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Dämonensilber


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Dämonensilber Die Welt Tepor wird von ihrem Nachbarreich bedroht. In Flüsterstein, der Haupstadt der positiv dargestellten menschlichen Macht im Westen, wird die anstehende Invasion des Reiches durch das drakanische Imperium zufällig und auf eine sehr tollpatschige Weise entdeckt: Halgrimm, angehender Zauberlehrling wird von seinem Orden nach Flüsterstein entsandt um dort dem Fürsten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Das Dumme ist nur, dass er zwar zweifelsohne magisch hochbegabt ist, aber auch durch seine Begabung zu viel Energie in sich zieht um einen einfachen Zauber auszuführen. So passiert es auch, dass er Kev, einen in Stein verwandelten Gestaltenwandler, im Buch Wechselbalg genannt, befreit. Allerdings nimmt nicht nur Kev in seiner Rückverwandlung wieder Fleisch an – nein auch die Marmorfliesen um ihn herum verwandeln sich in eine undefinierbare fleischliche Masse. Derartige Missgeschicke zieren fortan die Geschichte um Halgrimm, so befindet er sich immer wieder im Schlamassel: Sei es in einem Vakuum oder sitzend auf einem brennenden Baum. Durch eine Verkettung von unglücklichen oder aber vom Autor beabsichtigten Zufällen befindet er sich neben zahlreichen anderen in der Heldengruppe, die eine vom drakanischen Imperium ausgehende Bedrohung abwenden soll. Dabei wirken Charaktere, Handlungsverlauf und das Zusammenspiel von Antagonisten und Aktanten über weite Strecken bekannt: Ein total schusseliger Zauberlehrling, der mit seinem unglaublichen Talent eines Hochbegabten nicht umgehen kann; ein Zwerg, der ein dem Namen nach bekanntes Wesen sucht, das ihm aus seiner eigenen Prophezeiung bekannt ist; ein Wechselbalg, der nach etlichen Jahren aus seinem steinernen Gefängnis wieder erwacht und sich in jede von ihm studierte tierische Gestalt verwandeln kann, sowie eine ganze Horde an Elfen und Waldläufern; hinzu kommt ein mürrischer Zaubermeister, der hinter allen als weise Vaterfigur wacht. Das macht zumindest über eine weite Strecke des Buches die Heldengruppe aus. Vom Handlungsstrang her ist das Buch ebenfalls sehr ähnlich und auf bekannte Weise gestrickt: Ein von einem bösen Rat totalitär beherrschtes Reich steht der Vereinigung der freien Völker – hauptsächlich aus der Perspektive des Menschenvolkes betrachtet – gegenüber. Während auf der guten Seite zufällig Invasionsabsichten der Dunklen entdeckt werden und es diese nun zu verhindern gilt, setzen die Dunklen alles daran, jeden Flecken der Tepor zu unterjochen. Warum also ein Buch lesen, dessen Handlungsstränge zum Teil vorhersehbar sind? Weil gerade der logische und schlüssige Aufbau des Buches, die Verflechtung der einzelnen Handlungsstränge und Charaktere, sowie die konsequent gestaltete Handlungsführung ein erwartbares Maß an Aktionen bieten, zugleich aber durch unzählig fein ineinander abgestimmte Handlungsstränge immer wieder neu akzentuiert werden. Die Mischung aus bewährtem Lesestoff und neuen Informationen bringt den Leser in eine gut durchdachte und in sich abgeschlossene Welt bzw. Welten. An dieser Stelle seien nur zwei Beispiele erwähnt: Das Buch besitzt etwas mehr als 530 Seiten. Die Einführung der Heldengruppe und die Beschreibung der Suche wie des parallel dazu vorhandenen Kriegsszenarios dauert etwa 300 Seiten, so dass einem Leser mit Fantasyerfahrung die Größe der Heldengruppe durchaus auf den Keks geht und man zu dem Gedanken kommt: So langsam müssen doch endlich mal die Nebencharaktere in dieser Heldengruppe wegsterben, da sich kein normaler Mensch gefühlte 10 unwichtige Namen merken will, zumal sie kaum in das Geschehen eingebunden sind – und siehe da: in einem epischen Kampf auf den nächsten 5 Seiten werden die tapferen Krieger als Quotentote und stimmungsverheißende Verluste tödlich verwundet und dahin gerafft. Tragisch, aber dennoch wichtig um nicht jede kleine Einzelsituation beim Marsch durch die Pampa zu beschreiben. Ein anderes Aha – es gibt also doch den Gesamtzusammenhang – Erlebnis ist der Bezug am Ende des Buches zum Titel. An dieser Stelle sei der Inhalt nicht weiter verraten, aber nur so viel: Er ist schlüssig gewählt. Alles in allem liest sich das Buch aber doch sehr als Rahmen für die folgenden Bände der Dämonensilber-Saga. Zwar keinesfalls langweilig, aber doch als Auftaktroman für neue Abenteuerwelten rund um Halgrimm, Faban, Wotan, Oenothera, Kev und Shanntak.

Die Welt Tepor wird von ihrem Nachbarreich bedroht. In Flüsterstein, der Haupstadt der positiv dargestellten menschlichen Macht im Westen, wird die anstehende Invasion des Reiches durch das drakanische Imperium zufällig und auf eine sehr tollpatschige Weise entdeckt: Halgrimm, angehender Zauberlehrling wird von seinem Orden nach Flüsterstein entsandt um dort dem Fürsten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

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Das Dumme ist nur, dass er zwar zweifelsohne magisch hochbegabt ist, aber auch durch seine Begabung zu viel Energie in sich zieht um einen einfachen Zauber auszuführen. So passiert es auch, dass er Kev, einen in Stein verwandelten Gestaltenwandler, im Buch Wechselbalg genannt, befreit. Allerdings nimmt nicht nur Kev in seiner Rückverwandlung wieder Fleisch an – nein auch die Marmorfliesen um ihn herum verwandeln sich in eine undefinierbare fleischliche Masse. Derartige Missgeschicke zieren fortan die Geschichte um Halgrimm, so befindet er sich immer wieder im Schlamassel: Sei es in einem Vakuum oder sitzend auf einem brennenden Baum. Durch eine Verkettung von unglücklichen oder aber vom Autor beabsichtigten Zufällen befindet er sich neben zahlreichen anderen in der Heldengruppe, die eine vom drakanischen Imperium ausgehende Bedrohung abwenden soll.

Dabei wirken Charaktere, Handlungsverlauf und das Zusammenspiel von Antagonisten und Aktanten ĂĽber weite Strecken bekannt:

Ein total schusseliger Zauberlehrling, der mit seinem unglaublichen Talent eines Hochbegabten nicht umgehen kann; ein Zwerg, der ein dem Namen nach bekanntes Wesen sucht, das ihm aus seiner eigenen Prophezeiung bekannt ist; ein Wechselbalg, der nach etlichen Jahren aus seinem steinernen Gefängnis wieder erwacht und sich in jede von ihm studierte tierische Gestalt verwandeln kann, sowie eine ganze Horde an Elfen und Waldläufern; hinzu kommt ein mürrischer Zaubermeister, der hinter allen als weise Vaterfigur wacht. Das macht zumindest über eine weite Strecke des Buches die Heldengruppe aus.

Vom Handlungsstrang her ist das Buch ebenfalls sehr ähnlich und auf bekannte Weise gestrickt: Ein von einem bösen Rat totalitär beherrschtes Reich steht der Vereinigung der freien Völker – hauptsächlich aus der Perspektive des Menschenvolkes betrachtet – gegenüber. Während auf der guten Seite zufällig Invasionsabsichten der Dunklen entdeckt werden und es diese nun zu verhindern gilt, setzen die Dunklen alles daran, jeden Flecken der Tepor zu unterjochen.

Warum also ein Buch lesen, dessen Handlungsstränge zum Teil vorhersehbar sind? Weil gerade der logische und schlüssige Aufbau des Buches, die Verflechtung der einzelnen Handlungsstränge und Charaktere, sowie die konsequent gestaltete Handlungsführung ein erwartbares Maß an Aktionen bieten, zugleich aber durch unzählig fein ineinander abgestimmte Handlungsstränge immer wieder neu akzentuiert werden. Die Mischung aus bewährtem Lesestoff und neuen Informationen bringt den Leser in eine gut durchdachte und in sich abgeschlossene Welt bzw. Welten. An dieser Stelle seien nur zwei Beispiele erwähnt:

Das Buch besitzt etwas mehr als 530 Seiten. Die Einführung der Heldengruppe und die Beschreibung der Suche wie des parallel dazu vorhandenen Kriegsszenarios dauert etwa 300 Seiten, so dass einem Leser mit Fantasyerfahrung die Größe der Heldengruppe durchaus auf den Keks geht und man zu dem Gedanken kommt: So langsam müssen doch endlich mal die Nebencharaktere in dieser Heldengruppe wegsterben, da sich kein normaler Mensch gefühlte 10 unwichtige Namen merken will, zumal sie kaum in das Geschehen eingebunden sind – und siehe da: in einem epischen Kampf auf den nächsten 5 Seiten werden die tapferen Krieger als Quotentote und stimmungsverheißende Verluste tödlich verwundet und dahin gerafft. Tragisch, aber dennoch wichtig um nicht jede kleine Einzelsituation beim Marsch durch die Pampa zu beschreiben.

Ein anderes Aha – es gibt also doch den Gesamtzusammenhang – Erlebnis ist der Bezug am Ende des Buches zum Titel. An dieser Stelle sei der Inhalt nicht weiter verraten, aber nur so viel: Er ist schlüssig gewählt.

Alles in allem liest sich das Buch aber doch sehr als Rahmen für die folgenden Bände der Dämonensilber-Saga. Zwar keinesfalls langweilig, aber doch als Auftaktroman für neue Abenteuerwelten rund um Halgrimm, Faban, Wotan, Oenothera, Kev und Shanntak.

geschrieben am 26.03.2011 | 632 Wörter | 3746 Zeichen

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