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Reformation und konfessionelles Zeitalter


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Rezension von

Philipp Öhrlein

Reformation und konfessionelles Zeitalter „Reformation und konfessionelles Zeitalter“ bietet einen guten, mit seinen rund 120 Seiten nicht allzu ausschweifenden Überblick über die Forschungskontroversen rund um das Thema Reformation und Konfessionalisierung. Dabei werden beispielsweise neben Fragen hinsichtlich der Reformation als Epochenbegriff sowie bezüglich der zeitlichen Grenzen einer solchen Epoche, auch Betrachtungen über die Reformation in Stadt und Land dargelegt. Ebenso finden sich Bewertungen der Reformation betreffs ihres Einflusses auf Kultur und Kunst sowie auf die Rolle der Geschlechter im konfessionellen Zeitalter. Schließlich wird das Thema auch über die alleinige Betrachtung der Vorgänge innerhalb der Reichsgrenzen hinaus erweitert, indem das europäische Beispiel England genauer analysiert wird. Der Band, der mittlerweile bereits in 2. Auflage erschienen ist, ist in erster Linie an Studierende der Neueren Geschichte gerichtet. Hier bietet er sich ganz speziell zur Examensvorbereitung in besagtem Fach an. Ebenso möchte der Verlag das Buch auch an Lehrende gerichtet wissen. Unter diesen dürften sich vermutlich eher jüngere, noch nicht ganz so erfahrene Dozenten angesprochen fühlen, da die langjährigen Schaffenden die Standpunkte dieses Buches bereits aus diversen Ausätzen und Sammelbänden kennen dürften. Nichtsdestotrotz liegen diese Forschungsrichtungen hier natürlich in gebündelter, gut strukturierter Form vor, was den Band letztendlich auch für diese Zielgruppe interessant machen sollte. Es versteht sich von selbst, dass vor der Lektüre dieses Buches einschlägige Überblicksdarstellungen mit der Darlegung der ereignisgeschichtlichen Grundlagen und ersten Interpretationen derselben bemüht werden sollten und müssen. Andernfalls kann man mit den hier dargelegten Forschungskontroversen verständlicherweise wenig anfangen. Ob das Rezept der WBG, Darstellung und Forschungsdiskussion auf eigenständige Bände aufzuteilen – anders als beispielsweise bei den Referenzwerken der Oldenbourgschen Grundrisse, bei denen Darstellung und Forschungsschwerpunkte in jeweils einem Band vereint sind – aufgeht bzw. Sinn macht, ist indes nicht eindeutig zu beantworten. Grundsätzlich ist es auf jeden Fall eine gute Idee, und für viele Historiker, die sich mit den Fakten ohnehin bestens auskennen, sicherlich unabdinglich, eine Überblicksreihe zu haben, die sich alleine den Forschungsschwerpunkten widmet. Andererseits ist es schade, dass es beim gleichen Verlag keine direkt zugehörigen Überblicksdarstellungen zur konkreten Ergänzung und ereignisgeschichtlichen Unterfütterung der Kontroversen-Bände gibt. Dies jedoch ist natürlich eine Frage, die die ganze Reihe betrifft und weniger den einzelnen, hier besprochenen Band.

„Reformation und konfessionelles Zeitalter“ bietet einen guten, mit seinen rund 120 Seiten nicht allzu ausschweifenden Überblick über die Forschungskontroversen rund um das Thema Reformation und Konfessionalisierung. Dabei werden beispielsweise neben Fragen hinsichtlich der Reformation als Epochenbegriff sowie bezüglich der zeitlichen Grenzen einer solchen Epoche, auch Betrachtungen über die Reformation in Stadt und Land dargelegt. Ebenso finden sich Bewertungen der Reformation betreffs ihres Einflusses auf Kultur und Kunst sowie auf die Rolle der Geschlechter im konfessionellen Zeitalter. Schließlich wird das Thema auch über die alleinige Betrachtung der Vorgänge innerhalb der Reichsgrenzen hinaus erweitert, indem das europäische Beispiel England genauer analysiert wird.

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Der Band, der mittlerweile bereits in 2. Auflage erschienen ist, ist in erster Linie an Studierende der Neueren Geschichte gerichtet. Hier bietet er sich ganz speziell zur Examensvorbereitung in besagtem Fach an. Ebenso möchte der Verlag das Buch auch an Lehrende gerichtet wissen. Unter diesen dürften sich vermutlich eher jüngere, noch nicht ganz so erfahrene Dozenten angesprochen fühlen, da die langjährigen Schaffenden die Standpunkte dieses Buches bereits aus diversen Ausätzen und Sammelbänden kennen dürften. Nichtsdestotrotz liegen diese Forschungsrichtungen hier natürlich in gebündelter, gut strukturierter Form vor, was den Band letztendlich auch für diese Zielgruppe interessant machen sollte.

Es versteht sich von selbst, dass vor der Lektüre dieses Buches einschlägige Überblicksdarstellungen mit der Darlegung der ereignisgeschichtlichen Grundlagen und ersten Interpretationen derselben bemüht werden sollten und müssen. Andernfalls kann man mit den hier dargelegten Forschungskontroversen verständlicherweise wenig anfangen.

Ob das Rezept der WBG, Darstellung und Forschungsdiskussion auf eigenständige Bände aufzuteilen – anders als beispielsweise bei den Referenzwerken der Oldenbourgschen Grundrisse, bei denen Darstellung und Forschungsschwerpunkte in jeweils einem Band vereint sind – aufgeht bzw. Sinn macht, ist indes nicht eindeutig zu beantworten. Grundsätzlich ist es auf jeden Fall eine gute Idee, und für viele Historiker, die sich mit den Fakten ohnehin bestens auskennen, sicherlich unabdinglich, eine Überblicksreihe zu haben, die sich alleine den Forschungsschwerpunkten widmet. Andererseits ist es schade, dass es beim gleichen Verlag keine direkt zugehörigen Überblicksdarstellungen zur konkreten Ergänzung und ereignisgeschichtlichen Unterfütterung der Kontroversen-Bände gibt. Dies jedoch ist natürlich eine Frage, die die ganze Reihe betrifft und weniger den einzelnen, hier besprochenen Band.

geschrieben am 25.09.2009 | 353 Wörter | 2406 Zeichen

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