Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Die Zwerge von Elan-Dhor, Bd. 1: Elbengift


Statistiken
  • 1538 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Buchreihe
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Magdalena Kneisel

Elbengift Das Buch „Elbengift“ von Frank Rehfeld behandelt aus drei Perspektiven die unheilvolle Bedrohung der Elben. Den nebulösen Anfang bilden zwei geheimnisvolle Stimmen. Während die eine Stimme jedoch an Amnesie leidet, beginnt die zweite Stimme ihre Lebensgeschichte zu erzählen: Thalinuel berichtet von der Entzweiung der Elben im Jahr 11657 alter Zeitrechnung der Elben. Während die Elben jahrelang firedlich die jüngeren Völker in Frieden gelehrt und unterrichtet haben, sehen diese nun ihre Zeit der Emanzipation: Weg von der (freundlichen) Herrschaft der Elben wollen sie nun selbst ihr Leben frei gestalten: De Zwerge wollen unter die Erde und buddeln, die Menschen sich autark verwalten. Auf dem Weg zum Treffen der Völker wird jedoch das Königspaar der Elben angegriffen – von Tzuul und Trollen – und so scheint die Völkerverständigung unter einem nicht ganz so guten Stern zu stehen. Und wie sollte es auch anders sein, spaltet sich von den hochgeborenen Elben eine kleine Kampfestruppe ab, die derlei Übergriffe nicht duldet und nicht dulden wird – geleitet von Macht und dem Überlebensstreben. Zu dieser Gruppe gehört auch Thalinuel – und auch wenn sie Angsichts bestimmter Methoden (Gewalt gegenüber Menschen, dunkle Magie des Chaos) Gewissensbisse zeigt, so droht ihre größte Angst, die Entzweiung der Elben, zur Realität zu werden. Von dieser Vergangenheit aus wird immer wieder der Sprung in die Gegenwart, in die neue Zeitrechnung der Elben, gewagt zu dem Elben Lhiuvan und dem Zwerg Warlon. Bereits zu Beginn des Buches wird Lhiuvan von einer dunklen, nach Mord- und Gewalt geifernden Macht getrieben, so dass er nicht nur eine Frostspinne erlegt und die ihn anschmachtenden Elbin den Tod findet, nein er tritt auch noch sehr überzeugend als der arrogante Elb bei der Hochzeit der Zwergenkönigin auf. Und wie es das Schicksal so will, kommt ihn sein Verhalten im Hinblick auf die Nobilität seines Volkes zwar äußerst zweifelhaft vor, aber er lässt jede Gelegenheit verstreichen um sich Hilfe zu holen. Dumme Arroganz! Nur leider ist es dann schon zu spät und er begibt sich verbotener Weise auf einer Tunnelexkursion zu einem ziemlich dunklen, ziemlich alten Artefakt, dass nur durch mühevolle Arbeit im letzten Krieg besiegt werden konnte und öffnet es. Leider wird er dabei entdeckt: Von den Zwergen und seiner Elbenkönigin – die zurecht stinksauer sind. Die Chaosmacht treibt ihm im Buch dann immer weiter an – zu dunklen und bösen Taten. Warlon tritt als Randfigur dieses Bandes auf und mit ihm wird die Zwergensicht auf das Geschehen in den Stollen. Zwar wird seine Vergangenheit als großer Kämpfer in der letzten Schalcht angedeutet und auch die vergangenen Ereignisse werden umrissen, dennoch bleiben weite Teile der Geschichte dadurch etwas undurchsichtig. Vermutlich gilt es dafür die drei vorhergehenden Bände um den Zwergenkrieg zu lesen. In kurzen Einbländen zu Beginn und gegen Ende des Buches wird erzählt seine Perspektive die dramatischen Zwischenszenen um die Verbindung zweier Zwergenstätte. Die drei Perspektiven wechseln sich im Buch sehr gut ab, so dass die Geschichten zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschickt ineinandergreifen. Dabei sind die Zeiten jeweils immer in den einzelnen Buchkapiteln beschriftet, so dass es zu keiner Verwechslung kommt. Gleichzeitig muss ich aber auch eingestehen, dass ich ziemlich lange gebraucht habe, um das Buch spannend zu finden, was auch an den zum Teil sehr langatmigen Beschreibungen von Feld und Wiesen, sowie Szenarien liegt. Dabei kommt es hin und wieder Schilderungen, die doch etwas jenseits der Vorstellungskraft der Protagonisten liegt. Zumindest wird nicht ersichtlich, warum ein Wald- und Wiesenelb weiß, wie die Luft in der Wüste flirrt. Dies sind jedoch nur Kleinigkeiten, hat man sich erst einmal an die Sprache und den Stil des Autors gewöhnt, zieht einen das Buch in den Bann. Gleichzeitig zaubert diese Beschreibungen sehr gut eine ausgefeilte Welt vor dem inneren Auge der Leserschaft hervor. Wobei auch gesagt werden muss, dass dieser Band nur als Auftakt zu einer (wahrscheinlich) blutigen und finsteren Zeit zu verstehen ist. Jedenfalls werden die beiden Haupterzählperspektiven im letzten Drittel des Buches so geschickt miteinander verbunden, dass es sicherlich spannend wird zu erfahren, wie Elben und Zwerge das Gift in den nächsten Büchern bekämpfen werden. Auch wenn die Dummheit des – ich öffne mal wieder ein Böses Tor – Geschehens nicht neu ist. Fazit: Hat man sich erstmal im ersten Drittel an die Sprache und den Stil des Autors gewöhnt und folgt im zweiten Drittel der Geschichte, kann man sich auf gut geschilderte Wendungen und Zusammenführungen des dritten Drittels freuen, dass Lust auf zwei weitere Bände macht.

Das Buch „Elbengift“ von Frank Rehfeld behandelt aus drei Perspektiven die unheilvolle Bedrohung der Elben.

weitere Rezensionen von Magdalena Kneisel

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
23.11.2018
3
23.09.2018
4
23.09.2018

Den nebulösen Anfang bilden zwei geheimnisvolle Stimmen. Während die eine Stimme jedoch an Amnesie leidet, beginnt die zweite Stimme ihre Lebensgeschichte zu erzählen: Thalinuel berichtet von der Entzweiung der Elben im Jahr 11657 alter Zeitrechnung der Elben. Während die Elben jahrelang firedlich die jüngeren Völker in Frieden gelehrt und unterrichtet haben, sehen diese nun ihre Zeit der Emanzipation: Weg von der (freundlichen) Herrschaft der Elben wollen sie nun selbst ihr Leben frei gestalten: De Zwerge wollen unter die Erde und buddeln, die Menschen sich autark verwalten. Auf dem Weg zum Treffen der Völker wird jedoch das Königspaar der Elben angegriffen – von Tzuul und Trollen – und so scheint die Völkerverständigung unter einem nicht ganz so guten Stern zu stehen. Und wie sollte es auch anders sein, spaltet sich von den hochgeborenen Elben eine kleine Kampfestruppe ab, die derlei Übergriffe nicht duldet und nicht dulden wird – geleitet von Macht und dem Überlebensstreben. Zu dieser Gruppe gehört auch Thalinuel – und auch wenn sie Angsichts bestimmter Methoden (Gewalt gegenüber Menschen, dunkle Magie des Chaos) Gewissensbisse zeigt, so droht ihre größte Angst, die Entzweiung der Elben, zur Realität zu werden.

Von dieser Vergangenheit aus wird immer wieder der Sprung in die Gegenwart, in die neue Zeitrechnung der Elben, gewagt zu dem Elben Lhiuvan und dem Zwerg Warlon.

Bereits zu Beginn des Buches wird Lhiuvan von einer dunklen, nach Mord- und Gewalt geifernden Macht getrieben, so dass er nicht nur eine Frostspinne erlegt und die ihn anschmachtenden Elbin den Tod findet, nein er tritt auch noch sehr überzeugend als der arrogante Elb bei der Hochzeit der Zwergenkönigin auf. Und wie es das Schicksal so will, kommt ihn sein Verhalten im Hinblick auf die Nobilität seines Volkes zwar äußerst zweifelhaft vor, aber er lässt jede Gelegenheit verstreichen um sich Hilfe zu holen. Dumme Arroganz! Nur leider ist es dann schon zu spät und er begibt sich verbotener Weise auf einer Tunnelexkursion zu einem ziemlich dunklen, ziemlich alten Artefakt, dass nur durch mühevolle Arbeit im letzten Krieg besiegt werden konnte und öffnet es. Leider wird er dabei entdeckt: Von den Zwergen und seiner Elbenkönigin – die zurecht stinksauer sind. Die Chaosmacht treibt ihm im Buch dann immer weiter an – zu dunklen und bösen Taten.

Warlon tritt als Randfigur dieses Bandes auf und mit ihm wird die Zwergensicht auf das Geschehen in den Stollen. Zwar wird seine Vergangenheit als großer Kämpfer in der letzten Schalcht angedeutet und auch die vergangenen Ereignisse werden umrissen, dennoch bleiben weite Teile der Geschichte dadurch etwas undurchsichtig. Vermutlich gilt es dafür die drei vorhergehenden Bände um den Zwergenkrieg zu lesen. In kurzen Einbländen zu Beginn und gegen Ende des Buches wird erzählt seine Perspektive die dramatischen Zwischenszenen um die Verbindung zweier Zwergenstätte.

Die drei Perspektiven wechseln sich im Buch sehr gut ab, so dass die Geschichten zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschickt ineinandergreifen. Dabei sind die Zeiten jeweils immer in den einzelnen Buchkapiteln beschriftet, so dass es zu keiner Verwechslung kommt.

Gleichzeitig muss ich aber auch eingestehen, dass ich ziemlich lange gebraucht habe, um das Buch spannend zu finden, was auch an den zum Teil sehr langatmigen Beschreibungen von Feld und Wiesen, sowie Szenarien liegt. Dabei kommt es hin und wieder Schilderungen, die doch etwas jenseits der Vorstellungskraft der Protagonisten liegt. Zumindest wird nicht ersichtlich, warum ein Wald- und Wiesenelb weiß, wie die Luft in der Wüste flirrt. Dies sind jedoch nur Kleinigkeiten, hat man sich erst einmal an die Sprache und den Stil des Autors gewöhnt, zieht einen das Buch in den Bann. Gleichzeitig zaubert diese Beschreibungen sehr gut eine ausgefeilte Welt vor dem inneren Auge der Leserschaft hervor.

Wobei auch gesagt werden muss, dass dieser Band nur als Auftakt zu einer (wahrscheinlich) blutigen und finsteren Zeit zu verstehen ist. Jedenfalls werden die beiden Haupterzählperspektiven im letzten Drittel des Buches so geschickt miteinander verbunden, dass es sicherlich spannend wird zu erfahren, wie Elben und Zwerge das Gift in den nächsten Büchern bekämpfen werden. Auch wenn die Dummheit des – ich öffne mal wieder ein Böses Tor – Geschehens nicht neu ist.

Fazit: Hat man sich erstmal im ersten Drittel an die Sprache und den Stil des Autors gewöhnt und folgt im zweiten Drittel der Geschichte, kann man sich auf gut geschilderte Wendungen und Zusammenführungen des dritten Drittels freuen, dass Lust auf zwei weitere Bände macht.

geschrieben am 01.11.2013 | 731 Wörter | 4064 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen