeichen

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