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Mauertänzer


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Rezension von

Johanna Paik

Mauertänzer Andrea Busfielt hat einen wundervollen Roman über Afghanistan verfasst. Auf über 300 Seiten begleitet der Leser den Jungen Fawad, der mit seiner Mutter ums Überleben kämpft. Fawad, von dessen Familie nur noch seine Mutter übrig geblieben ist, verdient sich zunächst sein Geld auf der Straße, indem er Ausländer bestiehlt. Dies ändert sich, als seine Mutter von Ausländern als Haushaltshilfe eingestellt wird und mit Fawad zu ihnen zieht. Hier bewohnen die beiden ein eigenes Haus und der Junge hat zum ersten Mal in seinem Leben ein eigenes Zimmer. Schnell freundet er sich mit den Ausländern an. Da ist zum einen James, ein englischer Journalist, May, eine Lesbe und Georgie, die versucht, den Ziegenbauern zu einem besseren Einkommen zu verhelfen. So unterschiedlich sie auch alle sind, die Wohngemeinschaft bringt sie zusammen und Fawad lernt von seinen neuen Freunden viel über das Leben. Doch hat er natürlich seine alten Freunde von der Straße nicht vergessen. Nach wie vor trifft er sich mit seinem Cousin und seinem besten Freund Spandi. Auch mit Jamilla, der er zu einem Job in dem kleinen Laden verhilft, wo er nun selbst nach der Schule sein Geld verdient, ist er nach wie vor befreundet. Im Laufe des Romans lernt man viele unterschiedliche Personen kennen. Piri, den blinden Inhaber des Ladens und dessen Hund, Fawads Freunde und seine Familie, sowie die Partner der drei Ausländer, für die Fawads Mutter arbeitet. Der Leser begleitet Fawad bei all den Kleinigkeiten, die seinen Alltag ausmachen. Man erfährt viel über die Sorgen und Ängste des Jungen und lernt damit das Leben im heutigen Afghanistan besser kennen. Leicht ist das Leben des Jungen nicht, denn in Rückblenden erfährt man von der Nacht, in der seine Schwester Mina von den Taliban entführt und Fawads Heim angezünde wurdet, so dass er und seine Mutter von nun an bei deren Schwester leben müssen, wo beide Familien auf engstem Raum zusammenleben. Der Leser erfährt nach und nach wie Fawads Geschwister und auch sein Vater ums Leben kamen, bis schließlich nur noch er und seine Mutter übrigblieben. Obwohl der Roman keinen wirklichen Spannungsbogen hat, sind es gerade die Begebenheiten des Alltags, die den Roman spannend werden lassen. Fawads Probleme und Sorgen lassen den Leser mitfiebern, so dass sicher keine Langeweile aufkommt. Die Schilderungen des Jungen über sein Land und dessen Bewohner ergeben ein sehr genaues und nicht immer schönes Bild von Afghanistan. Für einen kalten Winterabend ist dieses Buch wirklich sehr zu empfehlen.

Andrea Busfielt hat einen wundervollen Roman über Afghanistan verfasst. Auf über 300 Seiten begleitet der Leser den Jungen Fawad, der mit seiner Mutter ums Überleben kämpft.

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Fawad, von dessen Familie nur noch seine Mutter übrig geblieben ist, verdient sich zunächst sein Geld auf der Straße, indem er Ausländer bestiehlt. Dies ändert sich, als seine Mutter von Ausländern als Haushaltshilfe eingestellt wird und mit Fawad zu ihnen zieht. Hier bewohnen die beiden ein eigenes Haus und der Junge hat zum ersten Mal in seinem Leben ein eigenes Zimmer. Schnell freundet er sich mit den Ausländern an.

Da ist zum einen James, ein englischer Journalist, May, eine Lesbe und Georgie, die versucht, den Ziegenbauern zu einem besseren Einkommen zu verhelfen.

So unterschiedlich sie auch alle sind, die Wohngemeinschaft bringt sie zusammen und Fawad lernt von seinen neuen Freunden viel über das Leben. Doch hat er natürlich seine alten Freunde von der Straße nicht vergessen. Nach wie vor trifft er sich mit seinem Cousin und seinem besten Freund Spandi. Auch mit Jamilla, der er zu einem Job in dem kleinen Laden verhilft, wo er nun selbst nach der Schule sein Geld verdient, ist er nach wie vor befreundet.

Im Laufe des Romans lernt man viele unterschiedliche Personen kennen. Piri, den blinden Inhaber des Ladens und dessen Hund, Fawads Freunde und seine Familie, sowie die Partner der drei Ausländer, für die Fawads Mutter arbeitet. Der Leser begleitet Fawad bei all den Kleinigkeiten, die seinen Alltag ausmachen. Man erfährt viel über die Sorgen und Ängste des Jungen und lernt damit das Leben im heutigen Afghanistan besser kennen. Leicht ist das Leben des Jungen nicht, denn in Rückblenden erfährt man von der Nacht, in der seine Schwester Mina von den Taliban entführt und Fawads Heim angezünde wurdet, so dass er und seine Mutter von nun an bei deren Schwester leben müssen, wo beide Familien auf engstem Raum zusammenleben. Der Leser erfährt nach und nach wie Fawads Geschwister und auch sein Vater ums Leben kamen, bis schließlich nur noch er und seine Mutter übrigblieben.

Obwohl der Roman keinen wirklichen Spannungsbogen hat, sind es gerade die Begebenheiten des Alltags, die den Roman spannend werden lassen. Fawads Probleme und Sorgen lassen den Leser mitfiebern, so dass sicher keine Langeweile aufkommt. Die Schilderungen des Jungen über sein Land und dessen Bewohner ergeben ein sehr genaues und nicht immer schönes Bild von Afghanistan. Für einen kalten Winterabend ist dieses Buch wirklich sehr zu empfehlen.

geschrieben am 12.10.2009 | 403 Wörter | 2149 Zeichen

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